43. Eisarsch Regatta: 66 Ü25-Optimisten-Master trotzen Sturm und Regen im Lübeck

Horsch gewinnt Arsch

Die Eisarsch-Preise vom Lübecker Yacht Club. © LYC

Die Eisarsch-Gilde von 1969 lud am Samstag den 3.12. zum 43. Mal zur Mutter aller Eisarsch Regatten auf die Wakenitz am Rand der Lübecker Altstadt. Nach dem Ausfall im Vorjahr wegen einer geschlossenen Eisdecke bewegten die Ü25-Opti-Masters diesmal ihre Sportgeräte unter einer dichten Wolkendecke, aus der es mit kurzen Unterbrechungen regnete.

Dazu blies ein kräftiger Wind (4 bis 5 in Böen bis 8) aus Südwest direkt auf das Clubhaus des Lübecker Yacht Clubs (LYC) zu und der aufspielenden Jazz-Band eisig ins Gesicht. Die gefühlte Temperatur näherte sich dem Nullpunkt.

So wurden die Rekordmeldezahlen der vergangenen Jahre wurde in diesem Jahr nicht erreicht. Von den knapp über 100 angesagten Teilnehmern schritten 86 zur Waage, um entsprechend ihrem Körpergewicht das Startgeld 20 Cent pro Kilo im Wettfahrtbüro zu entrichten, doch nur 66 brachten ihr Optis an die Startlinie.

Zur Steuermannsbesprechung hörte der Regen auf und die Organisatoren stellten Julia Burt als Wettfahrtleitung vor.  Nachdem sich 2008 eine Frau unter einem Weihnachtsmann-Kostüm in das nur Männern vorbehaltene Rennen eingeschlichen hatte, war somit nun erstmals offiziell eine Frau dabei.

Der Kurs sah zwei Runden Up and Down vor. Ausdrückliche wurde von der Leitung darauf hin gewiesen, dass die beiden kleinen Rumflaschen der Ausrpstung nicht mehr – wie in früheren Ausschreibungen – bis zum Zieldurchgang gelenzt werden müssen. Dieses solle auch nicht mehr nach dem Ziel kontrolliert werden. Städtischen Behörden hatten ds angemahnt, nachdem ihnen dieser 40 Jahre alte Passus der Ausschreibung aufgefallen war.

Die Wettfahrt verlief trotz des erwarteten Starkwindes eher unspektakulär. Der Wind schwächte sich ab und es kam nur zu wenigen Kenterungen und Aufgaben. Eine besonderen Leistung brachte ein Teilnehmer, der seinen Opti trotz abgebrochener Pinne ins Ziel brachte.

Er steuerte den restlichen Abschnitt der Rennes mit der Hand direkt am Kopf des Ruderblattes. Dies wurde von den übrigen Teilnehmer auf der Siegerehrung entsprechende gewürdigt.

Bester „Eisarsch“,  wurde der Hamburger Sven-Erik Horsch vom NRV, der dieser Regatta schon mehrfach gewonnen hat. Auch der Wanderpreis „Die drei Ärsche“ für die Gesamtwertung eines Vereins ging an den NRV mit Sven-Erik Horsch, Sven Kruse und Henrik Poppe.

Ergebnisse

Spenden
https://northsails.com/sailing/de/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *