Vor Gericht: Warum Profi-Segler Piggott verschwunden war

Abgründe

Im November 2019 wurde der Brite Adam Piggott (31) vermisst gemeldet. Erst jetzt ist klar, wo sich der Katamaran-Spezialist befunden hat: In Untersuchungshaft. Er wurde nun zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt.

Adam Piggott bei der Extrem Sailing Series 2017 in Barcelona an Bord des österreichischen Red-Bull-Teams. © Lloyd Images/ Red Bull Content Pool

Adam Piggott war seit vielen Jahren gern beschäftigtes Crewmitglied bei der Extreme Sailing Series, die 2019 nach zwölf Jahren beendet wurde. Er segelte für den Oman, mit Boris Herrmann auf Malizia und zuletzt mit dem Red Bull Racing Team der Österreicher Roman Hagara und Hans Peter Steinacher. Auf den GC32 Katamaranen kannte er sich besonders gut mit dem Trimm der Foils aus. 2018 gewann er mit seinem Vater am Steuer auf einem F18 Katamaran die renommierte Ronde om Texel.

Der Brite aus Harefield bei London bewegte die Segelwelt, als die Polizei in Hampshire eine Suchmeldung veröffentlichte, die in verschiedenen Segelforen geteilt wurde. Piggott sei am 8. November zuletzt in der Innenstadt von Southampton gesehen worden und habe dann ungewöhnlicherweise nicht mehr in Kontakt mit seiner Familie und Freunden gestanden.

Man fand ihn dann schneller als erwartet. In Untersuchungshaft.

Am Freitag wurde sein Fall vor dem Southampton Crown Court verhandelt und entschieden. Piggott muss 13 Monate in Haft. Er wurde von einer Spezialeinheit gefasst, als er im Internet die Bekanntschaft eines 13-jährigen Mädchens machen wollte.

Sein Verteidiger gab gegenüber dem Daily Echo an, Piggott sei “eindeutig ein Mann mit psychischen Gesundheitsproblemen”. Er habe er sich schuldig bekannt.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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