SR-Interview: Michael Illbruck über den neuen Job als Yacht-Club-Costa-Smeralda-Kommodore

"Hoffentlich passiert da nix"

Ein Deutscher führt neuerdings den wichtigsten italienischen Segelverein YCCS? Die Meldung sorgt für Aufsehen. Michael Illbruck erklärt bei SegelReporter, wie es dazu gekommen ist.

Michael Illbruck (60) ließ es sich beim Sailing Champions League Finale nicht nehmen, das Geschehen direkt vom Startboot aus zu verfolgen. So interpretiert er seinen neuen Aufgabenbereich als Kommodore beim Yacht Club Costa Smeralda, einem der renommiertesten Segelvereine der Welt.

Im SR-Interview macht der Volvo-Ocean-Race-Sieger von 2002 aber klar, dass sich seine Position insbesondere auf die sportlichen Belange bezieht. Da wolle der Verein wieder mehr zurück zu den Wurzeln kommen.

J/70 gekauft

Deshalb passt ihm die Sailing Champions League bestens ins Konzept. Auch persönlich. Denn der gebürtige Leverkusener hat nach seinem Melges-20-WM-Sieg vor vier Jahren mit John Kostecki wieder kleine Boote lieben gelernt. Die J/70 hat es ihm angetan. Er segelte das Schiff, das auch in der Liga eingesetzt wird, schon intensiv in Florida, und will 2021 unter anderem bei der um ein Jahr verschobenen Europameisterschaft in Kopenhagen antreten.

Zur 2020-EM meldete sein Team zu spät und stand nur auf der Nachrücker-Liste. Im nächsten Jahr soll es aber passen, wenn Corona keinen Strich durch die Rechnung macht. Für das Segeln in der neuen Klasse habe er sich schon viel von den Champions League-Teilnehmern abgucken können.

Das Young Azzurra Team mit dem Persico 69F am Gardasee. © 69F Studio Borlenghi

Illbruck liegt mit seinem Verein besonders aber auch ein neues Projekt am Herzen. Er unterstützte die Meldung eines jungen YCCS-Teams beim inzwischen abgesagten Youth America’s Cup. Als Trainingsboot wurde ein Persico 69F drei-Mann-Foiler gekauft und Illbruck hat das Schiff schon selber am Gardasee getestet.

Beindruckender America’s Cup

Das Volvo Ocean Race verfolgt er zwar nicht mehr mit besonders großem Interesse, aber den America’s Cup. Durch die enge Beziehung zu Neuseeland – zum Pinta-Team, das er durch wöchentliche ZOOM-Calls zusammenhält gehören zahlreiche Kiwis – habe er viel Wissen über die aktuelle Leistungsfähigkeit der neuen Cupper sammeln können und findet sie sehr beeindruckend.

Aber er mahnt auch: “Hoffentlich passiert da nix.” Dennoch findet Illbruck die Foiler-Szene insgesamt sehr spannend. Deshalb fühlt er sich mit den kleinen 69F-Foilern, einem der ersten Projekte, das er in seiner neuen Aufgabe anschieben konnte, sehr wohl.

Das Ziel des Yachtclubs Costa Smeralda formuliert er so: “Wir sind stolz darauf, dass der YCCS mit seinen Ressourcen in der Lage ist, ein Projekt dieser Art zu begleiten. Es soll begeisterten und talentierten jungen Seglern ermöglichen, sowohl beruflich als auch persönlich in die Welt des Segelsports hineinzuwachsen.”

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

Ein Kommentar „SR-Interview: Michael Illbruck über den neuen Job als Yacht-Club-Costa-Smeralda-Kommodore“

  1. avatar H. Hansen sagt:

    Was ist das denn für ein unprofessionalles Interview?! Ein Reporter, der dem Befragten die ganze Zeit reinquatscht und Antworten in den Mund legt. Echt unter Eurem Niveau! Journalistisch wirklich mies.

    VG, ein eigentlich treuer Leser Eurer Seite.

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *