ACWS San Francisco: ORACLE siegt bei Match- und Fleetrace!

Spithill schafft das Double

And the winner is… nun, die meisten hätten gestern morgen noch „Ainslie“ an diese Stelle eingetragen, doch in einem furiosen Super-Final-Rennen schaffte es Jimmy Spithill mit seiner ORACLE-Crew (John Kostecki (Taktik), Dirk de Ridder, Jano MacBeth und Joe Newton) nach dem Match- auch einen Fleetrace-Gesamtsieg – und das, obwohl sie an der Startlinie „starben“ und als Letzte ins Rennen fuhren.

ORACLES furiose Aufholjagd: Letzte am Start, Erste im Ziel © Martin-Raget

ORACLES furiose Aufholjagd: Letzte am Start, Erste im Ziel © Martin-Raget

„Die Crew macht den Unterschied,“ freute sich Spithill. „Alle anderen hätten nach diesem verkorksten Start die Hände in den Schoß gelegt, aber meine Jungs hier sind Kämpfer!“

Das zeigten sie schon am Samstag, als sie nach einer Kenterung im Fleetrace mal eben schnell das Match-Race-Finale für sich entschieden. Und gestern bissen sie sich sage und schreibe durch das gesamte Feld bis an die Spitze durch und lagen am Ende 17 Sekunden vor den zweitplatzierten ORACLE-Teamkollegen mit Russel Coutts am Ruder.

Spithill profitierte aber nicht nur vom Kampfgeist seiner Crew, sondern hauptsächlich von der Super-Final-Regel der America’s Cup World Series: Im letzten Rennen werden dem Sieger 40 Punkte gutgeschrieben (sonst 12).

Uuups, gerade noch gefiert. © Martin-Raget

Uuups, gerade noch gefiert. © Martin-Raget

Jimmy Spithill hatte am Ende die gleiche Punktzahl wie Ben Ainslie auf dem Konto, der im Super-Finale nur Vierter wurde und „gefühlt“ den schlechtesten Tag der gesamten Serie erwischt hatte, wie er später mitteilte. Dank der Tiebreak-Regel ging der Sieg schließlich an Spithill!

Keinem anderen ist bisher das „Double“ Match- und Fleetrace-Sieg in der ACWS-Serie gelungen – nach seinem denkbar knappen Sieg bei der August-Serie in San Francisco (1 Punkt Vorsprung) setzte der Australier  nun noch „einen drauf“.

Weitere Fleetrace-Platzierungen: Terry Hutchinson auf Artemis hochverdient auf Rang 3, Emirates NZL mit Dean Barker am Ruder dürften auf Rang 4 etwas enttäuscht sein, Loick Peyron darf auf Rang 7 für sich in Anspruch nehmen, dass er zumindest die beiden finanzstarken Luna Rossa-Teams deklassierte.

 

Vollständige Ergebnisse aller ACWS-Rennen in San Francisco

 

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2 Kommentare zu „ACWS San Francisco: ORACLE siegt bei Match- und Fleetrace!“

  1. avatar AC90 sagt:

    Habe mal das Internet durchsucht und nirgendwo einen Hinweis auf die Zuschauerresonnaz gefunden. Kann es sein, das die Zuschauerquote diesmal hinter den Erwartungen zurück lag und das AC-Management diese Information zurück hielt ( man darf ja schließlich nichts Schlechtes über den AC schreiben und sagen ). Vielleicht haben sich die Amis dann doch lieber die Baseball-Playoff-Spiele angeguckt. San Francisco Giants spielten an diesem Wochenende zuhause gegen Cincinnati Reds.

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  2. avatar set sail for fail sagt:

    Weiß irgendjemand, ob sich das letzte Rennen von den Vorhergehenden unterscheidet oder kann mir erklären, wieso es ausgerechnet am “Super-Sunday” (Wieso lieben die Amis das Wort eigentlich so?) so eine komplett merkwürdige Punktevergabe gibt?

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