Video Fundstück: Die Abenteuer auf der Segelyacht “Pestilence”

Angst vor Routine

Da ist dieser Traum von der Freiheit auf See. Aber es fehlen Geld und Boot. Moxie macht sich in Florida per Anhalter auf die Suche nach einem Schiff. Er findet einen verrotteten 30 Fußer.

'Pestilence´ passender Name für den etwas anarchistischen Segel-Ansatz und -Untersatz.

Mit Allie, Kirsten und Lisa darf er das Schiff im Hinterhof des Voreigners auf den Törn vorbereiten. Vier Monate schlafen und arbeiten sie in der Scheune und tauschen sich über ihre Ängste aus. Die da wären: Auflaufen, Kollisionen und Routine.

Als es losgehen soll haben sie das Problem, dass ihnen niemand den Mast stellen will. Kein Kranführer lässt sich überreden. Denn die Crew kann keine Versicherung vorweisen geschweige denn ordentliche Ausweise und Papiere.

Schließlich bekommen sie einen Tipp. Im Umfeld des reichen Ft. Lauderdale liegt zurzeit verlassen eine große Edel-Motoryacht. Ihr Dinghy Kran könnte helfen. Eine schöne Zeit für die notorisch unterfinanzierte Crew. Sie duscht und kocht auf der Yacht und stellt schließlich das Rigg kurz bevor sie von einem Aufpasser von Bord geworfen wird.

“Pestilence” schwimmt tatsächlich. Die erste Saison vor Florida, nach der Winterpause dann bis zu den Bahamas. Moxie hatte sich erst dagegen gewehrt, einen teuren Motor einzubauen, handelte den Kompromiss aus. Das Ding kommt nur an Bord, wenn er nicht daran arbeiten müsse.

Beim ersten Abschnitt Richtung Bahamas reißt prompt das Vorstag aus dem Bugbeschlag. Aber die Crew rettet sich in Landnähe, ohne dass der Mast über Bord fällt. Die Reparatur glückt. Die Feuertaufe ist bestanden, danach erfolgt die richtige. Auf dem Weg nach Nassau taufen sie ihre “Pestilence” mit einer gefundenen Champagner-Flasche.

Schließlich geht es weiter bis zur Dominikanischen Republik. Die Crew lässt sich auch von einer Wasserhose nicht stoppen.

Eine ungewöhnliche Abenteuergeschichte, 1:15 Stunden lang, erzählt auf Englisch

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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3 Kommentare zu „Video Fundstück: Die Abenteuer auf der Segelyacht “Pestilence”“

  1. avatar dan sagt:

    In fremde Boote einzudringen finde ich schon mehr als grenzwertig aber eine Goldmakrele zu töten indem man ihr geruhsam den Kopf mit einem Steakmesser abschneidet ist mehr als unnötig.
    Ansonsten ein netter Film der uns Normalos auch mal das andere Extrem neben den Wallys zeigt.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 6

  2. avatar Heini sagt:

    In fremde Boote einzudringen ist einfach nur kriminell und asozial.

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 3

  3. Kriminell? Ja, das ist es wohl. Wer hätte aber in der Situation wiederstehen können, welcher Schaden ist entstanden?

    Hätte sich die Goldmakrele gewünscht, langsam im Netz unter dem Druck von zwei Tonnen Artgenossen erdrückt zu werden, oder mit Glücknach Stunden noch lebend auf dem Förderband zu den Leuten mit den wirklich scharfen Messern befördert zu werden? Ich würde Moxie gerne zeigen, wie man ein Messer schleift. Ansonsten ist die Methode korrekt. Auf den Einsatz der Kurbel hätte ich verzichtet.

    Asozial? Unfug.

    Ich bin ein wenig enttäuscht von den obigen Kommentaren. Zwei tatsächlich fragwürdige Details genügen euch, das ganze Unternehmen und die daran beteiligten Leute zu verurteilen? Schade.

    Ich sehe dieses ‘Abenteuer’ und seine filmische Dokumentation als großartiges Beispiel eines sinnhaften Weges zum Erwachsenwerden. Ich sehe hier vier junge Leute, die sich dem Leben stellen, die sich Gedanken machen, kritisch sind, mutig sind, trotzdem ihre Ängste nicht verleugnen und damit fertig werden. Eine gute Schule.

    ‘Sozialer’ wäre es natürlich, sie würden ihre Zeit mit Horden gleichgeschalteter Langweiler ohne Fantasie und Perspektive auf Flatrateparties beim Komasaufen verbringen. Schon klar.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

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