America’s Cup: Artemis tauft, Luna Rossa fliegt, Kiwis tauchen, Oracle repariert

Fliegen oder doch nicht?

Die Kiwis üben Sprünge vom zehn Meter Turm als Vorbereitung für das Kentern:

Während Luna Rossa schon am ersten Trainingstag mit seinem neuen AC72 bei 15 Knoten zum Fliegen gekommen ist, hat auch Artemis seine verschobene Taufe nachgeholt und immerhin erstmalig einen Flügel gesetzt. Oracle leckt noch seine Wunden, zeigt die Segler beim Stand Up Paddling und das Team New Zealand übt Sprünge vom zehn Meter Turm inklusive Unterwasser-Atmen aus der Mini-Flasche.

Vergleich der drei verschiedenen AC72 Designs. Team New Zealand und Luna Rossa benutzen die gleiche Plattform. © catsailingnews

Vergleich der drei verschiedenen AC72 Designs. Team New Zealand und Luna Rossa benutzen die gleiche Plattform. © catsailingnews

Interessant ist ein Vergleich der aktuellen drei AC72 Konstruktionen von Oracle, Team New Zealand und Artemis. Das Multihull-Portal catsailingnews weist darauf hin, dass Artemis bisher nicht zum Segeln auf Tragflächen gedacht ist. Es gebe keine T-Foils an den Ruder-Enden und die Schwerter lassen die L-Foils vermissen, von denen die Gegner bisher in den Flugmodus gehoben worden sind.

Der nötige Auftrieb, der zum Beispiel das Abfallen unter vollem Druck ohne kentern erst ermöglicht, soll nur durch geschwungene Schwerter erzeugt werden. Das Volumen in den Bugspitzen ist wie beim Oracle Kat zu gering, um einen Überschlag zu vermeiden.

Dennoch wäre dieser Design-Ansatz sehr konservativ. Sollte der America’s Cup doch ohne den Flugmodus gewonnen werden können? Vielleicht haben sich die Schweden vom 72 Fuß Hobie Cat der Australier inspirieren lassen.

Schon am ersten Tag im Flugmodus. Luna Rossa ohne Luvschwert bei 15 Knoten Wind. © Luna Rossa

Schon am ersten Tag im Flugmodus. Luna Rossa ohne Luvschwert bei 15 Knoten Wind. © Luna Rossa

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „America’s Cup: Artemis tauft, Luna Rossa fliegt, Kiwis tauchen, Oracle repariert“

  1. avatar T.K. sagt:

    Mensch – aus 10m springen kann doch wohl nicht das Problem sein. Selbst aus 12m ….
    Interessant wird es wenn da unten der Wing liegt und man da drauf knallt. Das ist ne ganz andere Nummer!

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    • avatar Alex sagt:

      In das Becken passt doch kein AC72 rein. Da müssen die Kiwis doch improvisieren 😉

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    • avatar Marc sagt:

      Schon mal von 10m gesprungen? Das ist zur Erinnerung doppelt so hoch wie ein 5er. Und auch da kann Wasser schon sehr hart sein. Mit Schuhen und Klamotten tut es sicherlich nicht so weh wie barfuß im Schwimmbad, aber lieber dran gewöhnen. Der Wing ist ja auch schon nach der Hälfte 😉

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

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