49er Langstrecke: 50 Meilen von Kiel nach Flensburg

Skiff-Törn

Die 49er Trainingspartner Schadewaldt/Baumann und Ramm/Lewin haben die Anreise zur Deutschen Meisterschaft von Kiel-Schilksee bis Flensburg-Glücksburg auf eigenem “Kiel” absolviert. Sie benötigten mit ihren Skiffs für die knapp 50 Seemeilen 3 Stunden und 42 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug etwa 13 Knoten.

49er Langstrecke

Schadewaldt/Baumann und Ramm/Lewin auf dem Weg von Kiel nach Flensburg. © Sören Petersen

Julian Ramm schreibt: “In den vergangenen Wochen haben wir uns gemeinsam mit unseren langjährigen Freunden und Trainingspartnern Tobias Schadewaldt/ Hannes Baumann mit Unterstützung von Rigo de Nijs auf die Deutsche Meisterschaft (23.-25. August) und Weltmeisterschaft in Marseille (21.-29. September) vorbereitet.

Währenddessen entstand die Idee, die Boote zur Deutschen Meisterschaft in Flensburg auf dem Wasserweg zu überführen. Bei perfekten Bedingungen mit südwestlichen Winden um die 5-6 Bft. starten wir gemeinsam mit Unterstützung von Personalcoach Sören Petersen gegen 11.30 Uhr von Schilksee aus unser kleines Abenteuer.

Bis zum Leutchtturm Kalkgrund konnten wir überwiegend mit Genaker segeln und erreichten Geschwindigkeiten um die 18 Knoten. Zum Glück hielt das Material die ganze Zeit den extremen Bedingungen stand. Aber der ein oder andere Muskelkrampf aufgrund der sehr statischen Belastung – die ersten 3 Stunden nur mit Wind von Backbord – blieb nicht aus.

Schadewaldt/Baumann

Schadewaldt/Baumann auf dem Olympiarevier vor Weymouth. © onEdition

Die letzten 5 Seemeilen mussten wir in der Flensburger Förde dann noch einmal gegen Böen mit über 25 Knoten aufkreuzen bis wir überglücklich den Hafen von Glücksburg erreichten. Wie gewohnt wurden wir sehr freundlich in Flensburg begrüßt und einige konnte es kaum glauben, dass wir das wirklich gepackt hatten. Am kommenden Freitag startet nun die Deutsche Meisterschaft in Flensburg – bis dahin sollte der Muskelkater dann auch hoffentlich weg sein ;-)”

Für die Olympiateilnehmer Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann, die nach einer längeren Segelpause nun wieder angreifen, war der Langstrecken-Törn mit dem Skiff noch nicht genug. Der Steuermann schreibt: “Nach der Arbeit auf dem Wasser sind Hannes und ich auch an Land aktiv. Hannes startete erfolgreich beim Volkstriathlon in Sankt Peter (Anm. d. Red. 34. von 216 Startern, Distanz 0,5/20/5, Zeit: 1:12:56). Ich konnte beim Men’s Health Urbanathlon (ein 12km Adventure Run) in Hamburg als 96. von 4500 Startern über die Ziellinie gehen. Jeder Wettkampf war dabei für sich ein super Erlebnis auch wenn mir jetzt meine Beine ziemlich schmerzen.”

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3 Kommentare zu „49er Langstrecke: 50 Meilen von Kiel nach Flensburg“

  1. avatar Klaus Müller sagt:

    Anreise auf eigenem Kiel, wie damals als es den Americas Cup noch gab.

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  2. avatar Fastnetwinner sagt:

    Lustige Aktion! Schlaft ihr jetzt auch an Bord? 😉

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  3. avatar Holger sagt:

    die Jungs haben es aber verdammt wörtlich genommen, als ich ein paar Mal gefragt habe warum sie denn nicht
    viel mehr und öfter draussen auf dem Stollergrund trainieren würden……
    Hut ab vor der Leistung !
    Mal am Limit segeln ist immer gut – siehe MedalRace 49er bei Olympia 2008
    plötzlich gab es Bedingungen die für alle am oder überm Limit waren und wo niemand solche Wellen trainiert hatte

    Die KYC 29er sind ja neulich auch bei Norwestwind um die 20kn schnell mal nach der Regatta in Eckernförde zurückgeballert in 75 Minuten bis Hafen in Strande

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