Wetter: Ungewöhnlich frühe Hurrikane – “Alex” im Atlantik, “Pali” im Pazifik

Druck in der Luft

Hurrikan “Alex” im Nordatlantik:


Eigentlich wird der Nordatlantik im Winter von Hurrikans verschont. Aber nun wirbelt es im Atlantik und auch im Pazifik so früh wie nie. Ein Trend?

Gut, dass Boris und Kollegen mit ihren Trimaran Geschossen längst im sicheren Hafen sind. Denn der subtropische Sturm „Alex“, der zurzeit im Nordatlantik wütet, hätte ihnen übel mitspielen können.

Das Ungewöhnliche: So früh im Jahr hat die nordatlantische Hurrikan Saison zuletzt vor 38 Jahren begonnen. Normalerweise fallen solche Stürme im Nordatlantik in die Zeit von Anfang Juni bis Ende November.

Hurrikan Alex

Hurrikan Alex im Nordatlantik.

Diesmal hat 21 Grad warmes Wasser in der Region die kalte Luft im Tief erwärmt und für besondere Labilität gesorgt. Der Sturm soll nördlich ziehen bis zu den Azoren, bevor er sich merklich abschwächt.

Ist Klimaerwärmung der Grund?

Der Verdacht liegt nahe, dass der Veränderung die Klimaerwärmung oder das Warmwasserphänomen El Niño im Pazifik zugrunde liegen. Aber Wissenschaftler haben bisher dafür keine Indizien gefunden.

Dabei ist es erstaunlich, dass gleichzeitig auch auf dem Pazifik ein Hurrikan so früh wirbelt wie noch nie. “Pali” tritt ungewöhnlich nahe am Äquator auf, wo die Wirbelsturm-Gefahr durch die geringere Corioliskraft eigentlich sehr gering ist. Aber in diesem Fall sollen die durch El Niño erhöhten Wassertemperaturen durchaus eine Rolle spielen.

Hurrikan “Pali” im zentralen Nordpazifik:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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