Surfen mit Board und Wellen nach wie vor Kult

Es muss nicht immer Biarritz sein...

Es gibt kein Halten mehr, die Wellen sind perfek. Der Sprint über den Strand verkürzt die Zeit bis die erste Welle abgesurft wird © Cold Hawaii

Es gibt kein Halten mehr, die Wellen sind perfek. Der Sprint über den Strand verkürzt die Zeit bis die erste Welle abgesurft wird © Cold Hawaii PWA World Cup

Immer mehr Segler haben auch ein Board Zuhause stehen, ein Surfboard – der Vorreiter des Windsurfens, des Kiteboardens, des SUPens. Aber wo vor der Haustür surfen gehen?

Bisher war das Surfen in den Wellen mit viel Reiserei verbunden: in die Bretagne, nach Biarritz, Spanien, Portugal, Kanarische Inseln. Keine gute Voraussetzung für die Verbreitung eines sonst “sau-coolen” Sportes in Deutschland.

Der stete Zulauf der Wellenreiter hält trotzdem über die letzten Jahre weiter an. In Deutschland wird aller Ortens ausprobiert, wo es möglich ist. Der Eisbach der Isar in München ist ein Begriff, auf Flüssen mit Hochwasser wird gesurft. Dann gibt es die stehenden Wellen, das Indoor Surfen. Aber das wahre Surfen direkt oder quasi direkt vor der Haustür zu praktizieren, das ist was der Surfer gerne möchte.

Dieses Warten auf die perfekte Welle, diese meditative Komponente ausleben, mit drei, vier energischen Armschlägen die Welle zu fassen bekommen, aufspringen und wie in einem Rausch die Welle balancierend hinabgleiten. Das Board, die Welle und ICH. Großes Abhängigkeitspotential !

Auch die PWA Windsurf-Profis freuen sich über einen perfekten Surftag © Cold Hawaii PWA World Cup

Auch die PWA Windsurf-Profis freuen sich über einen perfekten Surftag © Cold Hawaii PWA World Cup

In Norddeutschland geht es mehr schlecht als recht, es muss schon vieles zusammenpassen: Auf den verschiedenen Nordseeinseln, allen voran Sylt, geht immer mal was. Da gibt es eine Hamburger Clique, die sich am Bahnhof HH-Altona gemeinsam in den Zug setzt, nach Westerland auf Sylt fährt, dort 4 Stunden surft und  abends wieder zurück – mit verklärtem Hang-loose Blick versteht sich. Auch bei Oststurm trifft man sich in der Lübecker Bucht bei Timmendorf oder Niendorf, meistens im Winter, dick verpackt in warmen Neos. Bestimmt gibt es den einen oder anderen Spot bei Weststurm in Richtung Rügen.

Klitmøller an der dänischen Nordseeküste mit seinen verschiedenen Spots, gut 200 km nördlich der Grenze, zieht alle Norddeutsche Wellenreitfans magisch an. Perfekte Tage mit kapitalen Wellen sind dort häufiger anzutreffen als man denkt.

Die Windsurf-Pros der PWA Tour, die Mitte September für den Cold Hawaii World Cup in Klitmøller zu Gast waren, haben dort dann auch einen solchen perfekten Tag erlebt. Das sehenswerte Vid vermittelt Surferfeeling und erbringt den Beweis, dass es nicht immer Biarritz sein muss.

Eine Komponente fehlt auch in Klitmøller wohl häufig: Sonne und damit Wärme. Dafür gibt es immer bessere Neos.

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Andreas John

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2 Kommentare zu „Surfen mit Board und Wellen nach wie vor Kult“

  1. avatar Honk sagt:

    Jetzt will ich auch wieder hin!!!
    Einmal im Jahr Klitmöller muss sein, aber Letzten Freitag und Samstag ging es auch vor Samoa/Sylt, war sogar noch warm genug für den Shorty ;oP

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  2. avatar Martin sagt:

    Warnemünde profitiert von vorhersagbarer Welle, im festen Takt von den leicht modrigen Fähren aus Gedser erzeugt. 🙂

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