America’s Cup: Design-Chef Martin Fischer in Bermuda – Er erklärt die Kiwi-Kenterung

Der deutsche Flügel-Papst

Martin Fischer hat als einer der Foiling-Pioiere zum großen Teil den Hype eingeleitet. In Bermuda arbeitet er als Design-Chef beim französischen Cup Team. Er spricht über seine Erkenntnisse.

Martin Fischer bewegte sich lange Zeit eher hinter den Kulissen der großen Segelteams, denen er bei der Entwicklung der sogenannten Anhänge, also den Rudern und Schwertern, hilft. Denn sein Spezialgebiet ist eigentlich das Klima. 2000 machte er sich in Neu Kaledonien mit einer Firma selbstständig, die Energieversorgern bei der Wetterberechnung hilft. 

Aber die Strömungslehre wurde für den in der Nähe von Bremen geboren Deutschen, der  in Hamburg Physik studierte, immer wichtiger. Schließlich  entwickelte er die Rumpf-Anhänge für den ORMA 60 Tri „Groupama-2“,  den 150 Fuß Maxi „Groupama-3“, wie auch für den Mega Multi „Sodebo“.

Außerdem arbeitete an den ersten Anhänge für den BMW Oracle Tri für 2010 und revolutionierte nebenbei die Formel 18 Klasse mit dem Capricorn-Design, der 2006 die Weltmeisterschaft gewann. Danach war er maßgeblich am Hobie Wild-Cat-Projekt beteiligt und gehörte zum Design-Team beim Volvo-Ocean-Race-Sieger Groupama.

Der Schritt zum Foiling erfolgte mehr durch ein Spaß-Projekt, das ihn ins Rampenlicht rückte: Einem fliegender A-Cat. Er experimentierte mit Ruder und Schwertern, auf denen sich die auch kleine Kats kontrolliert aus dem Wasser heben.

Inzwischen ist das schon fast ein alter Hut. Fischer schob maßgeblich das Flying Phantom-Projekt an und brachte den GC32 Foiler auf Kurs. Seine Expertise auf dem Gebiet der fliegenden Segelboote ist unerreicht.

Er spielt in der höchsten Liga, Spezialist für Strömungslehre und ein echter Promi in der technisch bewanderten Segelszene. Was er anfasst, hat große Dimensionen. Sein Wort hat Gewicht bei den großen Profi-Teams.

Beim Groupama Team France fehlte das Geld für eine bessere Leistung, aber möglicherweise geht es in einem neuen Zyklus mit einem konkurrenzfähigen Budget weiter. Die Franzosen zeigen jedenfalls Flagge in Bermuda und Fischer ist voll dabei. Aber das ist nicht sein einziges Eisen im Feuer. Fischer ist an den Berechnungen zum neuen Maxi-Triaman “Sodebo” beteiligt. 2019 startet die große Regatta, bei der die schnellsten Multihulls auf Tragflächen um die Welt rasen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „America’s Cup: Design-Chef Martin Fischer in Bermuda – Er erklärt die Kiwi-Kenterung“

  1. avatar Hhmmm sagt:

    Mal wieder nichts als eine seltsame Ansammlung von Kemmling-Sätzen. Content?

    Aber klar, “Pabst”…

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 11 Daumen runter 5

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