Race to Alaska: Das Rennen für Helden und Abenteurer startet – Muckies und Köpfchen gefragt

Grizzlys und Orcas warten schon

750 Seemeilen in zwei Etappen – den Teilnehmern des „Race to Alaska“ wird nichts geschenkt! Logisch, dass sie keine Motoren nutzen dürfen. Doch der Einsatz von „Rudersklaven“ ist ausdrücklich erlaubt! 

Ab heute segeln, strampeln, pedalieren, rudern und paddeln sie wieder – die Heldinnen und Helden des „Race to Alaska“. 750 Seemeilen in zwei Etappen, von Port Townsend im US Bundesstaat Washington zunächst nach Victoria in British Columbia und dann nach Ketchikan in Alaska (SR-berichtete zuletzt hier und hier)

Segel-Ruder-Hybrid im Einsatz © r2a

Siebenhundertfünfzig Seemeilen, die ohne Motor auf einem schwimmenden Untersatz zurückgelegt werden müssen – siebenhundertfünfzig Seemeilen, für die man nicht nur „Muckies“ braucht, sondern auch noch reichlich Köpfchen. Denn vor allem nach der ersten Aufwärmetappe warten auf die Teilnehmer navigatorische und seemännische Herausforderungen, die nicht mal eben so lässig zu bewältigen sind.

Neben der an sich schon beeindruckenden Streckenlänge fordern Seereviere mit „verdammt häufig auftretenden, äußerst schlecht gelaunten Tiefdruckgebieten“ (O-Ton R2A) die teilnehmenden Segler, Paddler und Ruderer. Zudem könne man sich an Meerengen mit 15 Knoten Stromgeschwindigkeit erfreuen, so die Organisatoren des Kultrennens weiter. Wer meint, er werde während der nicht minder häufig auftretenden Totenflauten in Inselabdeckungen wieder zu Kräften kommen, täuscht sich gewaltig. Denn es gilt, das Boot immer in Bewegung zu halten. 

Race to alaska

alles dabei: von den üblen Sturmböen … © r2a

Es liegt in der Natur des Rennens, dass die meisten der siegambitionierten Teams auf Segelbooten unterwegs sind. Spitzenreiter sind regelmäßig Renntrimarane mit semiprofessionellen Crews, die sich aber dennoch für eben diese Flautenbereiche zugkräftige Ruderanlagen auf die Ausleger installiert haben. Oder einen „Galeerensklaven“ am Heck des Rumpfes festketten. 

Was regelrecht in Mode kommt: Segel- und Ruder-Hybriden, die speziell für solche Abenteuer gebaut werden und längst in anderen abenteuerverdächtigen Seegebieten der Welt zum Einsatz kommen (SR berichtete).

Race to alaska

… bis zur Totenflaute, dann aber mit Mucki-Einsatz © r2a

Übrigens, wer pipitechnisch mal eben kurz auf einer der Inseln anlanden möchte oder zwischendurch eine wohlverdiente Mütze voll Schlaf auf einem dieser einladenden Strände in einer einsamen Bucht nehmen will, sollte dabei äußerst um- und vorsichtig vorgehen. Denn überall lauern Grizzlys, Wölfe und Waschbären… behaupten zumindest die Organisatoren des Rennens.

Doch wer es sich für ein Schläfchen lieber auf seinem SUP-Board auf dem Wasser gemütlich machen will, sollte sich auch nicht in Sicherheit wiegen. Denn die offenbar überall lauernden Orcas, vulgo: Killerwale (noch so eine Warnung der Organisation) könnten einen für Seehunde halten. Oder sowas ähnliches… 

Wie ernst es die Organisatoren mit ihrem Rennen meinen und wie wichtig sie sich und ihre Warnungen nehmen, ist unschwer an der Stimmlage und den philosophisch anmutenden Merksätzen des Sprechers in obigem Video-Trailer heraus zu hören. Merke: Keiner sollte sich allzu ernst nehmen – das Rennen ist schon ernst genug! 

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