America’s Cup: Neuer AC75-Monohull für 2021 – 100 Prozent “Flytime” angestrebt

"Schneller als die Katamarane"

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Carsten Kemmling

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18 Kommentare zu „America’s Cup: Neuer AC75-Monohull für 2021 – 100 Prozent “Flytime” angestrebt“

  1. avatar Harrie Jasses sagt:

    Ballast Foils. Wat dat nich all gift. Auf alle Fälle ein sehr spannendes Konzept!!

  2. avatar Christian sagt:

    Wetten, dass der 2021 tatsächlich segelnde Cupper nicht annähernd so radikal sein wird wie dieser Entwurf? Er wäre nicht beherrschbar unter Matchrace-Bedingungen, er wäre wegen der herausstehenden Foils lebensgefährlich für die Crews, die strukturellen Belastungen von Foils und Rumpf wären zu groß angesichts der brutalen Kräfte, und last but not least wäre die Performance deutlich schlechter als die der AC-50 Katamarane.

    Aber der Unterhaltungswert dieses Entwurfes ist groß, das gebe ich zu.

    • avatar Till sagt:

      Warum sollte das nicht funktionieren? Da haben sich top Bootsbauer und Ingenieure Gedanken gemacht wie man ein Monohull zum foilen bringt. Bei den ac72 gab es am Anfang auch eine Menge Leute die meinten das würde niemals funktionieren. Und wie wir wissen hat es ziemlich gut funktioniert.

      Das “Verletzungsproblem” mit den foils ist nicht neu das gab gibt es bei allen foilen. Was denkst du was passiert wenn beim AC50 ein Segler vor dem foil ins Wasser fällt?

      Mit der Stabilität sehe ich auch kein großes Problem da es möglich ist eine imoca zum (semi)-foilen zu bringen und die ultime trimarane die 12,5t+ Wiegen auch ohne permanente Schäden Fliegen können. Was man außerdem nicht vergessen darf, ist das beim AC ganz andere Materialien Verwendung finden weil die Teams ein Vielfaches des Geldes von zb. Gitana oder Banque Populaire aufbringen können.
      Dadurch werden die Boote wohl extrem leicht und gleichzeitig wahnsinnig Stabil.

      Woran du festmachst das die Performance schlechter als die eines AC50 sein soll weiß ich auch nicht. Ich sehe nur Vorteile: größeres Boot, mehr Segelfächer, mehr aufrichtendes moment, mehr Grinder, bei Manövern mehr Stabilität und beim Segeln weniger Fläche im Wasser.

      Klar wird der Cup damit vermutlich nicht billiger. Einfach weil alles erst Mal neu entwickelt werden muss. Außerdem verstehe ich auch deine bedenken weil das schon sehr ungewohnt und empfindlich aussieht mit diesen riesigen schwenkfoils. Aber am Anfang fanden wir auch die ac72 oder die imoca mit ihren merkwürdigen Flügeln ungewohnt und viele sagten das kann niemals funktionieren.
      Insgesamt hoffe ich das die ganze Sache gut funktioniert weil es auch bei vielen anderen Bootsklassen in Zukunft anwendbar wäre und den Segelsport Revolutionieren könnte.

      • avatar thorsten sagt:

        Vielleicht kann man am Mechanismus der Schwenkfoils ja doch noch was arbeiten, damit das ganze nicht zum Lanzenreiten verkommt.. 😉

  3. avatar Borgfels sagt:

    Nur mit Visionen & Träumen erschafft man Zukunft!

    I

    • avatar Christian sagt:

      Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen… sagte ein bekannter Hanseate. Im Ernst, realisierbar muss solch eine Idee schon sein. Ein schickes Rendering allein macht noch keinen Fortschritt.

      • avatar Hannes sagt:

        Und wo siehst du die Probleme?

        • avatar Christian sagt:

          Wie viele foils sind schon ohne ballastgewicht delaminiert? Wenn das boot halten soll, wird es so schwer, dass es eine lahme ente ist.

          Und gross heisst nicht automatisch schnell sondern erstmal grosse kräfte. Etnz wird das konzept schon verwirklichen, aber nicht so radikal. Das ist ein sexy maximalentwurf. Die segler und die ingeneure werden schon noch für vernunft sorgen. Wetten?

