America’s Cup: Schwierige Prognose – Oracle scheint sehr stark

Let the show begin

Unmittelbar vor dem ersten Rennen zum 34. America’s Cup sind sich die Experten in San Francisco immer noch sicher, wer die Kanne nach Hause holt. Das kleine Neuseeland mit einem Budget von rund 100 Millionen Euro oder das scheinbar übermächtige Team des Milliardärs, das mehr als das Doppelte ausgegeben haben soll?

America's Cup

Oracle und ETNZ snd sich hin und wieder beim Training begegnet. Nun wird es ernst. © ACEA/Gille Martin-Raget

Wettfahrtleiter Iain Murray erzählt beim Mittagessen, dass er für den Auftakt ungewöhnlich wenig Wind um zehn Knoten erwartet. Eine Prognose über den Ausgang traut er sich auch hinter vorgehaltener Hand nicht zu. Für ihn steht es aber fest, dass es sehr eng werden kann.

Besonders beeindruckt ist er von der Wendetechnik der Katamarane. Sie würden im Manöver immer seltener unter 12 Knoten fallen. Mit einem speziell veränderten Anstellwinkel der Schwerter sollen sich die Rümpfe auch im Moment der Drehung leicht aus dem Wasser heben. Der  Manager des 100 Fuß langen Sydney-Hobart Siegers “Wild Oats” hält deshalb auch Wendeduelle für möglich. Denn die leichten Multis beschleunigen viel schneller als Einrümpfer.

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Die Kiwis zeigen neue Spoiler am Heck. Auch eine Endplatte unter der Fock soll die Leistungsfähigkeit noch erhöhen. Wird es reichen? © ACEA/Gille Martin-Raget

Ben Ainslie schlendert entspannt durch den America’s Cup Park. Er hat seinen Job als Oracle Sparringspartner erledigt und dem Vernehmen nach James Spithill ziemlich oft sehr alt aussehen lassen. Dazu lächelt er wissend, sieht sein Team aber sehr gut aufgestellt. An extrem schwachen Wind glaubt er im Übrigen nicht. Der Orcle Wettermann hätte durchaus 14 Knoten vorhergesagt.

Auch ex Alinghi Designer Rolf Vrolijk ist rechtzeitig am Ort des Geschehens eingetroffen. Er beschäftigt sich schon mit den Optionen für die Zeit nach dem Cup. Von den Amerikanern, bei denen viele Mitglieder seines ehemaligen Konstruktionsteams arbeiten, hört er viel Selbstsicherheit. Besonders bei stärkerem Wind scheinen sie sich gut zu fühlen. Schwierig sei die Übergangsphase, wenn noch kein stabiles Foilen möglich ist. Die Bedingungen für den ersten Lauf?

Wettfahrtleiter Iain Murray (r.) beim lockeren Mittagessen Plausch. Links FAZ Reporter Michael Ashelm. © SegelReporter

Wettfahrtleiter Iain Murray (r.) beim lockeren Mittagessen Plausch. Links FAZ Reporter Michael Ashelm. © SegelReporter

Sicher ist, dass sich kein Team sicher fühlt. Es gibt zu viele Unwägbarkeiten. Wie manövrieren die Kats im engen Zweikampf? Wie schnell können sie beschleunigen? Werden sie tatsächlich am Wind foilen? Oracle soll diesen Modus geknackt haben und schon bei einer ordentlichen Höhe am Wind mit über 20 Knoten segeln. Können die Kiwis dagegen halten?

Larry Ellison hat jedenfalls erst einmal seine 88 Meter lange Superyacht “Musashi” mit der silbernen Kanne an Bord vom Pier des America’s Cup Parks ablegen lassen. Ob er das Teil dem Zugriff durch die Kiwis entziehen will?

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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13 Kommentare zu „America’s Cup: Schwierige Prognose – Oracle scheint sehr stark“

  1. avatar AC Fan sagt:

    (Finally) The games are open!

