AAR Transatlantik: Blumencron gewinnt Class40 Duell – RED im Glitsch

"Wir werden den Ozean vermissen"

Die Crew der RED zeigt per Video die Faszination des Atlantik-Abenteuers. Sie gewann schließlich das Duell gegen die Klassenkollegen der „MarieJo“ um das Vater-Sohn-Duo Brinkmann.

Die ersten deutschen Crews haben im Rahmen der Atlantic Anniversary Regatta (AAR) die Ziellinie vor Grenada passiert. Zu Ende ist das Rennen damit nicht. Acht von 21 Yachten befinden sich noch auf Hoher See. 

Dem Horizont entgegen. © M. Blumencron

Nachdem die „Outsider“ von Tilmar Hansen bereits am Samstag auf Platz fünf über alles hinter dem 100 Fußer “CQS” als erste Deutsche Yacht Grenada erreicht hatte, folgten nun weitere Deutsche Teams. Die Class40 “Red” von Mathias Müller v. Blumencron wurde dicht gefolgt von der Ausbildungsyacht „Bank von Bremen“ der SKWB.

Nach 15 Tage, 17 Stunden, 25 Minuten und 25 Sekunden setzte sich die vierköpfige „Red“ Crew damit im Deutsch-Deutschen Duell auch gegen die Class40 „MarieJo“ (ex “Nivea”) von Berthold und Tobias Brinkmann durch. Vater und Sohn Brinkmann, die ohne nennenswertes Training ihre hochkomplexe “MarieJo” auf Anhieb mit einer Fünfmann-Crew in der Spitzengruppe segelten, erreichten Grenada rund neun Stunden nach „Red“.

“Ein tolles Rennen”

„MarieJo“-Navigator Robin Zinkmann sagte nach dem Rennen: „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass dieses Atlantikrennen so abwechslungsreich sein würde. Täglich haben wir uns mit neuen Situationen vorgefunden und das Match gegen „Red“ hat uns fortlaufend motiviert, unser Bestes zu geben. Ein tolles Rennen!“

RED im Glitsch. © M. Blumencron

Auf „MarieJo“ folgte 59 Minuten später die HVS-Yacht „Haspa Hamburg“, geführt vom jüngsten Skipper der Flotte, dem 20-jährigen Max Gaertner.

Red Skipper Mathias Müller v. Blumencron schreibt in seinem letzten Bordbericht: “Am  Morgen überquerten wir die Ziellinie nach einem langen und manchmal harten Kampf mit dem Wind, den Wellen, den Böen und schließlich der Hitze. Es war ein extrem taktisches Rennen, aber auch körperlich anstrengend, mit Vorwind-Surfs bei steigender Geschwindigkeit und vielen Segelwechseln in den Böen.

RED hat die Klasse gewonnen, und das ist besonders der starken Crewleistung zu verdanken. Unser Speed hat uns bestätigt, dass unser Design immer noch schnell ist. Und vielleicht hilft es, wenn eine Crew ihr Boot wirklich liebt und schätzt, es seine Stärke aber auch die Grenzen kennt. Es war ein wunderbares Rennen, eine wahre Erfahrung und jetzt wird es Zeit brauchen, sich wieder an das Landleben zu gewöhnen. Wir alle werden den Ozean vermissen. Bei der Ankunft in Grenada wartete eine Überraschung. RED wurde eine Stelle am Pier zugewiesen, direkt unter Mirabella Five, der mit 75 Metern Länge größten Slup der Welt. Was für ein Kontrast!”

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