470er-WM: Nach weiteren Patzern sind die deutschen Männer jenseits der Top-Ten

Olympia außer Sicht

Die deutschen Hoffnungen, bei der 470er-WM einen weiteren Olympia-Startplatz zu ergattern, scheinen sich in Luft aufzulösen. Die Männerteams konnten in der Tombola um die richtige Seite einmal mehr nicht das große Los ziehen und haben kaum noch Chancen auf den letzten verbliebenen Europaplatz für Tokio. Eng wird es in der internen Ausscheidung der deutschen Frauen. Die vier GER-Teams rückten dicht zusammen.

Die Wahl der richtigen Startseite ist bei dieser WM die alles entscheidende Entscheidung. Foto: Uros Kekus Kleva

Für Malte Winkel/Matti Cipra und ihre Teamkollegen Simon Diesch/Philipp Autenrieth verschwindet nach sieben von elf WM-Rennen (vor dem abschließenden Medal Race) Olympia immer weiter am Horizont. Die WM vor Vilamoura/Portugal läuft für die beiden deutschen Männerteams alles andere als wunschgemäß. So beendeten Winkel/Cipra die beiden Rennen am Mittwoch in den Zwanzigern (20, 23) und rutschten damit aus den Top-Ten heraus. Diesch/Autenrieth agierten am dritten WM-Tag nur unbedeutend besser (19, 12), liegen in der Gesamtwertung sogar noch zwei Plätze zurück.

Es lief wenig zusammen bei Malte Winkel und Matti Cipra. Foto: Uros Kekus Kleva

In erneut leichten und drehenden Winden war erneut die Wahl der Seite auf der Startkreuz für den Rennverlauf entscheidend. Und die Entscheidung misslang den Deutschen. Jeweils ein der Luvtonne am hinteren Ende des Staus angekommen, gab es kaum einen Weg nach vorn. Besonders frustrierend: Die Lokalmatadoren aus Portugal, Diogo und Pedro Costa, konnten das Geläuf besser lesen und erwischten mit den Einzelrängen 2 und 4 einen starken Tag. Als Gesamtdritte steuern sie nicht nur Kurs auf eine WM-Medaille, sondern sind auch erste Anwärter auf das letzte verbliebene Nationenticket für Olympia. Aber auch die mit den Deutschen konkurrierenden Schweizer, Ungarn und Israelis rangieren in der WM-Wertung vor den GER-Teams.

Frederike Loewe/Anna Markfort sorgten für das beste deutsche Tagesresultat, aber in der Gesamtwertung liegen sie nur auf Platz 14. Foto: osga.photo

Neu gemischt wurden die Karten bei den Frauen für die deutsche Tokio-Ausscheidung. Während das bisher bestplatzierte deutsche Team, Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß, einen rabenschwarzen Tag (24, 19) erwischte, kamen Frederike Loewe/Anna Markfort zweimal in der Spitzengruppe ins Ziel (4, 7). Mit einer Platzierung im vorderen Drittel und einem Patzer (9, 17) setzten sich vorerst Luise Wanser/Anastasiya als Gesamtneunte der WM-Wertung an die Spitze des deutschen Quartetts. Es folgen auf Rang zwölf Theres Dahnke/Birte Winkel (12.) direkt vor Böhm/Goliaß und Loewe/Markfort. Die Punktabstände sind angesichts der großen Ausschläge in den Ergebnissen nur gering, so dass hier das Tokio-Ticket noch lange nicht vergeben ist.

Ergebnisse

3 Kommentare zu „470er-WM: Nach weiteren Patzern sind die deutschen Männer jenseits der Top-Ten“

  1. avatar Hendrik Kadelbach sagt:

    Wie viele Rennen sind es denn bis zum Medel Race ?

  2. avatar Fastnetwinner sagt:

    470er ist in GER eine total tote Klasse. Wohlgemerkt tote Klasse, nicht totes Boot. Und zur WM kommen weniger Boote als zum Mittwochssegeln oder zu irgendeiner xbeliebigen Jugenddeutschen irgendeiner anderen Klasse. Wo soll es also herkommen.

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