Skistar Angel Collinson: Karriere über Bord geworfen, um an Bord zu gehen

"Noch nie so glücklich"

Angel Collinson (32) ist eine der erfolgreichsten Big-Mountain-Skifahrerinnen ihrer Generation. Die Freeskiing-Spezialistin aus Utah lebt von Sponsorenverträgen und Action-Skifilmen. Sie befindet sich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Dann, wie aus dem Nichts, der radikale Wandel. Collins beendet ihre Karriere, kauft eine Segelyacht und lebt seitdem darauf. Wie ist es dazu gekommen?

 

Collinson wächst in Utah auf, mitten in den Rocky Mountains. Kein Wunder, dass sie dem  Skisport verfällt. Erst fährt sie Skirennen, dann wechselt sie zum Extremsport. Big-Mountain-Freeskiing nennt sich die Disziplin, bei der sich die Athleten die steilsten und unberührtesten Berge suchen, um an atemberaubenden Abhängen ihr Können zu zeigen und ihre Angst zu überwinden.

Collison ist eine der besten Big-Mountain-Skifahrerinnen der Welt und hat fast alle wichtigen Auszeichnungen erhalten: Zweimal gewann sie die prestigeträchtige „Freeride World Tour“, schaffte es auf auf die Titelseiten von Zeitschriften und gewann als erste Frau den begehrten „Line of the Year“-Award des Powder-Magazins.

So war Angel Collinson bisher unterwegs. © North Face VÖLKL

Die Karriere läuft reibungslos. Sponsoren wie Red Bull unterstützen sie. Ihr Leben ist geprägt von dem konstanten Drang, besser zu werden. Irgendwann stellt sie fest, dass sie Ski fährt, weil sie gut ist und nicht mehr weil es Spaß macht.

An einem Tag im April 2019 ändert sich ihr Leben. Am Morgen schreibt sie aus einer Intuition heraus ihre Lebensziele nieder. Sie will eine Immobilie kaufen, sich selbst lieben und öfter tanzen. Und sie will die Welt umsegeln. Sie hat absolut keine Ahnung, woher der letzte Satz stammt, doch es fühlt sich richtig an – was auf der Liste fehlt: Skifahren.

Neuer Blick auf die Welt. Höhenangst hat Collinson nicht. © Angel Collinson

Im weiteren Verlauf des Tages ist ein Videodreh in den Bergen von Alaska angesetzt. Bei einer technisch anspruchsvollen extrem steilen Strecke verliert sie die Kontrolle. Gut 300 Meter stürzt sie, überschlägt sich – die Skier lösen sich nicht aus der Bindung.

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