          • avatar Till sagt:

            Naja ich bezweifle das die Dinger wirklich so viel Gewicht haben werden. Das aufrichtende Moment ist durch das foil was extrem weit im Lee steht sowieso schon sehr groß. Da hängt nämlich schon ein komplettes Boot dran und das Luv foil hängt nochmal ~3-4 Meter weiter raus. Bei dem langen Hebel bringt schon geringes Gewicht Wunder. Ansonsten sind die Jachten ja nicht so besonders… Rambler 88 und die ganzen 100fußer sind zb größer und mit denen wird im southern ocean gesegelt.

            Die foils brechen auch eher bei solchen Bedingungen. An den AC ist soweit ich weiß noch nie bei Regatten ein foil gebrochen. Und die müssen ja auch nur ein Tag Matchrace halten. Danach können die ja von den Teams getauscht werden. Geht dann eben wie früher bei der Formel 1.

            Ich glaube die Boote werden sogar noch deutlich krasser als angenommen. Denn bei dem AC werden mit Sicherheit 5-8 Teams mit viel Grips teilnehmen und sehr viel Geld ausgeben um schneller als die Kiwis zu sein. Denn nicht die Kiwis bauen die Boote sondern die Teams. Die Ac72 sollten ja eigentlich auch nicht foilen. Das haben die Kiwis damals erfunden um schneller als Oracle zu sein und da dachte auch jeder es sei unmöglich einen 72 Fuss 6tonnen Katamaran zum Fliegen zu bringen. Heute ist das vollkommen normal. Und genau das wird auch mit den monos passieren. Und das schöne ist, auf foils ist es vollkommen egal ob das Ding 1,2 oder 3 Rümpfe hat.

          • avatar Till sagt:

            Und Ja ich würde Wetten;)

          • avatar Christian sagt:

            Wenn das Boot in Fahrt ist, gibt es durchs Leefoil dynamischen Auftrieb. Wenn die Fahrt weg ist, z.B. durch ein abruptes Manöver, braucht auch ein solches Boot Stabilität; entweder durch Formstabilität (der große Vorteil von Multihulls) oder durch Gewichtsstabilität. Damit letztere gewährleistet ist, bedarf es eines ausreichenden Ballastanteils. Dieser ist angesichts des vorgesehenen großen Riggs signifikant und müsste schon bei deutlich über 20 Prozent liegen. Das macht die Foils und auch das gesamte Boot schwer, mit der Folge von Speedeinbußen und ungeheuer großen Kräften z.B. im Schwertkasten.

            Dass der Ballast in Luv ist, sorgt bei Normalbedingungen für hohes aufrichtendes Moment. Aber wehe, es kommt zu einer plötzlichen Kursänderung. In der gezeigten Radikalität werden die AC75 unter echten Matchrace-Bedingungen nicht vernünftig beherrschbar sein. Oder sie segeln die ganze Zeit im Safety-Modus mit wenigen Manövern, was aber langweilig ist.

            Das größte Problem am Entwurf sind die seitlich weit herausragenden Foils. Ich möchte lieber nicht wissen, was passiert, wenn bei einer Annäherungsgeschwindigkeit von über 100 km/h ein solches Foil in Kopfhöhe übers Deck des Gegners streicht. Bei den IMOCA Open 60 ist das Gefahrenpotenzial auch schon groß geworden, aber die segeln über Ozeane und dies nicht im Matchracemodus.

            Ich bin durchaus Fan des AC und erst Recht des Teams NZL. Aber ich will bei aller Lust am Spektakulären keine weiteren Toten sehen.

  4. avatar Lyr sagt:

    sehr cool! Das ist doch mal ne geile Vision mit einem stark gemachten Video.

    Gibt es noch einen Artikel mit den gesammelten Kommentaren aus der AC-Segelszene zu diesem Entwurf Carsten?
    Würde ich mit Freude lesen! 🙂

  5. avatar Zecke sagt:

    Moin erstmal, wer die Szene beobachtet, erkennt vor allem seit der Initiierung des AC35 eine gewaltige technische Revolution im Segeln, man schaue nur auf die gerade stattfindenden Rekordversuch! Und : die Kiwis als Segeln Aktion Nr 1 und Top Yachtwerften im Land wissen wahrscheinlich besser als jeder Deutsche und hier registrierter, was technisch machbar ist und was nicht! Ich freue mich auf den nächsten AC 36!

