Sailing Yacht A: In See gestochen – Eigner übernimmt 400-Millionen-Dollar-Yacht in Südspanien

… und tschüss

Sailing Yacht A, Übergabe

Die Sailing Yacht A während einer Testfahrt © Wiki karlehorn

Der riesige „Pott“ mit dem futuristischen Starck-Design fuhr rückwärts aus seiner Werftgarage und nahm dann Kurs auf das Fahrwasser Drogden im Oeresund. 

Sie hat uns lange beschäftigt und für viel Wirbel gesorgt: Die schon vor ihrem ersten längeren Törn weltberühmte „Sailing Yacht A“ hat ihre Bauwerft Nobiskrug in Kiel verlassen und „segelt“ nun nach Angaben des Sprechers von Eigner Andrej Melnitschenko in Richtung Südspanien. Der russische Milliardär war bei der Übergabe durch die Werft in Kiel nicht anwesend – er will seine Yacht an einem nicht näher genannten Ort in Südspanien übernehmen. 

Die Superyacht galt während ihrer gesamten Bau- und Testphase mit 143 Metern Länge noch als größte Segelyacht der Welt. Mittlerweile wurde allerdings bekannt, dass sie „lediglich“ als Motoryacht mit Hilfsbesegelung klassifiziert wurde (SR berichtete).

Sailing Yacht A, Übergabe

Ansicht des 25 Meter breiten Hecks © Wiki karlehorn

Die von Experten auf ca. 400 Millionen Dollar geschätzte Superyacht muss bei ihrer Reise gen Südeuropa auf die Abkürzung durch den Nord-Ostsee-Kanal verzichten, da ihre 90-Meter-Kohlefaser-Masten unter keiner der zu unterfahrenen Brücken passen würden. Deshalb nimmt der Kapitän der „Sailing Yacht A“ nun zunächst Kurs auf das Fahrwasser Drogden im Öresund, wird Dänemark umrunden, sich in die Perlenschnur der dicken Pötte auf dem Weg durch den Ärmelkanal einreihen um schließlich Kurs Süd zu nehmen. 

Bei ihrem ersten Törn dürften bereits einige wichtige Tests auf dem Programm stehen: Schafft sie tatsächlich die errechnete Geschwindigkeit von bis zu 21 Knoten unter Segeln? 3.700 Quadratmeter Segelfläche erscheinen hierbei auf den ersten Blick ausreichend, doch bei 12.000 BRZ, die zu bewegen wären, könnte es durchaus passieren, dass man häufiger als gedacht die zwei 4.300 kW starken Elektromotoren zum „Anschubsen“ bemühen muss. für die Stromerzeugung stehen zwei Dieselaggregate mit zusammen knapp 10.000 PS zur Verfügung. 

Ob auf dieser Fahrt das angeblich auch an Bord befindliche Mini-U-Boot getestet wird, wurde nicht bekannt…

Sailing Yacht A, Übergabe

Bescheidenes Wetter bei der bisher teuersten Segelyacht aller Zeiten © Wiki karlehorn

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10 Kommentare zu „Sailing Yacht A: In See gestochen – Eigner übernimmt 400-Millionen-Dollar-Yacht in Südspanien“

  1. avatar Fastnetwinner sagt:

    Ein komplette Beleidigung für’s Auge. Aber das sind andere Motorsegler (=> LM) ja auch.

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    • avatar Jörg Gosche sagt:

      Das Ding mit ´ner LM zu vergleichen ist witzig … könnte jedoch
      den einen oder anderen Eigner beleidigen.

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      • avatar Andreas Borrink sagt:

        Hab’ ich auch gedacht, Jörg…..die schönen LM’s…….so wertstabil, gediegen und speziell!
        Das design ist eher schwacch, Philipp. Bleib lieber bei Citruspressen, die einem die Klamotten versauen und Teekesseln, an denen man sich die Pfoten verbrennt!

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  2. avatar crisch sagt:

    Imposant wegen der Ausmaße, aber ansonsten ziemlich schlimmes Design.

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  3. avatar Skipper 56 sagt:

    Meganomanie wie es hässlicher nicht mehr geht

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  4. avatar Kugelfisch sagt:

    Sieht irgendwie aus wie ein Gefangenentransporter aus einem schlechten Endzeit-B-Movie.

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  5. avatar eku sagt:

    Ihr habt ja alle so recht! …
    Am meisten muss ich jetzt aber an die Überführungscrew denken …
    Die Kiste muss jetzt ohne einen auch nur kleinsten Makel nach Südspanien. Da möchte ich noch nicht mal als 20te Deckhand an Bord sein. (würfeln in der Freiwache is da nicht – gibt Dellen im Lack vom Tisch)

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  6. avatar Lyr sagt:

    muss ganz schön dunkel innen drin sein oder? Würde ja gern mal reinschauen…

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  7. avatar Manfred sagt:

    Ich habe das Gefühl das sind schusssichere Wände da bis zum Heck. Schaut euch mal Foto 2 an und denkt euch den Teil der “Wand” von der hellen Linie vom Heck bis kurz vor den 2. Mast weg. Dahinter sind sicherlich nette Aufbauten/Decks, die die Yacht mit einem umlaufendem Laufdeck ganz nett aussehen lassen. Ausserdem verbessert sich der Ausblick aus den Kabinen hinter den “schusssicheren Wänden” enorm.

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  8. avatar Jörg Gosche sagt:

    Sieht aus wie ein Autotransporter im Sinkflug …..
    Was Herreshoff dazu wohl zum Mastentrimm gesagt hätte?

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