Werften: Varianta 18 nach Produktionsstopp bei Hanse ausverkauft

Begehrtes Auslaufmodell

Vor ein paar Wochen berichtete SR über die Einstellung der Varianta 18-Produktion. Nun hat sich ein Händler die letzten Exemplare gesichert.

Mit großem Tamtam wurde im November 2009 die Varianta 18 als Einstiegsboot präsentiert. Der damalige CEO und Gründer der Hanse Yachts AG, Michael Schmidt, hatte mit dem Boot einiges vor. So wurden “Weltvarianta-Spiele”, Klassenvereinigung und Events rund um die kleinste Dehler angekündigt.

Natürlich versprachen sich deutschlandweit viele Händler – sogenannte “VA-Point-Of-Sale” – gute Geschäfte mit dem Kleinkreuzer. Manche dieser Händler entwarfen und produzierten eigenes Zubehör und richteten ihre gesamte Infrastruktur an der VA 18 aus.

Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand ahnen, dass das Boot nur etwa 4 Jahre später wieder eingestellt wird – trotz guter Verkäufe von immerhin rund 300 Einheiten. Für diese Händler bricht mit dem Ende der 18er ein wichtiges Geschäftsfeld weg.

Einer der aktivsten POS, die Firma FSA am Steinhuder Meer, hat nun reagiert und sich die letzten noch zu bauenden Einheiten gesichert. Somit gilt das Boot ab sofort bei der Hanse Yachts AG als ausverkauft. Laut Händlerkreisen sind bei FSA noch 22 Boote vorrätig.

Geht es weiter?

Messevorstellung der VA in Berlin 2009 © Dehler

Messevorstellung der VA in Berlin 2009
© Dehler

Aber vielleicht ist das definitive Ende des Kleinkreuzers doch noch nicht eingeläutet. Unter den Händlern kursieren Gerüchte, dass die Form zum Verkauf steht. Auch von einem Mindestpreis in Höhe von 60.000 Euro war bereits auf Facebook zu lesen.

Thorben Will, Pressesprecher von Hanse/Dehler wollte das allerdings nicht bestätigen: “Momentan gibt es keine Pläne die Formen zu verkaufen. Wenn jedoch ein hinreichendes Angebot an uns herangetragen wird, würden wir darüber nachdenken!”

 

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7 Kommentare zu „Werften: Varianta 18 nach Produktionsstopp bei Hanse ausverkauft“

  1. avatar SR-Fan sagt:

    “Werften: Varianta 18 nach Produktionsstopp bei Hanse ausverkauft”

    Das ist ja zumindest mal ne “Verzerrung” der Tatsachen, auch wenn es inhaltlich stimmen mag. In Wirklichkeit stehen sie jetzt auf nem anderen Parkplatz und warten dort auf Käufer.

    PS: 60.000 EUR für die Form? Hat die Hanse AG das Geld so dringend nötig? Wer weiß, vielleicht war es ja das Ziel schnell Geld mit der Form aufzutreiben und nicht “langfristig” mit dem Endprodukt 😉

    VG

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  2. avatar friedrich Göing sagt:

    299 verkaufte VA. 18 in 4 Jahren ,dh rund 75 Schiffe pro Jahr verkauft
    SR Fan hat sicherlich noch nicht mitbekommen ,daß diese Schiffe nicht parken ,sondern schwimmen.
    Insofern saubere kaufmännische Arbeit von FSA sich die letzten Einheiten zu sichern.
    Es muß eben immer welche geben , die voran gehen ,anstatt negativ ohne Hintergrundwissen zu urteilen.

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  3. avatar Argonaut sagt:

    Die Varianta einzustellen ist eine echte Tragödie. Hauptsache der Profit stimmt…

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  4. avatar Greifswalder sagt:

    Hanse verkauft Boote direkt nach der Produktion an seine Händler. Doof für die Händler, gut für Hanse. Häufig haben die Händler auch im voraus gekauft.

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    • avatar KlausM sagt:

      tragische Tragödie und komisch für ein Boot das keiner kaufen will

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  5. avatar Christian1968 sagt:

    Bin letztes Jahr zusammen mit der Freundin 2 x auf der Schlei in ‘ner in Schleswig gecharterten VA 18 unterwegs gewesen und das war einfach klasse. Downsizing und ganz nah an allem dran gewesen. Waren wunderbare Tage und die haben wir diesem wirklich kleinen Boot zu verdanken.
    Schade, dass es nicht weiter gebaut wird.

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  6. avatar Rheinischer Bohnapfel sagt:

    Versteh ich nicht.
    75 Stück im Jahr dürften in dieser Kategorie, in der in den letzten Jahren immer wieder ein paar Sternschnuppen aufgetaucht sind, doch ein achtbares Ergebnis sein. Wenn man mit dieser Stückzahl trotzdem kein Geld verdienen kann, wären die Formen doch so gut wie wertlos, zumal die Urheber keine Konkurrenz fürs verbleibende eigene Geschäft aus der Nachproduktion zu erwarten haben (?).

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