Windenergie: Start-up plant Energieschiff mit Flettner-Rotoren – Prototyp getestet

Stromerzeugung per Flettner-Kat

Das im französischen Nantes ansässige Start-up Farwind Energy will das Potenzial der Offshore-Windenergie besser nutzen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken – mithilfe autonom fahrender Katamarane samt Flettner-Rotoren.

Die sogenannten Energieschiffe, die Farwind derzeit entwickelt, sollen dank der Flettner-Rotoren und des Magnus-Effekts selbst durch Wind angetrieben werden, diesen aber auch nutzen, um Strom zu erzeugen. Der könnte dann zum Beispiel auf Inseln und in entlegene Küstengebiete gebracht werden.

„Auf hoher See gibt es unendlich viel Energie, und genau dort müssen wir sie holen“, so das Unternehmen, das aus der technischen Universität École Centrale de Nantes hervorgegangen ist, auf seiner Webseite. Ziel sei es, die Windressourcen zu nutzen, ohne Nutzungskonflikte und andere Probleme zu verursachen, die durch Windkraftanlagen entstünden.

Nach Plänen von Farwind wird in naher Zukunft eine Flotte der unbemannten Schiffe auf dem Meer optimalen Wind suchen, der sie selbst und damit auch die Wasserturbinen abtreibt. Unter dem Rumpf angebracht erzeugen sie durch die Fahrt Strom wie es gängige Hydrogeneratoren tun. Die Energie kann an Bord in Batteriebehältern gespeichert oder zum Beispiel in Wasserstoff umgewandelt werden.

Ein kleiner Prototyp des Energieschiffs wurde kürzlich auf einem See im Département Loire-Atlantique getestet – nach eigenen Angaben erfolgreich. Das Modell im Maßstab 1:14 misst 5,7 statt 80 Meter und ist mit einem statt vier Flettner-Rotoren ausgestattet.

Die Kosten für den ersten 80-Meter-Katamaran werden auf etwa 18 Millionen Euro geschätzt. Farwind hofft, ihn 2024 in Betrieb nehmen zu können.  

Die Flettner-Technik rückt immer mehr in den Blickpunkt der Reedereien. Die Rostock-Gedser-Fähre ist seit einem Jahr mit dem Kreisel ausgerüstet der beim Spritsparen helfen soll. Die weltweit größte Containerschiff-Reederei Maersk beschäftigt sich intensiv damit und die schwedische Tankschiff-Reederei Stena Bulk hat ein Konzept für einen Chemie-Frachter vorgestellt. Ob diese Wege weiter verfolgt werden und sich solch teure Entwicklungen lohnen, ist wohl von der Politik abhängig.

Ein Kommentar „Windenergie: Start-up plant Energieschiff mit Flettner-Rotoren – Prototyp getestet“

  1. avatar PL_info040 sagt:

    Das ist definitiv der teuerste Hobie Tiger den ich je gesehen habe. Die Plattform hat Hobie Cat aber euch einfach gut gebaut. Unser altes 2006er Boot fährt sich auch immer noch traumhaft! 👍🏻😊

    1
    1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 × 3 =