Stromausfall: Segelyacht hängt in Überwasser-Leitung – Licht aus auf den Keys

Blackout

28.000 Menschen waren auf den Florida Keys ohne Strom als sich eine Segelyacht mit ihrem Rigg in der Leitung verfing.

Stromleitung, Segelyacht

Die Segelyacht hängt in der Stromleitung. © Keys Energy Services

Stromausfälle sind in den USA nichts Besonderes. Schließlich verlaufen vier Fünftel der Stromleitung oberirdisch und sind extrem verwundbar bei Naturkatastrophen. Allein Hurrikan Harvey schnitt in Texas mehr als eine Million Haushalte für Tage von der Stromzufuhr ab.

Der jüngste Fall auf den Florida Keys ist allerdings für die leidgeprüften Amerikaner doch ungewöhnlich. In 28.000 Haushalten ging plötzlich das Licht aus, ohne dass ein Wirbelsturm über das Land fegte.

 

Der Grund war diesmal eine Segelyacht. Der Energieversorger Keys Energy Services meldete sich mit einem Bild bei seiner Kundschaft. Darauf ist zu sehen, wie eine Segelyacht mit ihrem Rigg in einer Stromleitung hängt.

Wie es genau zu dem Vorfall 12 Meilen südlich von Tavernier auf der Hauptinsel Key Largo gekommen ist, wurde nicht bekannt gemacht. Aber es ist erstaunlich, wie frei zugänglich die Strommasten offenbar im Wasser stehen. Der Crew und dem Boot soll nichts passiert sein. Es wurde schließlich von Rettungsbooten freigeschleppt.

Warum US-Stromleitungen nicht unter Erde liegen

Nicht erst bei diesem Bild stellt sich die Frage, warum es in den USA überhaupt so viele Überland- und offenbar auch Überwasser-Leitungen gibt? Und warum ändert man das nicht, um weitere Schäden zu verhindern? Die Antwort: Es wird schlicht zu teuer. Studien haben ergeben, dass die Kosten für die großflächige Verlegung unter die Erde nicht zu stemmen wären.

Dabei ist besonders das Energiesystem der Florida Keys Inselkette bekannt für seine Fragilität. Es muss allerdings nicht immer eine Segelyacht sein, die für Ausfälle sorgt. Erst im Dezember 2018 ging in Key West für 10 Minuten das Licht aus. Ein Leguan hatte Schäden in einem Umspannwerk verursacht.

 
Spenden

Schreibe einen Kommentar