15-Jähriger schreibt Geschichte: Australier gelingt erste Foil-Wende auf dem iQFoil

Game Changer

Es war nur eine Frage der Zeit, bis den besten Windsurfer der Welt die fliegende Wende auf dem olympischen iQFoil glückt. Einem Nachwuchs-Surfer ist das Kunststück gelungen, das wohl den Sport verändert.

Die Foil-Wende ist ein echter Game Changer. Sie verändert das Spiel auf dem Wasser. Wer es schafft, beim Bugwechsel gegen den Wind auf der Tragfläche zu bleiben, minimiert den Wegverlust und es lohnt sich, Winddrehungen besser auszunutzen. Das hat schon den America’s Cup verändert, ganz besonders aber das Segeln auf der Moth.

Windsurfen dagegen, ganz besonders mit dem ehemaligen Olympia-Brett, war taktisch limitiert. Die RS:X-Surfer sind auf Speed getrimmt und konnten sich auf einem Amwindkurs nur wenige Wenden erlauben. Dieses Muster blieb bei den iQFoilern erhalten. Sie erreichen schon viel früher bei leichterem Wind (ab 5 Knoten) eine Geschwindigkeit, die das Abheben erlaubt. Entsprechen kostspielig sind Wenden, wenn das Board dabei auf Verdrängerfahrt abgebremst wird. Im Schnitt gehen im Manöver pro Sekunde, die das Brett schwimmt, statt fliegt, neun Meter verloren.

Harry Joyner 15-jähriger iQFoil-Pionier freut sich über die gestandene Foil-Wende. © International iQFOiL Class Association

Deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass es nun der erste iQFoil-Pilot geschafft hat, sich während des Manövers auf der Tragfläche zu halten. Der 15-jährige Harry Joyner aus Australien gelang die Wende vor den Augen seines Trainers, der den Coup beim Training am Gardasee dokumentierte.

“Enorme Auswirkungen auf die Taktik-Entwicklung”

Die Klassenvereinigung feiert die Leistung und schreibt: “Seit dem Start des Windsurf-Foilings wird die erste Foiling-Wende eines iQFoilers mit Spannung erwartet. Dass sie nun zu sehen ist, wird eine enorme Motivation für alle Athleten sein, ihre Wenden zu verbessern. Das hat enorme Auswirkungen auf die Taktik-Entwicklung des Amwindsegelns.”

Harry Joyner trainiert am Gardasee mit dem iQFoil. © International iQFOiL Class Association

Dabei ist es wohl kein Wunder, dass ein 15-Jähriger zuerst dieses Manöver zeigt. Harry Joyner

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „15-Jähriger schreibt Geschichte: Australier gelingt erste Foil-Wende auf dem iQFoil“

  1. avatar Alf G. sagt:

    Man darf gespannt sein, ob das Optimalgewicht beim iQFoil-Surfen doch wieder ein wenig niedriger angesetzt wird als die Ü90-kg, die sich vermeintlich herausgeschält haben 🙂

  2. avatar Loop_loop Andy sagt:

    Moin
    schaut mal bei Balz Müller Freestyle auf Youtube… Stichwort foilboogie
    Drchgeglittenen Duck Tacks und viele andere tolle Moves

    Viel spektakulärer… viel Spass

  3. avatar Loop_loop Andy sagt:

    PS: und ganz sicher schon viel früher durchgefoilte Wenden…

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