Rettung: Quergeschlagen im Schlepp

Zum Surfen ungeeignet

Ein Einhandsegler ist mit seiner 34 Fuß Yacht vor den Scilly Islands von einer Welle umgeworfen worden, die er als “Freak Wave” beschrieb. Danach musste er gerettet werden. Dass Schlepp-Video zeigt weitere Probleme.

In den vergangenen Tagen hat es nicht viel Spaß gemacht, sich mit einer Segelyacht auf dem Nordatlantik zu befinden. Erst wirbelte Hurrikan Epsilon von den Bermudas herüber, sorgte für eine 30 Meter hohe Rekord-Monsterwelle vor Irland, und brachte den Big-Wave-Surfern vor dem portugiesischen Nazaré perfekte Bedingungen, kurz danach sorgte der Sturm Aiden für dramatische Bedingungen vor den britischen Inseln.

Am Wochenende ist ein Einhandsegler mit seiner zehn Meter Yacht sechs Meilen südwestlich vor den Scilly Islands in das aufgewühlte Wasser geraten. Seine Yacht kenterte, nachdem er nach eigenen Angaben von einer “Freak Wave” getroffen worden war. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte in dem Gebiet Windstärke neun geherrscht.

Die Küstenwache von Falmouth empfing sein Notsignal gegen 05:00 Uhr. Der Segler berichtete, dass er unverletzt, das Schiff nach der Kenterung aber manövrierunfähig sei. Da sich der Sturm am Sonntag noch verstärken sollte, schickte die Küstenwache umgehend ein RNLI Rettungsboot in Bewegung.

Probleme im Schlepp

Sie fand den Skipper und nahm seine Yacht in den Schlepp. Ihr Video zeigt aber, dass die von achtern auflaufenden Wellen dem Schiff große Probleme bereiteten. Es surfte die Brecher unkontrolliert ab und schlug mehrere Male erneut quer.

Es wird deutlich, wie schwer es ist, eine klassische Segelyacht bei starkem achterlichen Wellengang auf Kurs zu halten. Für solche Fälle empfehlen Experten einen über das Heck ausgebrachten Treibanker, der den ungewollten Surf auf einer hohen Welle verhindert.

Am gesamten Wochenende war die Küstenwache in Alarmbereitschaft und hatte Rettungsbootbesatzungen, Hubschrauber und Rettungsschwimmer im Einsatz. Besondere Sorgen bereiteten die Schaulustigen, die sich zu nahe an die Strände wagten, um die Urgewalten zu beobachten. Größere Unglücke blieben dann aber doch aus.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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