Wetter am Mittelmeer: Wasserhose wirbelt durch die Marina

Unheimliche Erscheinung

In der Netsel Marina in Marmaris (Türkei) ist es zu einem aufsehenerregenden Naturphänomen gekommen. Eine Wasserhose jagte durch die Reihen der Yachten und wirbelte Ausrüstungsteile durch die Luft. Zahlreiche Videos zeigen den angsteinflößenden Verlauf.

(Direkter FB-Link)

In den vergangenen Tagen ist es im Mittelmeer vor der türkischen Hafenstadt Marmaris zu extremen Wetterlagen gekommen. Die für ihre großen Charterflotten bekannte Netsel Marina wurde dabei zum Schauplatz eines besonderen Phänomens. Unter dem Einfluss starker Winde und Regenfälle entwickelte sich in der Bucht von Marmaris ein Windwirbel, der über das Wasser auf den beliebten Touristenort zujagte.

Was wie aufsteigender Rauch aussieht, ist der Wirbel des aufsteigenden Wassers.

Zahlreiche Menschen griffen zu ihren Mobiltelefonen, als die Wasserhose auf sie zusteuerte. Schließlich drehte sie in Richtung Hafen ab und bahnte sich einen Weg durch den Mastenwald. Zahlreiche Riggs schlugen gegeneinander, als Yachten schwer krängten, und Ausrüstungsgegenstände flogen durch die Luft.

Wie sich die Wasserhose vor Marmaris bildet.

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5 Antworten zu „Wetter am Mittelmeer: Wasserhose wirbelt durch die Marina“

  1. Andreas Borrink

    sagt:

    Windhosen (Tornados? Wasserhosen? was auch immer….) gab es schon immer.

    In einem warmen Sommer Mitte der 70er habe ich mal – wie so oft – die Schule ausgelassen, habe die „Windy“ (wie passend!) meines Vaters aufgetakelt und bin bei 0,01 Windstärken losgeschippert. Kaum war ich 50m vom Steg entfernt, zog vom Ostufer her eine Windhose über die gesamte Anlage. Sie machte ein Loch ins Wasser, riss reichlich davon hoch und griff nach allen losen Gegenständen (Luks, Persenningen, Pützen etc.), die eine eindrucksvolle Flughöhe erreichten. Und ich werde nie vergessen, dass ich kurzzeitig UNTER den angelupften Congern (die bekanntlich nicht zu den Leichtbauten zählen) hindurch schauen konnte!

    Leider gab es dafür nur wenige Zeugen, die alle inzwischen nichts mehr bezeugen können…….RIP.

    Fazit: Nicht jede kleine Windhose ist es wert, dass eine dem Segelsport verbundene Plattform darüber berichten müsste.

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    1. Windhose

      sagt:

      Immerhin schafft es der Artikel, Dein Interesse so stark zu wecken, dass Du einen langen Kommentar schreibst. Oder wolltest Du einfach nur eine Heldengeschichte loswerden? Die wiederum kaum interessant ist.
      Ich lese solche Artikel hier gerne und möchte das auch in Zukunft. @Segelreporter- bitte weiterhin solche Stories.

  2. jorgo

    sagt:

    Als wir im Herbst 2009 mit unserem Kat in die Mamaris Bucht einliefen konnten wir aus nächster Nähe mehrere Wasserhosen beobachten. Es war gespenstisch und uns blieb nur zu hoffen, dass wir nicht erwischt werden. Die Segel haben wir natürlich ganz schnell geborgen.
    Lokals berichten uns später, dass das dort bei bestimmter Wetterlage ein recht häufiges Phänomen sei.
    Wasserhosen gab es wohl schon immer mal auf dieser Welt. Nur heutzutage wird alles mit dem „Klimawandel“ erklärt.
    Mich interessiert Umweltschutz seid der Schulzeit und dem Engagement in verschiedenen Umweltgruppen. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Menschheit sich masslos überschätzt wenn sie glaubt, dass sie das Klima auf diesem Planeten grundsätzlich ändern kann.
    Die Sonne hat immens viel mehr Energie als wir jemals erzeugen oder auch einsparen können.
    Wenn also der Kosmos entscheidet „es ist wieder Eiszeit“ werden wir kaum dagegen anheizen können …. und umgekehrt.

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    1. Badekappe

      sagt:

      eieiei, das der Klimawandel menschengemacht ist hat selbst die Ölindustrie vor 30 Jahren schon anerkannt.
      Bei jedem Wetterphänomen zu behaupten, dass kommt NUR vom Klimawandel ist natürlich genauso quatsch, wie den menschengemachten Klimawandel zu leugnen, weil es ja „früher auch Eiszeiten gab“.
      Im Artikel wird auch nur darauf hingewiesen, dass wärmeres Wasser solche Phänomene begünstigt, und es durch den Klimawandel eben häufiger wärmes Wasser gibt. So schwer zu verstehen ist das doch nicht!

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      1. jorgo

        sagt:

        Ich leugne den Klimawandel nicht! (Das Wort Klimawandel ist übrigens wertneutral.) Selbstverständlich wandelt sich auf unserem Planeten seit Jahrtausenden stetig das
        Klima: Jedoch eben nicht n u r unter menschlichem Einfluss – und schon gar nicht von Menschen beherrschbar. Falls da Jemand Gegenbeispiele nennen mag? Gerne! ( Ich meine in Bezug auf die Beherrschbarkeit….)

        Ich bin absolut nicht gegen Umweltschutz. Es ist seit vielen Jahrzehnten (genauer: seit Beginn der Industrialisierung) absolut wichtig die Auswirkungen mit zu denken – bei A l l e m was wir tun! – keine Frage.
        Mich nervt nur diese angstbesetzte Hysterie,
        mit welcher das Thema in Dauerschleife bei jeder sich bietenden Gelegenheit bemüht wird.
        So etwas erzeugt schlimmenfalls Ängste und suggeriert bestimmten Bevölkerungsgruppen,
        man könne durch radikale Verhaltensumkehr (welche im Alltag fast aller Menschen völlig unrealistisch ist) kurzfristig wesentlich Einfluss auf das Klima nehmen. Das ist jedoch völliger Humbug.

        Ob in Hamburg eine Tür zu …
        oder in China ein Sack um …. fällt: die Welt dreht sich immer weiter.

        Zurück zum Thema:
        Die Topographie an der türkischen Küste bei Mamaris führt bei bestimmten Wetter-
        und Klimalagen zu Wasserhosen. Die wandern meistens in Ufernähe entlang. Manchmal ist da eine Marina im Wege. Jetzt könnte man ketzerisch fragen ob Die da eigentlich natürlichweise hingehört? Genau! 😉

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