Sturm-Finale beim Jules-Verne-Rekord: 50 Knoten und 10 Meter Wellen versperren Sodebo den Weg

Angst vor dem „Tiefdruck-Monster“

Drei Tage vor dem mutmaßlichen Ende der Rekordfahrt sieht sich Sodebo der bisher größten Herausforderung gegenüber. Der gesamte Nordatlantik wird von Windböen und extremem Seegang heimgesucht. Die Frauen auf IDEC Sport befinden sich nur noch knapp voraus schon in dieser Zone – und haben gerade ihr Großsegel zerrissen.

Das Großsegel auf IDEC Sport ist in der Mitte gerissen. © Famous Project

Nur noch drei Tage trennen die Crew der Sodebo Ultim von ihrem Ziel, den seit 2017 von IDEC Sport gehaltenen Weltrekord zu brechen. Doch auf dem Weg des Trimarans gibt es noch eine letzte große Hürde. Ein Sturm mit bis zu 50 Knoten Wind und zehn Meter hohem Wellengang versperrt den Weg. Während der Multihull solchen Unbilden durch sein hohes Speedpotenzial normalerweise ausweichen kann, sind die Optionen kurz vor dem Zieleinlauf naturgemäß begrenzt.

Die Karte mit dem Seegang. Die weißen Flächen versprechen 10 Meter Wellenhöhe.

Es führt kein Weg um dieses „Tiefdruck-Monster“, wie es Benjamin Schwartz nennt, herum. Der Rekord muss auf den letzten Meilen schwer erkämpft werden. Es geht darum, nicht noch im letzten Moment zu kentern. Das Routing-Team erwartet den Zieleinlauf zwischen Samstag, dem 24. Januar, und Sonntag, dem 25. Januar.

Thomas Coville bewaffnet mit der Klebepistole – vor dem Sturm. © Sodebo

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