Segeln in Dänemark: NDR-Bericht spricht von Verbot – Es gibt aber auch Optimisten

Deutsche Segler weiter unerwünscht?

Ab 15. Juni sind die Grenzen nach Dänemark für deutsche Urlauber unter bestimmten Bedingungen wieder geöffnet. Gilt das auch für Segler? Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen.

Der Yachthafen Fahrensodde. Von Dänen und Deutschen gemeinsam benutzt. (Bild klicken für Video) © NDR

Wer als Deutscher in Dänemark ein Ferienhaus mietet, darf ab Mitte Juni in das Land einreisen –  sofern er mindestens sechs Nächte im Land bleibt und er sich nicht in einem Ballungsgebiet wie Kopenhagen aufhält. Diese Lockerung der Corona-Einreisebeschränkung im Nachbarland vom 29. Mai macht auch Segler hellhörig. Gilt das auch für Segler? Wird man auch mit dem Adenauer am Heck wieder in den Häfen empfangen?

Der jüngste NRD-Bericht lässt das nicht vermuten. Deutsche Segler bleiben “weiter unerwünscht”, heißt es dort. Und die Überschrift: “Dänemark: Verbot für deutsche Segler”.

Keine ausdrückliche Bestätigung

Aber die gewöhnlich gut informierten Anwälte von Yacht-Recht.de sehen die Situation an der Ostseeküste dann doch etwas optimistischer. In einem Facebook-Post erklären sie: “Wir haben noch keine ausdrückliche Bestätigung, dass diese Einreisemöglichkeit auch für Wassersporttouristen gilt und nicht nur für Mieter von Sommerhäusern. Die bisherigen Verlautbarungen scheinen aber so zu sein.”

Immerhin benutze das dänische Außenministerium die Worte „Übernachtungen“, „Aufenthalt“ und beschränke damit die Regelungen nicht alleine auf Sommerhäuser. Aber es werde doch von „verbindlicher Buchung“ gesprochen. Nach Rücksprache mit dänischen Hafenbetreiber gingen diese davon aus, dass sie ihre Liegeplätze durchaus für deutsche Segler öffnen können, wenn es denn analog zu den Ferienhäusern eben eine solche verbindliche Buchung gäbe.

Das würde dem NDR-Bericht widersprechen. Was nun also?
Die Ostseesegler hoffen, dass es bis zur neuen Regelung am 15. Juni Klarheit über die Interpretation gibt. Wenn sich die optimistische Sichtweise der Lockerungen bestätigt, hat das entscheidende Auswirkungen auf die Planung des Sommer-Segelurlaubs. Die zurzeit eher niedrigen Corona-Infektionszahlen in Dänemark und Deutschland könnten eine weitere Entspannung möglich machen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

6 Kommentare zu „Segeln in Dänemark: NDR-Bericht spricht von Verbot – Es gibt aber auch Optimisten“

  1. avatar Dr. Stephan Lunau sagt:

    Es ist wirklich unglaublich, daß auch die dänischen Behörden sich in derartigen Übermaßregelungen üben.
    Die Vorausbuchung von Liegeplätzen hat mit absoluter Sicherheit keinerlei postiven Effekt in Sachen Eindämmung der Covid-19 Pandemie (oder auch anderer Infektionskrankheiten). Die dazu notwendige Infrastruktur und auch das notwendige Personal existieren in nahezu keinem dänischen Hafen (und auch nicht in deutschen Häfen).
    Bekanntermaßen werden i.d.R. die Namen der Schiffe sowie Heimathafen und Nationalität beim Bezahlen des Liegegeldes erfaßt. Das sollte neben einer evtl. Erfassung von Tel.Nr. und email Adresse ausreichen, um evtl. Infektionsketten nachzuverfolgen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 3

    • avatar Ralf Krich sagt:

      Sorry aber da scheint jemand lange nicht mehr in DK gesegelt zu sein. Dort erfasst niemand Schiffsnamen oder Familiennamen. Man bezahlt am Automaten und bekommt einen Aufkleber der nur das Datum erfasst. Wenn also der Hafenmeister sich nicht die Mühe macht das anschließend zu erfassen, erklärt es leider die Situation, denn die Zeit der bezahlten Hafenmeisterstunden sinkt unter dem Danebro seit Jahren und weil die das nicht ändern wollen, sperren sie lieber die ohnehin nicht so beliebten Deutschen aus

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    • avatar Ralf Krich sagt:

      Sorry da scheint jemand lange nicht mehr in DK gesegelt zu sein.Da nimmt niemand Schiffsnamen oder Familiennamen auf. Man bezahlt am Automaten und bekommt einen Aufkleber der nur das Datum erfasst. Wenn also der Hafenmeister sich nicht die Mühe macht das anschließend zu erfassen, erklärt es leider die Situation, denn die Zeit der bezahlten Hafenmeisterstunden sinkt unter dem Danebro seit Jahren und weil die das nicht ändern wollen, sperren sie lieber die ohnehin nicht so beliebten Deutschen aus

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  2. avatar Jacob Bakker sagt:

    In immer mehr Yachthäfen in DK kann man per App einen Liegeplatz buchen und bezahlen. Damit hat der Hafenmeister alle benötigte Daten, und für uns Segler ist es auch komfortabel.
    Ich bin jedoch gespannt ob ich als niederländischer Staatsbürger mit festem Wohnsitz in der BRD zu meinem Boot ( mit festem Liegeplatz in DK ) zugelassen werde. Müsste eigentlich klappen, aber kann nur hoffen das es die Kontroleure auch so sehen…

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  3. avatar Na Pu sagt:

    Dann meidet man Dänemark eben und kündigt im Deutschland lebenden Dänen die Freunschaft.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 0 Daumen runter 11

  4. Wo soll es Probleme geben ? Die Segler kommen doch kaum mit der Bevölkerung in Kontakt. Sie gehen zum Beispiel in Fynshav nur in die Brugsen und segeln dann weiter. Die Dänen haben keine Probleme mit den Deutschen, denn auch sie wollen wieder nach Flensburg zum Einkaufen. Hold Afstand dann geht alles klar.
    Auch Niederländer werden keine Probleme haben

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