America’s Cup: Ben Ainslie mit Kat statt Mono – Australischer Olympiasieger kommt an Bord

"Große Veränderungen im Team"

Das britische INEOS Team UK um Ben Ainslie hat entschieden, die GC32 Tour auf den Foiling Katamaranen zu bestreiten. Damit weicht es massiv von dem ursprünglichen Plan ab, bei der 52SuperSerie mit den TP52 Einrumpfern eine Rolle zu spielen.

Ainslie

Das britische Team um Steuermann Ben Ainslie für die GC32 Tour. © INEOS Team UK

Nach Unstimmigkeiten mit dem Kooperationspartner Tony Langley, der seine TP52″Gladiator” schon hatte umbranden lassen, und dem Einstieg des neuen 126-Millionen-Sponsors, haben die britischen Cup-Strategen jetzt die Highspeed Rennserie als zielführend für die Cup-Vorbereitung identifiziert.

Diese Entscheidung lässt Schlüsse darauf zu, wie die Briten die wichtigsten Leistungsfaktoren für die Rennen mit den Kraken-Foilern definieren: Es geht nach wie vor überwiegend um höchste Geschwindigkeit und weniger um langsames Taktieren, das die Konkurrenten Luna Rossa und American Eagle (Quantum) bei der SuperSeries üben.

Olympiasieger an Bord

Entsprechend hat Ainslie seine Segelcrew verstärkt. Zwei australische Spezialisten sind rekrutiert worden. Iain Jensen kommt vom schwedischen Artemis Team und war dort als Wingtrimmer eine der Schlüsselfiguren. 2012 gewann er als Vorschoter von Nathan Outteridge Olympia Gold im 49er und danach Silber in Rio. Joey Newton holte mit Oracle zweimal den America’s Cup und soll die Fock trimmen.

Ben Ainslie

Das Team von Ben Ainslie mit dem neuen GC32 Branding. © Harry KH

Während Ainslie erneut das Steuer übernimmt, wird Finn Olympiasieger Giles Scott wie in Bermuda die Taktik für ihn gestalten. Newton wird sich an Bord des GC32 Kats mit Nick Hutton abwechseln, einem zweimaligen Sieger mit Ainslie bei der America’s Cup World Series. Dazu kommt der physisch starke Brite Neil Hunter, der 2017 den Red Bull Youth America’s Cup gewann und überraschend in Bermuda auch schon auf dem AC50 Katamaran mit Ainslie eingesetzt wurde.

Wettkämpfe unter Druck

Ainslie erklärt: „Der GC32 ist nicht der Monohull, den wir beim Cup segeln werden. Aber die Teilnahme am Foiling Zirkus gibt unserem Segelteam eine Möglichkeit zusammen Wettkämpfe unter Druck zu bestreiten und mit der Technik klarzukommen. Wir hoffen, dass uns das in eine gute Position für die America’s Cup World Series bringt, die schon 2019 startet.

Man gebe sich keiner Illusion hin, dass man sehr neu bei dieser Art des Wettkampfes sei. Ainslie hat zwar schon mal mit seinem Jugendteam GC32 gesegelt, aber noch keinen besonders großen Eindruck machen können. “Wir haben aber einige große Veränderungen im Team an Land und auf dem Wasser vorgenommen mit einigen sehr erfahrenen America’s Cup-Segelern, und sie sind jetzt schon eine großartige Verstärkung.”

Die Briten werden erstmals Ende Juni in Lagos/Portugal an den Start gehen, danach in Palma (Juli/August), Sardinien (September) und Toulon (Oktober). Sie sind das achte Team auf der GC32 Tour, die überwiegend von Owner Drivern bestritten wird. Allerdings startet mit Franck Cammas auch wieder ein alter Bekannter aus dem America’s Cup.

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *