America’s Cup: Erste Flug-Bilder vom Team New Zealand – Ainslie-Designer über Unterschiede

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Carsten Kemmling

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9 Kommentare zu „America’s Cup: Erste Flug-Bilder vom Team New Zealand – Ainslie-Designer über Unterschiede“

  1. avatar roar sagt:

    Mit dem “Buckel” verfügen die Kiwis über das bessere Unterwasserschiff, da die benetzte Oberfläche kleiner als bei den Amerikanern ist.
    Die America Magic erinnert mit dem aerodynamisch optimierten Überwasserschiff ein wenig an die Aero II (Z 439), die schon 1936 vom Stapel lief. https://www.ammersee-yacht-club.de/manfredcurry

  2. avatar waterman 2000 sagt:

    Welcher Historiker verbirgt sich denn hinter diesem User.? Oder ist er ein international bekannter und erfolgreicher Yacht Designer oder aber nur ein Gerne-Groß der sich anmaßt schon zu wissen das die Kiwis das bessere Unterwasserschiff haben.
    Tzzz….

  3. avatar roar sagt:

    @waterman2000

    Als Segler sollte man eigentlich wissen, dass Rümpfe (Unterwasserschiffe) mit höherem length/breadth ratio einen geringeren Form- und Wellenwiderstand zur Folge haben.
    Das Unterwasserschiff der Kiwis ist aufgrund des Buckels wesentlich schmaler als das flache, breite Unterwasserschiff der Amerikaner . Der annähernd halbkreisförmige Querschnitt des Buckels führt ausser dem geringen Form- und Wellenwiderstand auch zu einer geringeren benetzten Fläche. Der Rumpf der Kiwis wird daher leichter die zum Foilen benötigte Geschwindigkeit erreichen.

  4. avatar Jonas sagt:

    Ich weiß nicht ob sich die Frage des “besseren” Unterwasserschiffs so leicht beantworten lässt, ja im klassischen Bootsbau wäre das kiwi Unterwasserschiff deutlich besser, allerdings haben ja bereits die scows bewiesen dass es auch andere sehr gute Konstruktionen des Unterwasserschiffs Gibt.

    Mit foils ändern sich die Anforderungen dann nochmal komplett, möglicherweise generieren die American Magic foils schon sehr früh viel Lift, dann kann der Flache, breite, Rumpf durchaus Sinn machen, da so die Eintauchtiefe der gesamten Yacht geringer ist und so der wasserwiederstand früher abnimmt. Sprich es könnte sein dass dieses boot seinen Nachteil in der Rumpfform durch eine andere Foil Geometrie ausgleicht.

    Ich behaupte an dieser Stelle einfach dass die Designer sich schon etwas bei dem flachen breiten Rumpf gedacht haben. Schnelle non foiler wie Rambler88 oder einige VO70 und ältere IMOCA Designs waren auch hin und wieder breit und flach und trotzdem überlegen.

    Das ganze ist natürlich wie alles hier reine Spekulation und erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit.

    Zusätzlich ist auch die Frage wie viel Zeit die boote am ende überhaupt im Wasser verbringen werden, derjenige der am frühesten foult und die wenigste Zeit im Wasser verbringt, dabei aber auch bei viel Wind schnell ist wird die Sache gewinnen. Wichtig wird es auch sein die Manöver möglichst im foiling zu fahren und die Aerodynamik des Rumpfes wird ebenfalls eine Rolle spielen.

    Welche Yacht am ende die schnellste ist wird sich erst zeigen wenn sie das erste mal gegeneinander fahren…und das wird noch etwas dauern.

  5. avatar roar sagt:

    Die Unterwasserschiffe der beiden Protagonisten unterscheiden sich sehr stark. Es ist daher anzunehmen, dass die Performance beider Boote im Non-Foil-Modus unterschiedlich ist. Ich gehe davon aus, dass die Kiwis schneller in den Foil-Modus wechseln können und nicht so stark abgebremst werden, wenn der Rumpf nach dem Foilen ins Wasser platscht.

