Terra d’Agua-Fernweh: Brasilianer und Kanadierin von der Karibik nach Europa

Lebe Deinen Traum

So muss es sein. Seele baumeln lassen auf der `Netzah´. © Terra d'Agua

So muss es sein. Seele baumeln lassen auf der `Netzah´. © Terra d’Agua

„Lebe Deinen Traum!“ Wie oft wird uns das vorgegeigt? Wie oft liest und hört man die Phrase, wie oft wird darüber der Kopf geschüttelt, die Schulter gezuckt und weiter geht’s im schnöden Alltag. „Lebe Deinen Traum!“ – viele beschäftigen sich aber auch ernsthaft mit dieser Lebensweisheit, schieben und rollen sie vor und zurück, kommen dabei nicht immer weiter oder… machen einfach!

Mal ganz ehrlich: Sind das nicht Menschen, die unser aller Respekt mehr als verdient haben? Diese „Wenn-nicht-jetzt-wann-dann-Typen?“, die sich von nichts beirren lassen, die sich durchsetzen oder auch nicht. Aber immer ihrem Traum treu bleiben, komme was da wolle.

“Sunny side of life”?

Die Kanadierin Claudia Couture und der Brasilianer Tassio Jacques gehören eindeutig zu dieser Kategorie. Sie sind das, was früher als „Reisende unterm Wind“ bezeichnet wurde: Ein junges Paar, das sich mit Jobs über Wasser hält und alles Geld ins Reisen steckt.

Die irgendwann, irgendwo in der Karibik ihr vermeintliches Traumschiff kaufen, dabei übelst betrogen werden, dennoch nicht aufgeben, auf wundersam menschliche Weise durch einen Freund doch zu ihrem Segler kommen, auf und an demselben ohne Pause arbeiten, bis sie schließlich los segeln. Einfach so, mal schauen, wohin.

Sie tingeln durch die Karibik, setzen im Sommer zum ersten Mal in ihrem Leben über den Atlantik, bleiben auf den Azoren „hängen“, lernen Madeira schätzen. Dabei geht eben nicht alles glatt, die beiden müssen dauernd an ihrem Schiff basteln, stehen oft genug keineswegs auf der „sunny side of life“.

 Die etwas anderen Geschichten

Beide sind fasziniert von den Medien Fotografie und Film, beide wollen mit ihrem Projekt „Terra d’Agua“ Geschichten erzählen, andere teilhaben lassen an ihrem gelebten Traum. Und zumindest das Notwendigste damit verdienen, um zu überleben.

Sie stellen einen Teaser-Film ins Netz, bloggen beharrlich, verstehen sich als typische Vertreter der Social-Media-Fraktion und –Generation und erzählen, erzählen, erzählen: Kleine Reportagen mit sozialem Hintergrund, Märchen von Tausendundeiner Karibikinsel,  Stories vom Alltag im vermeintlichen Paradies. Ihr großes Ziel: am Ende ihrer Reise soll ein herausragender Film stehen. Um vielleicht die Basis für all’ die anderen Projekte zu bilden, die da noch folgen sollen.

Logisch, dass auf ihrer Homepage der Begriff „Donate“ ein eigener Menüpunkt ist; ebenso logisch, dass sich ihr diesbezüglicher Erfolg in Grenzen hält. So trudeln die beiden bei ständiger Geldknappheit durch die Karibik, halten sich mit Gelegenheitsjobs buchstäblich über Wasser und genießen ihr einfaches Leben.

Was sich vor allem auf den Fotografien der beiden bemerkbar macht. Natürlichkeit, Realitätsnähe mit dem Hauch von Abenteuer, wunderbar in Szene: Stop – eben NICHT in Szene gesetzt!

Keine(r) räkelt sich auf Wallys

Taru möge es verzeihen, aber der Coolnessfaktor tendiert hier gen Null, Claudio und Tassio erzählen aus einem Leben, das meistens weit weg ist vom Planet der Reichen und Schönen.

Verbringt die „Grande Dame der Langfahrt-Blogs“ einen Nachmittag mit Freunden, dann räkelt sie sich auf Wallys oder an 50m-Pools. Dagegen entdecken Claudia und Tassio an solchen Tagen lieber einen Imker im Dschungel, sind mit den Locals auf Fischfang, springen mit den Jungs akrobatisch vom Pier.

Für alle Träumer, Realisten, Abenteurer und Couchpotatoes ist der Blog Terra d’Agua ein Muss. Prädikat: Besonders klickenswert!

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