Salona Yachts stellt S460 vor – Premiere für Oktober 2020 geplant

Neues Flaggschiff

Nachdem es einige Jahre sehr ruhig um die kroatische Werft Salona bestellt war, überrascht sie nun mit einem neuen Flaggschiff.

Die Salona 460 soll das obere Ende der Modellrange der Werft bilden. Foto: Salona Yachts

Der Entwurf der Salona 460, die in dieser Funktion die Salona 44 ablöst, kommt wie gewohnt von J & J, einem für die Entwicklung vieler formschöner und schneller Performance-Cruiser bekanntem Designbüro, das von den slowenischen Brüdern Japec und Jernej Jakopin geleitet wird. Schaut man sich das flache Unterwasserschiff an, dazu die schlanke Kielfinne mit der sehr spitz zulaufenden, angehängten Bombe und das elliptisch geformte, tief reichende Ruderblatt, ist die Aufgabenstellung klar. Dieses Schiff soll schnell segeln, nicht nur, aber auch. Dasselbe sagt die Fertigungsweise, denn produziert wird unter Zuhilfenahme des Vakuum-Infusions-Verfahrens und der Verwendung von Vinylesterharz. Das gilt sowohl für den Rumpf als auch für das Deck. Um die Rumpf-Steifigkeit zu erhöhen und eine solide Verankerung des Kiels zu ermöglichen sowie gleichzeitig eine robuste Auflage für den Mast zu schaffen, erhält der Rumpf eine Versteifung durch einen Rahmen aus galvanisiertem Stahl.

Deckslayout

Foto: Salona Yachts

Cockpitdesign und Decksausrüstung sind kompatibel für beides: racen und relaxen. Der Rudergänger hat seinen eigenen, mit zwei Rädern ausgestatteten Bereich, in dem er sich aufs Steuern konzentriert. Die Crew sitzt und arbeitet im Gästecockpit. Auf den breiten Sülls sind jeweils zwei Winschenpaare für die Schoten platziert. Fallen und Strecker werden nach achtern ins Cockpit umgelenkt und laufen auf Winschen zu, die oben auf dem Kajütdach sitzen. Damit ist klar, dass das Segelhandling Aufgabe der Mannschaft ist. Die Standardbesegelung besteht aus Rollgenua und durchgelattetem Großsegel. Nach getaner Arbeit kann es sich die Crew auf den Cockpitbänken bequem machen. Alternativ lässt sich auf dem Vordeck eine Liegewiese aufschlagen, denn das ist frei von Beschlägen und mit einer plan verlegten Luke versehen.

Unter Deck

Ohne Frage bietet der Unter-Deck-Bereich die komfortabelste Alternative. Egal ob im Drei- oder Vier-Kabinen-Layout ausgebaut, präsentiert sie eine wohnliche Einrichtung, die zum Entspannen einlädt. Besonders großzügig dimensioniert ist die Eigner-Kajüte, wenn nur drei Schlafkammern eingebaut werden. Dann gehört das gesamte Vorschiff dem Skipperpaar, samt En-Suite-Bad, kleinem Büro-Bereich und Extra-Lese-Ecke. Letztgenannte Extras entfallen, sofern die vierte Kabine mitbestellt wird. Zwar ist diese nur sehr schmal geschnitten und daher mit Doppelstockbetten ausgestattet, aber sie liegt zwischen Bugkabine und Salon und reduziert die Komfortzone der Vorschiffskabine wieder auf Normalmaß.

Unberührt von den Ausbau-Varianten bleibt der Rest des Interieurs. Im Salon sitzt man sich auf U- und Längsbank gegenüber, wobei die Längsbank auch als Navi-Sitz fungiert. Da der Kartentisch an die Wand der achteren Nasszelle grenzt, arbeitet man mit Blick ins Cockpit. Gekocht wird backbord neben dem Niedergang. Die beiden Achterkajüten verfügen über die obligatorische Grundausstattung: Doppelbetten unter dem Cockpitboden und Kleiderschränke im Ankleidebereich.

Premiere im Oktober

Die Fertigung von Baunummer eins ist bereits so weit fortgeschritten, dass der Termin für die Premierenfeier auf Anfang Oktober gelegt werden konnte. Sie soll im Rahmen der Genua-Boatshow stattfinden, die vom 1. bis zum 6. Oktober 2020 läuft.

Technische Daten

Konstruktion: J & J Design / Salona Design
Lüa: 14,14 m
Rumpflänge: 13,50 m
LWL: 12,23 m
Breite: 4,20 m
Tiefgang: 2,44 m
Verdrängung: 9,8 t
Groß: 64 m²
Rollgenua: 45
Preis: ab 259.000 Euro, ohne MwSt.
Werft: www.salonayachts.com

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