America’s Cup: Chinas Trainings-Kenterung, Ainslies Sieg gegen Outteridge

Duell der Olympiasieger

Ben Ainslie hat ein hervorragendes Debut bei der America’s Cup World Series in San Francisco abgeliefert. Er besiegte den Olympiasieger-Kollegen Nathan Outteridge mit Finn Dinghy Weltmeister Giles Scott an Bord mit 2:0 und zieht in die nächste Match Race Runde ein.

Ben Ainslie (r.) verliert beide Starts gegen Nathan Outteridge und gewinnt schließlich doch. © Gilles Martin-Raget

Ben Ainslie (r.) verliert beide Starts gegen Nathan Outteridge und gewinnt schließlich doch. © Gilles Martin-Raget

Dabei hatte er jede Menge Arbeit mit dem 49er Piloten, der schon große Erfolge am Steuer des Korea Katamarans gefeiert hat. Zweimal verlor der Match Race Weltmeister Ainslie knapp den Start, als er etwas zu spät zur Linie beschleunigte, aber zweimal überholte er mit seinem erfahrenen Oracle Team auf der ersten Vorwind-Strecke.

“Es ist unglaublich, wie schnell alles geht”, sagt Ainslie. “Die Rennen dauern nur 13 Minuten und ich bin der Einzige, dem Zeit bleibt auf dem Kurs etwas Überblick zu behalten.” Es habe viele Probleme gegeben, einmal mit dem Gennaker. Deshalb habe er die Gegner über die Luvtonne hinaus geluvt und zweimal in den Wind geluvt, um die Schwierigkeit vor dem Vorwindkurs zu beheben. “Es hätte uns fast das Rennen gekostet, weil wir an die Spielfeldgrenze kamen.”

Gegner Outteridge ärgerte sich im letzten Rennen über einen absolut strittigen Penalty, den er nach einer Vorwind-Halse aufgebrummt bekommen hatte, und versuchte alles, um nach der vermeintlichen Fehlentscheidung ein nachträgliches Resail genehmigt zu bekommen. Aber seine Eingaben wurden von der Jury abgewiesen.

Ainslie zog jeweils auf dem ersten Vorwindkurs vorbei. © Gilles Martin-Raget

Ainslie zog jeweils auf dem ersten Vorwindkurs vorbei. © Gilles Martin-Raget

Die weiteren beiden Match Race Duelle der Qualifikationsrunde entschieden die Luna Rossa Boote jeweils mit 2:0 für sich gegen das China Team und Artemis Debutant Santiago Lange. Der Argentinier lag zwar in beiden Rennen vor dem zweimaligen 49er Weltmeister Chris Draper musste sich aber jeweils überholen lassen.

Ab heute abend 23 Uhr greifen die großen Teams in die Match Race Serie ein. Livebilder sollen per Youtube Link unten zu sehen sein. Die Rennen sind per Virtual Eye auch nachträglich zu verfolgen.

Artemis Santiago Lange (r.) verlor zweimal gegen Chris Draper von Luna Rossa. © Gilles Martin-Raget

Artemis Santiago Lange (r.) verlor zweimal gegen Chris Draper von Luna Rossa. © Gilles Martin-Raget

Obwohl die Match Races mit vier Führungswechseln noch relativ spannend waren ist  Russell Coutts eher unzufrieden mit der Attraktivität von Segelduellen. In einem Interview sagte er, dass die Entscheidung der America’s Cup Altvorderen, zu einem Match Race Format überzugehen wohl nicht sehr glücklich war. Womöglich aus diesem Grund zeigen die Organisatoren auf ihrem Youtoube Kanal lieber die Trainingskenterung vom China Team als Bilder der ersten Match Races.

Übertragung ab 23 Uhr:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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8 Kommentare zu „America’s Cup: Chinas Trainings-Kenterung, Ainslies Sieg gegen Outteridge“

  1. avatar Manfred sagt:

    Klasse der Direktlink, Carsten. Vielen Dank!
    Kann man wenigstens bisschen segeln schauen, wenn man wg Rücken nicht selbst segeln kann…

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  2. avatar AC90 sagt:

    Die Entscheidung zu einem Matchrace-Format überzugehen war nicht besonders glücklich? Was glaubt Coutts denn was nächstes Jahr beim AC passieren wird?

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 1

    • avatar Marc sagt:

      ein Fleetrace 😉

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 1

    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      Diese Äußerung habe ich so verstanden, dass er sie auf die Ursprünge des America’s Cups bezog. Jetzt müssen sie mit der damaligen Entscheidung leben.

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      • avatar Stefan sagt:

        ….die Entscheidung kam aber auf drängen der Briten zustande, nachdem der erste AC in den USA noch ein fleet-race war.

        …ich denke die Diskussion ist müßig, da könnte man sich auch beklagen, das Wimbledon auf Rasen ausgetragen wird.

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  3. avatar Wilfried sagt:

    scheinbar haben sie endlich kapiert, dass March-race auf Cats ziemlicher Blödsinn ist. Diese Entscheidung kann er aber kaum den Altvorderen anlasten. Nebenbei erwähnt ging es damals auch nicht darum zu verhindern das zwanzig Nationen um den Cup kämpfen, sondern zu verhindern das 20 Boote der Verteidigernation Teamrace gegen einen Herausforderer segeln der auch noch auf eigenem Kiel anreisen musste.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 0

    • avatar stefan sagt:

      …das Stichwort ist “Nation” … vielleicht sollte man die alte “nationality rule” wieder aktivieren: derzeit segeln bei Oracle fünf Australier, sechs Neuseeländer, drei Holländer, zwei Kanadier, ein Brite, einmal Antigua, einer aus Italien…..

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    • avatar AC90 sagt:

      Du weißt doch, Supermanager machen nie Fehler. Fehler machen immer nur die anderen, auch wenn se schon hundert Jahre tot sind.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

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