Yacht-Transporter in Seenot: Ladung verrutscht bei 15 Meter Wellen – Dramatische Rettung

Schwere Schlagseite

Dumm gelaufen, wenn man sein Boot auf ein Boot verlädt und dieses dann in Seenot gerät. Der Schiffstransporter “Eemslift Hendrika” droht vor Norwegen zu kentern. Die zwölf Besatzungsmitglieder sind abgeborgen worden.

Norwegische Rettungsteams haben über Ostern die Besatzung des niederländischen Frachters “Eemslift Hendrika” in Sicherheit gebracht, nachdem das 336 Fuß lange Schiff etwa 60 Seemeilen westlich von Alesund (Norwegen) in Seenot geraten war. Bei stürmischem Wind und bis zu 15 Meter hohen Wellen hatte sich die Ladung verschoben und der Yacht-Transporter erlitt schwere Schlagseite. Er krängte im Seegang bis zu 30 Grad nach Steuerbord. Der Kapitän setzte einen Notruf ab. Er befürchtete eine Kenterung.

Der Frachter Eemmslift Hendrika wird bei schwerem Seegang aufgegeben weil die Ladung verrutscht ist. Eine Segelyacht ist an Bord. © HRS Sor-Norge

Die “Eemslift Hendrika” fährt für die Firma Starclass Yacht Transport, die mit zwei Schiffen einen dreiwöchentlichen Yachttransport-Shuttle zwischen Norwegen und der Türkei anbietet. Sie war von Bremerhaven in Richtung Kolvereid (Norwegen) ausgelaufen.

Die norwegischen Behörden entsandten zunächst drei Hubschrauber und zwei Rettungsschiffe, um den Einsatz vor Ort zu koordinieren. Acht der zwölf Besatzungsmitglieder wurden abgeborgen und nach Alesund gebracht. Der Kapitän und drei Männer seiner Crew blieben erst einmal an Bord, versuchten ruhigeres Wetter anzusteuern und die Ladung zu stabilisieren. Die Retter brachten per Helikopter zwei Pumpen zum Havaristen, um Seewasser abpumpen zu können, das in den Frachtraum eingedrungen war.

Der Schiffseigner teilte norwegischen Medien daraufhin mit, dass sich die Situation an Bord stabilisiert habe. Aber schließlich wurden auch der Kapitän und die drei verbliebenen Besatzungsmitglieder mit einem norwegischen SAR-Hubschrauber von Bord gebracht. Ein Besatzungsmitglied musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Behörden und Reederei arbeiten nun an einem Plan für die Bergung des Schiffes. Das ist nach wie vor schwierig, da sich das Wetter längst noch nicht beruhigt hat.

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