Wunder-Rettung: US-Segler nach 66 Tagen Drift gefunden

Gebete erhört

Der Amerikaner Louis Jordan (37) hat mehr als zwei Monate auf seiner  35 Fuß Yacht überlebt. Ein deutscher Tanker fand den Mann 200 Meilen entfernt von der US Küste von North Carolina.

Schiffbruch

Jordan wird nach 66 Tagen Drift auf See an Land gebracht. © AP

Niemand hatte mehr erwartet Louis Jordan noch lebend wiederzusehen. Mitte Januar hatte er die Bucksport Plantation Marina in Conway verlassen, um erst mal alleine einen längeren Törn auf hoher See zu unternehmen.

Jordan informierte seine Familie, dass er zum Fischen raus aufs Wasser wolle. Zuvor hatte er viele Monate damit zugebracht, seine in den 50er Jahren gebaute Yacht, auf der er an Land lebte, für die Saison fit zu machen.

Schiffbruch

Louis Jordan auf seiner Yacht. © Frank Jordan

Große Erfahrung auf offener See soll der Einhand-Skipper nicht gehabt haben. Es wird vermutet, dass er erstmals einen solchen Törn unternahm. Dabei ist noch nicht klar, was genau passiert ist. Offenbar ist im schweren Wetter der Mast gebrochen und die Elektronik ausgefallen.

Einige Berichte sprechen von einer Kenterung, und Jordan habe auf dem umgedrehten Rumpf gesessen. Aber diese Darstellung scheint unwahrscheinlich. Vielmehr driftete der Segler offenbar manövrierunfähig auf See, überlebte mit minimalem Proviant an Bord und indem er Fische mit einem Netz fing, die er roh verspeiste. Außerdem sammelte er Regenwasser.

Schließlich sichtete und rettet ihn die Besatzung des deutschen Tankers “Houston Express” und alarmierte die Küstenwache. Ein Helikopter brachte den Schiffbrüchigen an Land. Im Krankenhaus wurde eine Schulterverletzung und starke Dehydrierung festgestellt.

Seine Familie spricht von einem Wunder. Sie habe ihren vermissten Sohn schon aufgegeben. Die Gebete seien erhört worden.

Tipp: Joachim Granzow, Thorsten Paech, Uwe Röttgering

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2 Kommentare zu „Wunder-Rettung: US-Segler nach 66 Tagen Drift gefunden“

  1. avatar hurghaman sagt:

    Leute, fast alles was hinten Express heißt gehört zu Gottes eigener Reederei und die haben nur Container’
    , keine Tanker

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  2. avatar Volker Helmers sagt:

    Kleine Korrektur: Die “Houston Express” ist kein Tanker, sondern ein Containerschiff von Hapag-Lloyd.
    Die BILD Zeitung weiss besser Bescheid: http://www.bild.de/news/ausland/schiffsunglueck/deutscher-frachter-rettet-segler-auf-atlantik-40407762.bild.html

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