Rekord-Versuch: 344 Meilen in 24 Stunden – Per Strandkat von Scharbeutz nach Schweden

"Leicht wird's nicht werden"


Yo Wiebel und Simon Koster sind in Scharbeutz gestartet, um mit ihrem foilenden Strandkatamaran den 24 Stunden Weltrekord zu brechen. Sie brauchen einen Schnitt von 15 Knoten.

Update: Leider mussten wir den 2. Versuch heute auch beenden… kurz vor Dänemark ist uns ein Ruder kaputtgegangen… wir sind aber auch mit einem Ruder sicher in den nächsten Hafen gekommen…jetzt in Gedser, morgen sehen wir den Schaden genau an und schaun wies weitergeht…

Wiebel ,Koster

Auf Tragflächen zum 24-Stunden-Rekord. © Wiebel

“Heute haben wir alle Vorbereitungen abgeschlossen und noch eine gute Trainingsrunde in der Lübecker Bucht bei richtig starkem Wind gehabt…Topspeed heute 32,5 KN !!” Das ist der letzte Eintrag von Yo Wiebel und Simon Koster auf ihrer Website, mit der sie ihre Fans über ihre Abenteuer-Projekt auf dem Laufenden halten.

Kurz vor 13 Uhr ist das Deutsch-Schweizer Duo in Scharbeutz am Strand gestartet, um den Weg Richtung Schweden aufzunehmen. Ziel ist es, mit dem für die Langfahrt angepassten Nacra F20 auf Tragflächen in 24 Stunden die gesegelte Strecke von 344 Meilen zu überbieten. Die Richtzeit hält der Franzose Yvan Bourgnon, der mit dem Strandkat sogar die Welt umsegelt hat.

Wiebel ,Koster

Der Nacra 20 in Aktion. © Wiebel

“Alles läuft gut, das Wetterfenster für die kommenden Tage sieht gut aus (wenn auch nicht perfekt), dann hat es Flaute bis zum nächsten Wochenende…also werden wir morgen einen ersten Versuch starten! Wir segeln gegen Mittag los Richtung Schweden und werden je nach Wind irgendwann Richtung Polen abbiegen, da es an der Ostküste von Schweden flau aussieht.”
Nach einem kurzen Testschlag sind Wiebel und Koster erst einmal wieder umgedreht. Aber inzwischen sind sie wieder auf dem Weg nach Osten:

24h-Tracker

Erfahrung mit Abenteuern sollten die beiden Schweizer genug haben. Wiebel ist mit einem solchen Katamaran schon einmal vor Kap Hoorn gesegelt und Koster absolvierte auf seinem Mini-Foiler die vergangene Mini-Transat-Regatta.

Wiebel, Koster

Die angepeilte Rekord-Strecke

Zusammen wollten sie im vergangenen Jahr ursprünglich den Rekord von Marseille nach Karthago brechen, den Bourgnon auf 53 Stunden festgesetzt hatte. Aber erst brach sich Wiebel bei einem Stecker zwei Rippen, dann schraubten die Italiener Nino und Vittorio Malingri die Bestzeit auf unglaubliche 42 Stunden hoch.

Inzwischen ist Wiebel, der auch für den Zürcher Segel Club in der Schweizer Liga segelt, Vater geworden und Koster bereitet sich auf die nächste Mini Transat vor. Die Zeit für die Vorbereitung des Rekord-Projektes ist also knapper geworden. Aber die 24-Stunden-Zeit wollen sie dennoch knacken.

Dafür müssen sie insbesondere den Speed auch in der Nacht hoch halten. “Ein komisches Gefühl”, wie sie beim Nacht-Training feststellen:

“Leicht wirds nicht werden, das haben wir auf der Ostsee erprobt”, sagt Wiebel. “Aber es ist möglich!” Das Duo hat sich ein Zeitfenster von zwei bis drei Wochen gegeben, in dem das Wetter für den Rekord passen muss.


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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Rekord-Versuch: 344 Meilen in 24 Stunden – Per Strandkat von Scharbeutz nach Schweden“

  1. avatar Alexander sagt:

    Auf dem Tracker siehrt es so aus, als seien sie gestern Abend nach Gedser rein gefahren.

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