Kurz vor dem Start des Transat-Jaques-Vabre 2011 – anfänglich gemütliches Offshore, aber dann… © TJV 2011

Transat Jaques Vabre 2011 taucht in den Atlantik ein

Von wegen Kaffeefahrt !

Mit 50 Stunden Verspätung (ein Tief wütete am Sonntag mit über 60 kn Windgeschwindigkeit im Nordatlantik) starteten gestern um 15 Uhr die 35 Boote des diesjährigen Transat Jaques Vabre. Unter grauem Himmel hatten die 6 Multi 50, die 13 IMOCA (Open 60) und die 16 Classe 40 bereits im Laufe einer Stunde die erste Boje gerundet, um sich danach auf einen langen Backbord-Schlag einzurichten.

Welch ein Gewusel, direkt nach dem Start - viele Backbord / Steuerbord Wegerechtssituationen © A.Courcoux TJV2011

Bei 20-25 kn Wind aus zunächst süd-östlicher Richtung und einem wenig bewegten Meer zeigten sich die ersten Stunden dieser Zweihand-Transatlantik-Regatta von Le Havre/Frankreich nach Costa Rica eher moderat. Im Laufe der Nacht frischte es allerdings erwartungsgemäß kräftig auf – der Wind drehte auf Nordwest und bescherte den Teilnehmern bei 35 kn Windgeschwindigkeit in 3 – 5 m-Wellen erste Adrenalin-Schübe, die aber im Laufe des Tages noch getoppt werden dürften.

Mit Stand heute Morgen, 7 Uhr führte der Multi ‘Actual’ mit 18 kn Speed über Grund die Meute an. Skipper Le Blevec hatte längst den Kanal hinter sich gelassen und bevorzugte die eher südliche Route, während seine Kollegen Escoffier und Lemanchois auf gleicher Höhe nördlicher unterwegs sind, um wahrscheinlich im Laufe des Tages von West auf südwestlichen Kurs abzufallen.

'Safran' und 'Boss' messern im Channel © A.Courcoux TJV 2011

Die IMOCAS verließen zu diesem Zeitpunkt gerade den „Channel“, angeführt von Safran (Titanium im Kiel macht schneller!) und Virban Pabrec, die gleichauf mit knapp 19 kn Speed Richtung offenen Atlantik bretterten. Bei den Classe 40 führten Aquarelle und Concise mit einem durchschnittlichen Speed von 11-12 kn. Wie immer bei stetigen Windbedingungen während der ersten Tage nach dem Start liefern sich auch beim TJV die besten Crews enge Positionskämpfe um die Top 5 Ausgangsplätze, während weiter hinten bei allen drei Klassen bereits eklatante Abstände auffallen.

Als Schlusslicht war heute morgen die Classe 40 Gust Buster auf Rang 16 unterwegs. Die einzige reine Frauencrew dieser Regatta mit der deutschen Skipperin Anna Maria Renken und ihrer slowenischen Partnerin Jakica Jesih hatten bereits einen Abstand von 70 sm auf den Bestplatzierten ihrer Klasse und zogen etwas nördlicher als ihre Kollegen, um mit einer Geschwindigkeit von 11,6 kn noch gutzumachen, was irgendwie gutzumachen ist…

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Michael Kunst

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Ein Kommentar „Transat Jaques Vabre 2011 taucht in den Atlantik ein“

  1. avatar peter sagt:

    Da ist nichts und war nie etwas gut zu machen.
    Die Anna Maria ist einfach in der falschen Show.

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