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  2. avatar Müder Fan sagt:

    Noch nicht ganz, aber das letzte Vorgeplänkel ist vorbei:
    http://noticeboard.americascup.com/wp-content/uploads/2011/08/JN120.pdf

    und beide Boote sind vermessen:

    http://noticeboard.americascup.com/wp-content/uploads/2011/09/AC72-001-0Page1forRD.pdf
    http://noticeboard.americascup.com/wp-content/uploads/2011/09/AC72-007-0Page1forRD.pdf

    beide Oracle Boote,

    aber noch nicht Aotearoa, mit den Picknicktischen!?

    http://noticeboard.americascup.com/wp-content/uploads/2011/09/AC72-005-6-FRONT-PAGE-FOR-RD.pdf

    Hoffentlich dann später, heute Morgen!!!

    Go ETNZ!

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  3. avatar Uwe sagt:

    “Das kleine Neuseeland mit einem Budget von rund 100.000 Euro”

    Ein echter Schnäppchenpreis 🙂

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 1

    • avatar Marc sagt:

      soviel kostete die Teilnahme der Deutschen beim RBYAC, ETNZ hat 100 Millionen zur Verfügung 😉

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    • avatar SR-Fan sagt:

      Zitat: “… Larry Ellison hat jedenfalls erst einmal seine 88 Superyacht “Musashi” mit der silbernen Kanne an Bord vom Pier des America’s Cup Parks ablegen lassen ….”

      Wie, gleich alle 88 Superyachten? Ist es da nicht langsam ein wenig voll in der Bucht?

      VG

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  4. avatar Deutschlehrer sagt:

    vorneweg: ich liebe Segelreporter!
    aber dieser Text, mit all seinen Rechtschreibfehlern und halben Sätzen ist einfach nur schludrig geschrieben. Dann doch bitte lieber gar keinen Artikel online stellen, als so ein journalistischen Graus.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 10 Daumen runter 12

    • avatar Lyr sagt:

      Das find ich nicht! Ich kann gerne über Rechtschreibfehler hinweg sehen, wenn der Inhalt interessant ist. Es wäre schade gewesen diesen Artikel, wegen 2-3 Fehlern nicht zu bringen, denn er hebt die Spannung auf heute Abend ungemein.

      Grüße Jan

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 4

    • avatar Uwe sagt:

      Das sieht für mich eher nach dem Pacman-Virus aus !

      What is the ‘pacman’ virus?

      Answer:
      A pacman virus is a virus that can delete Files and stuff (I dont know how?)
      Iit starts to delete your stuff so be careful With your stuff!

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  5. avatar boatsailing sagt:

    Saugeil! 1:0, go New Zealand!!!

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  6. avatar joe2236 sagt:

    2:0 yes – GO Kiwis GO

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

  7. avatar Christian1968 sagt:

    Oracle ist das neue Prada 🙂

    Fast müsste manMitleid mit den Buben haben, so krass haben sie 2x verloren…
    NZL weiter so !!!

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    • avatar Einer sagt:

      Herr Ellison sollte schon mal vorsorglich ‘ne Bunga Bunga Party auf seinem netten Motorböötchen für seine Jungs vorbereiten lassen, damit die Sailors etwas Abwechslung bekommen und nett getröstet werden, wenn denn der Pott nach NZ geht.
      Vorschlag für den folgenden AC:
      Rahmenbedingungen für die Boote festlegen wie gehabt. Aber auch Budgetlimits festlegen! Wie derzeit zu beobachten, hilft es offenbar wenig bis garnicht, den eigenen Etat gegenüber dem Herausforderer zu verdoppeln.
      Knallharte Kontrolle und Transparenz aller Baukosten etc. pp.
      Wäre Ellison nebst Crew etwas mehr am eigentlichen Segelsport interessiert, wäre es billiger und mehr Teams hätten auf gleicher Augenhöhe mitspielen können.

      Die Jungs mögen sich den Sieg ersegeln, aber nicht erkaufen!

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