  6. avatar Jonas sagt:

    Roar, kommt auch stark auf die foils an, damit kenne ich mich zumindest etwas aus, wenn ein Foil bereits früh Lift generiert kann es durchaus sein dass die Yacht von American Magic zu einem früheren Zeitpunkt aus dem Wasser kommt obwohl die Rumpfform “schlechter” ist. Diese Spielt dann keine so große Rolle einfach weil man schon bei geringerer Geschwindigkeit den wasserwiederstand und die benetzte Fläche durch die foils veringert, dabei kann es auch sinnvoll sein einen breiten Flächen Rumpf zu bauen da man so schlagartiger die benetzte Fläche Verringern kann, einfach weil der Rumpf zwar breiter ist, dafür aber weniger tief ins Wasser eintaucht. Dadurch in Kombination mit anders ausgelegten foils kann es durchaus Sinn machen den Rumpf so zu gestalten. Leider ist mein Studium schon einige Jahre her weshalb ich das ganze auch nur noch annähernd erklären kann aber wie ich bereits sagte gehe ich davon aus dass sich die top bezahlen und wirklich guten Yachtarchitekten von American Magic da etwas gedauert haben, da auch die Form der foils mit dem Mittelkörper völlig anders ist als die von ETN gehe ich davon aus dass einfach ein anderer aber deshalb nicht unbedingt falscher Ansatz verfolgt wird, manchmal zahlen sich solche versuche und alternative Designentscheidungen aus und es lassen sich daraus Vorteile erzielen. Zum Beispiel wurden die scows/Plattenburg boote anfangs eher belächelt, mittlerweile wird das ganze in immer mehr Klassen der Standard obwohl diese Boote Strömungstechnisch anderes funktionieren.

    Ich bin der Meinung wenn wir hier nur durch Fotos Wissen würden welcher dieser Rümpfe besser ist hätte American Magic mit seinen Experten, die deutlich mehr drauf haben als wir alle zusammen, ich gehe mal davon aus dass hier niemand bei VPLP arbeitet, einen anderen Rumpf gebaut, denn die Geschichte mit dem Buckel ist alles andere als neu. Vielmehr wird da ein Konzept dahinter stecken, ob das funktioniert muss sich aber erstmal zeigen. Bisher hat American Magic am besten geliefert, deren Boot war als erstes in der Luft und kann schon Recht aufwändige Manöver ohne ins Wasser zu fallen. Möglicherweise schafft man es auch die boote so weit zu optimieren dass sie während der gesamten Regatta nicht aus dem foilen kommen, dann wäre völlig egal wie der Rumpf ausschaut. Mit den ac50 war das ganze ja hin und wiet möglich und bis zum nächsten AC ist noch etwas Zeit.

    • avatar roar sagt:

      Jonas, der ETNZ Head Designer sagt dasselbe wie ich zu dem Bustle (Buckel):

      ” ETNZ’s Head Designer Dan Bernasconi says the hull deformity comes into play when the AC75 starts the transition from displacement mode to foiling, and the monohull morphs briefly into a multihull.

      “As soon as you get a little lift on the foils then you start reducing the weight on the hull. At that point, it will only be the “bustle” that is in the water, and it looks far more like a multihull shape.

      We’re trying to minimise the amount of wetted area, and get as much of the boat as we can, up and out of the water.
      Every square metre of wetted area is friction, and that will delay the acceleration.”

      We’re trying to get up and foiling as quickly as possible because foiling is a lot more efficient.”

      Die Amerikaner wollen dagegen offenbar mit dem breiten flachen Rumpf den Ground-Effekt (d.h das Luftpolster unterhalb des Rumpfes) nutzen.

      Die Foils unterscheiden sich übrigens nicht, sondern werden vom italienischen Industriekomplex Persico als Einheitskomponente für die Teams hergestellt.

      • avatar C.H. sagt:

        Das gilt glaube ich nur für die Foil-Arme, die One-Design sind, nicht für die Anhänge, insbesondere das T am Ende.

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