Spindrift Racing: 40-Meter-Maxi-Trimaran kollidiert mit Container, Ruder gebrochen

Mit 25 Knoten gegen Container

Yann Guichard kurz nach der Kollision mit ersten Info von Bord

Eigentlich sollte die Atlantiküberquerung ein Rekordversuch werden. Doch zuerst spielte das Wetter nicht mit und schließlich passierte „ein kleiner Zwischenfall.“

Mehr als zwei Monate warteten Yann Guichard und Donna Bertarelli in New York mit ihrer „Spindrift Racing“ vergeblich auf ein geeignetes Wetterfenster, um den West-Ost-Transatlantik-Geschwindigkeitsrekord (Nordatlantik: New York – Cap Lizard) zu brechen.

Der Maxi-Trimaran war zwischenzeitlich auf Einhand-Betrieb umgestellt worden  – Yann Guichard will mit dem Monster an der Einhand-Transatlantik-Regatta Route du Rhum teilnehmen – und die Hin- und Rückpassagen über den „großen Teich“ dienten in erster Linie als Testfahrten, ob die Umbaumaßnahmen auch tatsächlich den Erwartungen entsprechen würden. „Und wenn dabei noch ein Rekord möglich ist, umso besser!“ schreibt Donna Bertarelli auf ihrer Spindrift-Racing-Website.

Nicht ganz klar, aus welcher Perspektive das aufgenommen wurde, aber dafür authentisch! © spindrift

Nicht ganz klar, aus welcher Perspektive das aufgenommen wurde, aber dafür authentisch! © spindrift

Doch nach 60 Tagen wurde die Wetter-Warterei abgebrochen, die Zeit drängte, das Spindrift-Monster sollte (mit vollständiger Crew) wieder nach Europa gebracht werden, wo Anfang November die Route du Rhum vor St.Malo starten wird.

Am Montag Abend krachte der Maxi-Trimaran bei 25 Knoten Geschwindigkeit in einen schwimmenden Container. Dabei brach das Steuerbord-Ruder glatt ab. Noch auf See vorgenommene, erste Untersuchungen am Unterwasserschiff des Rumpfes und am Steuerbord-Schwimmer ergaben, dass die „Spindrift“ offenbar keine Strukturschäden davongetragen hat. Der 40-Meter-Tri konnte mit den verbleibenden Rudern bei deutlich reduzierter Geschwindigkeit weiter segeln.

Gestern lief der Trimaran Horta auf den Azoren an, wo heute bereits ein neues Ruder eingesetzt wird.

Schön, wenn die nötigen „Gelder vorhanden“ sind: Noch von See aus gab Yann Guichard dem Spindrift-Technikteam an Land Anweisung, das 3,50 m lange Ersatzruder mit einer speziellen Cargo-Expressmaschine auf die Azoren zu fliegen.

Yann Guichard spricht im Video-Gruß von Bord, direkt nach der Kollision von einem “kleinen, äh eigentlich doch ziemlich großen Zwischenfall”. Wie ursprünglich geplant, will der Skipper die Strecke zwischen den Azoren und Frankreich einhand bestreiten – als kleines Training für die anstehende Solo-Atlantiküberquerung.

Kurzes Video über den Versand des Ruders

 

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Michael Kunst

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