America’s Cup: Trainingsvideo Artemis gegen Oracle

Der gewisse Unterschied

Artemis hat sich bei seinem fünften Trainigstag erstmals mit dem Oracle Team USA verglichen. Im Video zeigten sich die erwarteten Speed-Unterschiede zugunsten der Amerikaner.

Artemis Racing

Drei Boote auf dem Rennkurs. Artemis und die beiden Oracle AC72. © ACEA Martin Raget

49er Olympiasieger Nathan Outteridge äußerte sich im Video Interview zufrieden, dass er Artemis nach der kurzen Trainingszeit bei 16 Knoten stabilem Wind schon relativ kontrolliert über den Rennkurs steuern könne. Für den Start des Louis Vuitton Cup Halbfinals sagt er aber voraus immer noch deutlich hinter Luna Rossa zu liegen.

Es sei schon beeindruckt, wie weit das Team in so kurzer Zeit gekommen sei. “Aber wenn wir unsere Erwartungen realistisch einschätzen ist es klar, dass wir Luna Rossa nicht nach sechs Tagen Training schlagen können.” Sobald der Wind böig werde, sei es sehr schwierig, das Boot in Fahrt zu halten.

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Fehlendes Training zeigt sich in jeder Menge Spritzwasser bei Artemis. © ACEA Martin Raget

Aber die steile Lernkurve von Artemis könnte es möglich machen, dass die Louis Vuitton Cup Halbfinal Duelle mit Luna Rossa ab dem 6. Augus  vielleicht erstmals spannende Rennen hervorbringen können.

Schwierig ist nach wie vor eine Aussage über die Leistungsfähigkeit von Oracle. Im Video sind Sequenzen erkennbar, in denen die Amerikaner deutlich schneller sind als Artemis. Aber wie ist es im Vergleich zu den Neuseeländern?

Davon hat Oracle eine sehr genaue Vorstellung, da ihnen die offiziellen Leistungsdaten aus den Louis Vuitton Cup Rennen zugänglich sind. “Wir haben dagegen nur eine grobe Idee, wie schnell sie bei welchen Bedingungen sind”, sagt Emirates Trimmer Glenn Ashby. Oracle trainiert jeweils mit seinen beiden Booten auf dem Rennkurs, muss bisher seine Telemetry Daten aber nicht preisgeben.

Das mag einer der Gründe sein, warum das Team New Zealand sich gegen Rennen in den Halbfinals und für Umbauarbeiten am Schiff ausgesprochen hat. Die Rennen werden über schieren Speed und weniger über Rennpraxis entschieden, die für die Kiwis in den Duellen mit den schwachen Gegnern ohnehin wenig poliert werden könnte.

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Artemis segelt schon stabil auf seinen Foils. © Artemis/Sander van der Borch

 

 

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Carsten Kemmling

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10 Kommentare zu „America’s Cup: Trainingsvideo Artemis gegen Oracle“

  1. avatar TBC sagt:

    Thors Hammer schlägt bald zu. Noch ein wenig Training und Feintuning und das Ding geht ab……

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 18

  2. avatar liebersegeln sagt:

    Vielleicht täuschen die Neuseeländer auch nur alle anderen und Oracle weiß genauso wenig über ETNZ wie umgekehrt. Luna Rossa kennt man als Trainspartner genau und seit bekannt wurde, dass Artemis nicht foilen will wussten die Neuseeländer, dass sie schon fast durch sind. Also Zeit genug die Änderungen, die jetzt vorgenommen werden zu entwickeln und zu testen. Außerdem wusste ETNZ, dass sie LR überlegen sind und Artemis zum LVC Beginn nicht antritt, also musste Neuseeland nicht Vollgas geben, auch wenn sie das immer behauptet haben.
    Ich bin gespannt, was ETNZ im LVC Finale zu bieten hat, denn dann ist es für Oracle zu spät um auf das Leistungsvermögen von den Kiwis zu reagieren.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 1

  3. avatar Manfred sagt:

    @ ac pro: Da bin ich bei Dir. Das wird spannend.

    Wo ich mich nicht mit anfreunden kann ist das täuschen, das “sandbagging”, was einige Beobachter vom Sofa aus vermuten. Wie soll das funktionieren, ausser man hat wirklich Sandsäcke dabei, die man auf der Zielgeraden über Bord schmeisst. Boote, wie ich sie kenne, segeln sich nur gut, wenn man sie in der “Groove”, also im Idealzustand hält. Etwas vertrimmt, kann mehr schief gehen als einem lieb ist. Bei den hohen Geschwindigkeiten die die AC72 erreichen (müssen) kann es z.B. leicht über Kopf gehen, wenn unten rum (Hydro) getäuscht wird. Und bremsen, mit nem Bein (Gummistiefel) im Wasser, geht wohl auch nicht.

    Jimmi gegen Ben, glaubt ihr wirklich das sich einer der beiden dabei zurück hält? “Sandbaggen” ist mir in meiner gesamten Segelzeit niemals begegnet. Wohl aber aufstoppen und warten. Was ja auch deprimierend ist, wenn du das nachfolgende Boot bist.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 7

    • avatar liebersegeln sagt:

      ETNZ mach ja keinen Hehl draus, dass sie ihr Bootshandling noch verbessern wollen. Da vermute ich eher, dass die Modifikationen dahin gehen, dass auch am unteren Windlimit Halsen durchgefoilt werden können und bei mehr Wind die Manöver schneller werden und infolge dessen weniger Speedverlust entsteht und der Topspeed schneller wieder erreicht wird.
      @Manfred: was du beschreibst klingt eher nach einer Notlösung wenn eins der beiden Teams kurz davor ist den AC zu verlieren. Klingt jedenfalls sehr riskant für eine “Dauerlösung”.

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    • avatar andreas borrink sagt:

      Das ist wohl wie bei den guten Formel 1 Fahrern – die können auch nur am Limit. Sobald die Stallorder lautet: “Gas weg!” fangen sie an, Fehler zu machen. Vielleicht auch vergleichbar mit einem Flugzeug (??). Wenn der Pilot einfach Schub rausnimmt, schmiert es ab.

      Ausserdem: Warum sandbaggen – soll den Amis doch ruhig klar sein, wie der Hase läft. Das erhöht den Druck!

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  4. avatar future sagt:

    booooooooooooring!!!! 😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 11 Daumen runter 3

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