Unglück: Sturmgefahr war bei Dauphin Island Regatta bekannt

Warnung in den Wind geschlagen

Die Tragödie bei der Dauphin Island Regatta hat wohl sechs Menschen das Leben gekostet. Offenbar wurde das Rennen trotz deutlicher Warnungen gestartet.

Dauphin Island Regatta Storm

Das Wetter-Bild vor dem Start zur Dauphin Island Regatta.

Vier Tage nach dem Unglück auf der Mobile Bay in Alabama ist ein drittes Opfer gefunden worden. Drei Segler werden noch vermisst. Die offizielle Suche wird Donnerstag Abend abgebrochen. Freiwillige Organisationen suchen weiter.

Zuvor wurde gerätselt, wie der Sturm die Segler so scheinbar unvorbereitet treffen konnte. Aber Meteorologen sagen, dass es durchaus deutliche Warnungen vor Winden mit Hurrikan-Stärke in den Wetterberichten gegeben hat.

Startverschiebung wegen Missverständnis

Der Fairhope Yacht Club hatte auf der Website auch eine Startverschiebung für die 476 Segler auf 117 Booten signalisiert. Aber ein Offizieller sagte, dass der Grund dafür ein Missverständnis mit dem Website-Beauftragten war, nicht aber die Sturmwarnung.

Die Organisatoren gingen offenbar davon aus, dass sich die Teilnehmer selber über die potenzielle Gefahr informieren. Viel sehr erfahrene Segler hätten an der Regatta teilgenommen.

Am Tag nach dem Unglück wurde der dramatische Vorfall einer dreiköpfigen Catalina 22 Crew bekannt, die kurz vor der Ziellinie im Chaos des Sturms mit einem größeren Schiff kollidierte.

Zweimal drückte sie der Wind heftig auf die Seite, das Schiff richtete sich aber wieder auf. Dann kam es zum Kontakt mit der zweiten Yacht. Die Crew fiel ins Wasser und konnte nicht von dem Havaristen gerettet werden. Erst eine dritte Yacht sah die Schwimmer nach dem Queren der Ziellinie bei extrem schlechter Sicht und nahm die Segler an Bord.

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https://northsails.com/sailing/de/byt-til-nyt-dag

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