Sicherheit: Gefahr durch Schiffsschrauben – Gesetz verlangt Propellerschutz für Coachboote

Ryan’s Law

Der 12-jährige Segelschüler Ryan Weiss kam vor einem Jahr in New York beim Kentertraining ums Leben. Seine Eltern haben nun ein Gesetz erwirkt, das solch ein Unglück verhindern soll. Könnte es auch hierzulande Sinn machen?

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Carsten Kemmling

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7 Kommentare zu „Sicherheit: Gefahr durch Schiffsschrauben – Gesetz verlangt Propellerschutz für Coachboote“

  1. avatar Yo sagt:

    Das macht total Sinn !
    ich habe leider einmal live in einer Segelschule miterlebt wie eine Personsn von einem Schlauchboot schwer verletzt wurde. Das war bei einem Rettungsmanöver in einer unerwarteten Sturmfront, für die Segllehrer sicher ein Ausnahmezustand und schwierige Situation, da sich mehrere Segler + Boote gleichzeitig in ‘Seenot’ befanden.
    Zum Glück war die Verletzung damals nicht tötlich, aber hatte doch erhebliche Folgen. Mit einem Propellerschutz wäre wahrscheinlich (fast) nichts passiert, vielleicht nur eine Prellung statt riesige Schnittwunden…
    Ich persönlich wäre dafür das sogar nicht nur auf Kinder- + Jugend-Trainings zu beschränken, sondern auch für sonstige Trainings oder Segelschulen als Masstab zu nehmen.
    Bin gespannt was ihr darüber denkt.
    Grüsse, Yo

  2. avatar Axl sagt:

    Ich persönlich würde das für JEDE Schiffschraube empfehlen. Der Käfig schützt nicht nur vor Verletzungen, sondern auch die Schraube selbst. Aufklärungsarbeit ist dann aber nötig, ob oder inwieweit der Schutz das Bootshandling beeinträchtigt.

  3. avatar Fastnerwinner sagt:

    Haben wir auf 3 von 4 Optigruppen-Ribs seit langem. Man verliert 3-4 Knoten Speed und gewinnt “1000 Knoten” Sicherheit.

  4. avatar Detlef sagt:

    Klingt absolut sinnvoll, oder zweiter Blick von mir geht immer nervös nach hinten und zu den Seiten und öfter als auf jede Segelfrage schärfen wir auch das Bewusstsein der Kids zu dieser Gefahr. Lokal könnte bei uns das Problem entstehen, dass man ab Sommer angesichts der Wasser-Verkrautung möglicherweise kaum noch vorwärts kommt (Speed ist uns eh egal)

  5. avatar Peter K. sagt:

    Darf man auch ganz ohne Gesetz montieren! Haben wir im Verein am Begleitboot auch schon gemacht. Keine negative Beeinflussung des Fahrverhaltens. Aber sehr beruhigend für alle Verantwortlichen.

  6. avatar Manfred sagt:

    Der Propellerschutz ist, wie schon das Wort sagt, ein Propellerschutz. Versuche in England haben ergeben, dass durch den Propellerschutz auch Tampen oder Körperteile angesaugt werden können.
    Zitat:
    In the UK nearly all training organizations have removed these guards, as if alongside someone in the water and they are hit by a moving propeller with no guard, they will in all likelihood suffer a very nasty injury, but the forces involved will actually throw the bit of body struck, away from the propeller.

    However, if there is a guard fitted there is a high possibility that arm or leg/foot will get dragged between the guard and the propeller, this will then continue to draw in the limb, with no way of escape from the thrashing blades, causing vicious probably fatal injuries – rather like a meat mincer!

    If safety is the major concern, then only a water jet drive will guarantee no propeller injuries!
    – David Evans
    Zitatende.

    Ein zusätzlicher Schutz dagegen, vor dem Propeller angebracht verschlechtert das Fahrverhalten so sehr, dass im Notfall das RIB nicht schnell genug an die zu rettende Person gefahren werden kann. Ich will hiermit nicht grundsätzlich gegen “Propguards” sprechen, es gibt ja auch, wie oben zu lesen, sehr positive Erfahrungen, vielleicht auch rein psychologische Beruhigung.

    Das WICHTIGSTE ist und bleibt die Schulung der RIB Fahrer. Aller im Club autorisierten RIB Fahrer. Bei Annäherung Notstop ziehen oder verbindlich den Leerlauf einlegen, der in keinem Fall, bei Berührung, selbst rausspringen darf. (Schaltung hin-und wieder überprüfen). Bei Personen, auf dem Schlauch sitzend oder im Stand befindlich, immer sanft anfahren, bzw. Warnung aussprechen.

    • avatar Andreas Borrink sagt:

      Besser ein Propellerschutz, der noch einen Arm durchlässt, als gar keiner. Der Schutz an unseren MoBos würde einen massiven Schaden verhindern; klar, irgendwie schafft man auch damit schwere Verletzungen. Aber ein katastrophaler Vollkontakt mit Kopf oder Rumpf ist ausgeschlossen. Den Vergleich mit einem Fleischwolf (“meat mincer”) finde ich übrigens ausgesprochen geschmacklos.

      Und klar, Schulung ist unerläßlich. Nur wirklich qualifizierte Fahrer sollten Motorboote an die Hand bekommen. Da hilft unser SpoBo übrigens nun so gar nicht….den kriegt jeder Hirsel.

      Zum Thema Leistung: Alle mir bekannten Rettungs- und Trainingsboote sind tendenziell übermotorisiert. Was muss ich auf einem Binnenrevier 30kn fahren oder so beschleunigen, dass einer hinten rausfällt? Ich glaube, diese Diskussion ist von “Hebel-auf-denTisch” Fans bestimmt, die am Mobofahren irgendwie Spaß haben…..

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