12-Foot-Skiff-Video: Highspeed-Vollrausch für Geimpfte

Wiedergewonnene Lebensfreude

Seit dieser Woche erfährt auch der Segelsport in Australien wieder Corona-Lockerungen. Besonders die spektakulären 12-Foot Skiffs zeigen pure Lebenslust auf dem Wasser.

Australien und Neuseeland versuchen, sich gegen den Corona-Virus durch vergleichsweise rigide Maßnahmen zu schützen. Auch der Segelsport hatte in den vergangenen Monaten mehr darunter zu leiden als in anderen Ländern. Schon wird die eher magere Olympia-Ausbeute der Aussie- und Kiwi-Segler darauf zurückgeführt. Insgesamt drei Medaillen sind weniger als man Downunder gewohnt ist.

Aber der Druck auf Impfverweigerer steigt und damit auch die Impfquoten. Deshalb nun machen sich auch die Aussies lockerer. In Queensland etwa sind seit dem 11. November 80 Prozent der Bevölkerung einmalig geimpft und es wird einfacher, wieder aufs Wasser zu kommen. In New South Wales dürfen Ungeimpfte nach wie vor nur allein segeln, aber mit vollem Schutz ist es seit Anfang November kein Problem mehr.

12 Foot Skiff in Australien. Abheben auch ohne Foil. © 12 ft Skiff Association

Ausdruck der wiedergewonnenen Lebensfreude auf dem Wasser mag ein Video sein, das ein 12 Foot Skiff bei Starkwind zeigt. Etwa auf dem in den Hafen von Sydney mündenden Parramatta River hat die spektakuläre Klasse wieder ihren Wettkampfbetrieb aufgenommen. Die Piloten scheinen im Lockdown nicht verlernt zu haben, wie man mit den Schiffchen auch ohne Foils fliegt.

Die 12 Foot Skiff Champs von 2020. © 12 ft Skiff Association

12 Foot Skiffs sind mit das Spektakulärste, das man sich als Segeluntersatz vorstellen kann. Das Rumpfgewicht entspricht mit 45 Kilogramm dem eines kompletten Optimisten, die Länge liegt mit 3,70 Metern knapp über der einer Europe, aber der Gennaker wird an einem etwa 8,80 Meter Mast und 4,20 Meter langen Bugspriet gesetzt. Diese Dimensionen sind in der Konstruktionsklasse freigestellt.

Segelplan eines 12 Foot Skiffs. Jede Menge Segel, wenig Rumpf. © TFSA

Es gibt nur minimale Restriktionen, die Länge, Breite und Gewicht einschränken, so dass die Teilnehmer ihre eigenen Boote entwerfen und bauen können. Drei verschiedene Riggs werden eingesetzt, so dass die 12 Foot Skiffs bei Wind zwischen 5 bis 35 Knoten segeln können.

Das Video zeigt, welche Auswirkungen das auf das Fahrverhalten hat. Die Mini-Skiffs tanzen mit ungewöhnlichen Bewegungen über den Wellen. Sie sollen einen Speed von 25 Knoten erreichen. Das wird möglich, weil der Gennaker so viel Auftrieb erzeugt, dass der Bug nicht zu unterschneiden droht.

Die Piloten kommen überwiegend aus Australien und Neuseeland, woher auch sonst?

Normale Flug-Lage eines 12 Fuß Skiffs. © TFSA

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

7 Kommentare zu „12-Foot-Skiff-Video: Highspeed-Vollrausch für Geimpfte“

  1. avatar pl_jens sagt:

    Segelreporter ist doch kein Studentenprojekt. Warum schafft ihr es nicht, dass Videos auch im Firefox angezeigt werden. Einfach ärgerlich.

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  2. avatar Nils sagt:

    Firefox + Kasperski und damit auch kein Videolink .-(

  3. avatar Kai Köckeritz sagt:

    Das liegt wahrscheinlich an den Einstellungen in Firefox selber.

    Hier werden Möglichkeiten genannt, um das Problem zu umgehen: https://www.fonedog.de/tricks/firefox-not-playing-videos.html

    • avatar eku sagt:

      JA, das stimmt.
      Nur dass diese Einstellungen zum Schutz vor potentiell gefährlichen Downloads gedacht sind. Insofern sind alle Vorschläge auf der verlinkten Seite nicht besonders clever.
      In Safari funktioniert es auch nicht richtig

      Kernpunkt dürfte sein, dass ihr mE die Videos in Iframes einbettet und der IFrame dann auf eine Facebookseite verweist, die vermutlich wiederum auf etwas verweist …
      Das sollte eigentlich NoGo sein.
      Entsprechend wird das von Firefox in den Grundeinstellungen blockiert bzw nicht angezeigt.

      Auffällig ist vor allem, dass es nur die Facebooklinks betrifft
      mE würde ein offen eingefügter Link tatsächlich funktionieren – ist dann nicht so hübsch mit dem Startbild und evtl auch etwas tüdeliger umzusetzen

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