America’s Cup Insights: Dschidda hinter den Kulissen – Was die Briten vorhaben

Veränderte Prioritäten

Der Austragungsort Saudi-Arabien für die zweite America’s-Cup-Vorregatta war immer umstritten. Der Beginn enttäuschte auch sportlich wegen fehlenden Windes. Dann folgte ein Ereignis, “über das man noch lange sprechen wird” findet Berichterstatter Matt Sheahan.

Team New Zealand mit Problemen bei einer High-Speed-Leetonnen-Rundung. © Ian Roman/America’s Cup

Der renommierte britische Macher des Video-Segelformats PlanetSail lässt in seinem jüngsten Beitrag die Geschehnisse von Dschidda Revue passieren und vermittelt zahlreiche Insights der Szene. Er äußert sich begeistert über die dreitägige Serie und ist überzeugt, dass die AC40-Regatta den Hochleistungssport auf Foils neu definiert hat. 

“Von den taktisch hochwertigen Duellen zwischen den Booten bei Geschwindigkeiten von über 60 Knoten bis hin zu atemberaubenden Leistungen einiger der jüngsten Segler, die der Cup je gesehen hat, und Schocks für einige der ganz Großen – dies war ein Ereignis, über das man noch lange sprechen wird.”

 

Außerdem führte Sheahan hat in Dschidda auch Interviews mit Ben Ainslie und Operations Director Dave Endean zum Stand der britischen America’s Cup Vorbereitung. Die Briten lieferten vor Saudi-Arabien erneut eine enttäuschende Leistung ab und Ainslie ärgert sich darüber. Aber er macht auch klar, dass diese Rennen wenig mit dem eigentlichen America’s Cup 2024 vor Barcelona zu tun haben.

Die sechs AC40 an der Startlinie vor Dschidda. © Ian Roman/America’s Cup

Die Briten erklären, wie sich ihre aktuelle Herausforderung vom letzten Cup-Versuch in Auckland unterscheidet. Die Prioritäten scheinen sich noch deutlicher Richtung Design entwickelt zu haben. Dabei spielt die Leistung mit den AC40-Einheitsbooten kaum eine Rolle. Die wichtige Arbeit findet hinter den Kulissen statt. Bei den Briten arbeiten etwa 60 Entwickler in Brackley beim Mercedes-AMG Petronas F1 Team daran, das AC75-Siegerboot für den America’s Cup zu entwerfen.

In diesem Zyklus darf nur ein AC75 gebaut werden. Deshalb wird im Vorfeld viel getestet. Und gerade die Briten haben sehr viel Zeit mit ihrem Testboot verbracht, das nur 12 Meter lang sein darf.

Die nächste Vorregatta startet erst am 22. August 2024. Auch sie hat keine Bedeutung und ist nur ein Test. Da sie aber unmittelbar vor der Herausforderer Serie stattfindet (Start 29. August) und mit den AC75 bestritten wird, wird ihre Aussagekraft im Hinblick auf die Cup-Regatten deutlich größer sein.

Die spektakulären Rennen vom zweiten Renntag in Dschidda:

Dritter Renntag:

Alle Rennen hintereinander:

Ergebnisse der Vorregatten

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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