    • avatar Till sagt:

      Da Stimme ich dir absolut zu. Das ist ja keine Spinnerei von denen sondern ein ernster Plan wie die neuen Cuper aussehen sollen. Da Stecken 2 sehr Reiche Segelteams dahinter. Die werden wohl kaum ein Konzept veröffentlichen und es dann nicht umsetzen können. Vermutlich arbeiten die schon seit ein paar Wochen an der Umsetzung und haben eine Lösung für hier vermutete strukturelle Probleme.

  6. avatar Zecke sagt:

    Moin erstmal, wer die Szene beobachtet, erkennt vor allem seit der Initiierung des AC35 eine gewaltige technische Revolution im Segeln, man schaue nur auf die gerade stattfindenden Rekordversuche! Und: die Kiwis als Segel Nation Nr 1 und mit Top Yachtwerften im Land wissen wahrscheinlich besser als jeder Deutsche und hier registrierter, was technisch machbar ist und was nicht! Ich freue mich auf den nächsten AC 36!

  7. avatar mantis sagt:

    Nun beruhigt euch mal alle wieder. Natürlich werden die Neuseeländer sich dabei etwas gedacht haben. Das Vertrauen in das Denken anderer und vor allem in das Geld der Sponsoren ehrt euch unwahrscheinlich. Auch die Zweifler haben keine besseren Argumente, denn wie es so schön in einem DDR Witz heißt die sowjetischen Genossen werden sich schon was dabei gedacht haben, reicht auch nicht.
    Das einzige was zu denken gibt, ist das Carsten, dass „Luftgewicht“ als Ballast betrachtet und das „Wassergewicht“ nicht. Bei gleichen Hebellängen ist das Luftgewicht nur um das Gewicht des verdrängten Volumens größer als das Wassergewicht. Und das wird es sicher nicht bringen.

    Einen schönen Tag auch noch und nicht vergessen Daumen runter

    • avatar ACE sagt:

      Mantis, eine rein statische Betrachtung ist in diesem Falle leider nicht zielführend.

      Wenn die Schiffe in Fahrt sind, erzeugen die Leefoils einen enormen Auftrieb, wobei der über dem Wasser schwebende Bootsrumpf für Stabilität sorgt, die durch die weit in Luv befindlichen Luvfoils noch verstärkt wird.

      • avatar mantis sagt:

        Ja ich bin mir bewusst, wie schwierig es ist, die Begriffe ihrer Definition entsprechend, richtig zu gebrauchen. Aber es zeigt sich eben auch, dass man die Zusammenhänge verstehen sollte, wenn man Begriffe wie schweben, Stabilität und “verstärkte Stabilität” in einem Satz vor sich hin zwitschert.
        Stabilität ist dann erreicht und das gilt für statische und dynamische Stabilität, wenn die Kräfte, die auf einen Körper einwirken im Gleichgewicht sind.
        Es heißt nichts anderes, als dass sie sich gegenseitig aufheben. Schweben ist zum Beispiel ein solcher Gleichgewichtszustand. Es muss wenn sich der Körper nicht bewegt (statisch) oder bewegt (dynamisch), eine gleich große Kraft gegen die Schwerkraft wirken, damit der Körper schwebt.
        Nun kann auch nicht der Rumpf nur alleine schweben, sondern wenn, dann schweben die Luvfoils ebenfalls. Einmal darfst du raten warum.
        Der enorme Auftrieb der Leefoils würde, wenn man also alles aus dem Bauch beurteilt, die Kräfte nach Gusto als wirkungsvoll und nicht so wirkungsvoll einteilt, das Schiff, wenn es dafür nicht auch eine Gegenkraft gäbe, nach Luv kentern lassen.
        Es ist übrigens die gleiche Kraft die neben dem Auftrieb der Foils, gegen die Schwerkraft wirkt, die den Rumpf und die damit verbundenen Luvfoils im Schweben hält.

        Einen schönen Tach auch noch und nicht vergessen Daumen runter

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