Transat Jacques Vabre: Trimaran überschlägt sich – Rettungsaktion im Atlantik

Kopfüber

Beim Transat Jacques Vabre ist der Multi 50 Trimaran “Drekan Group” mit seinen beiden Seglern Eric Defert and Christopher Pratt an Bord gekentert. Eine umfangreiche Rettungsaktion wurde eingeleitet.

Der Notruf ist am Mittwoch um 21:00 Uhr UTC im Regattabüro der Transat Jacques Vabre Regatta eingegangen. Eric Defert und Christopher Pratt haben sich mit ihrem 50 Fuß Trimaran “Drekan Group” 300 Meilen vor dem Erreichen der Azoren überschlagen. Sie segelnten im sechs-Boote-Feld auf Rang fünf etwa 100 Meilen hinter dem führenden Boot.

Nach einem Bericht in französischen Medien war Pratt nach der Kenterung “benommen” und musste von seinem Co-Skipper Defert aus dem Wasser gezogen werden. Er konnte ihn im Hauptrumpf sichern. Dort lösten Defert den Notruf aus und beide Segler zogen ihre Überlebensanzüge an.

Dann warteten sie auf die Rettung die durch den holländischen Frachter “Beautriton” erfolgte. Er befand sich 30 Meilen entfernt und erreichte den Unglücksort in der Dunkelheit. Die Besatzung wartete bis zum Morgen und schickte ein Rettungsboot, das die Crew aufnahm. Sie befinden sich nun auf dem Frachter und fahren Richtung USA. 

Defert erzählt: “Wir segelten vor dem Wind mit einem Reff und kleinem Gennaker. Dann wollten wir den Gennaker einrollen. Ich befand mich unter Deck und Chris oben. Ich bereitete mich vor, ein zweites Reff einzubinden. Plötzlich steckte das Schiff seine Bugspitzen in eine Welle und überschlug sich. Es war eine harte Böe in tiefdunkler Nacht. Aber eigentlich waren wir sehr vorsichtig. Es war ein großer Schock. Man macht sich Vorwürfe. Es ist nicht zu beschreiben.

Unsere Retter sind nacch Mitternacht angekommen. Sie haben uns in der Nacht mit dem Beiboot umkreist und einen tollen Job gemacht. “

 

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Carsten Kemmling

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