America’s Cup Kommentar: Was folgt aus dem Tod von Andrew Simpson?

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Carsten Kemmling

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14 Kommentare zu „America’s Cup Kommentar: Was folgt aus dem Tod von Andrew Simpson?“

  1. avatar Eule sagt:

    Danke für diesen Kommentar…

  2. avatar Metazentriker sagt:

    Schade, dass man eure Artikel nicht direkt “liken” kann, denn der hier trifft es einfach nur.

  3. avatar Philson sagt:

    Guter Artikel. Meiner Meinung nach aber zu früh: noch ist zu wenig zum Hintergrund des tragischen Unfalls bekannt. Bis zur vollständigen sollte man nur den Hinterbliebenen Kraft wünschen und nicht über Folgen diskutieren. RIP

  4. avatar dubblebubble sagt:

    Unter den Trampolinen durchgekenterter Kats lauert schon immer Gefahr. Je größer desto mehr. Manch einer hat das vielleicht schon einmal auf einem normalen Sport-Kat erlebt, wenn man den Trapezhaken nicht rausbekommt und man unter dem Boot auch gegen beginnende Panik kämpfen muß.

    Finde es aber nicht o.k. wegen dieses tragischen Falls die AC72 in Frage zu stellen. Eventuell müßte man hier die Rettungsseite noch besser gestalten oder die Kats stabiler bauen, denn sich aus so einem Trümmerchaos wie bei der Artemis zu befreien ist wohl reine Glückssache.

    RIP A.S.

  5. avatar DIno Grobe sagt:

    Hallo Liebes Segelreporter Team, Lieber Carsten,

    ich habe euren Kommentar/Artikel zum Tod von Andrew Simpson mit erstaunen gelesen. Es ist traurig und tragisch das ein Segler beim Training für eine Regatta gestorben ist und ich wünsche der Familie die stärke die man braucht um mit so einer Situation fertig zu werden.

    Die Frage die sich mir nun stellt ob es ein Artikel sein Sollte oder ein Persönlicher Kommentar von Carsten Kemmling. Ich hatte eigentlich gedacht das Segelreporter.com etwas Objektiver berichten kann. Wir müssen uns nur an den Tod von Sebastian Muth am Gardasee erinnern. Er ist damals bei einer Trainingseinheit auf dem Gardasee mit einem 49er gekentert und unter dem Boot mit seinem Trapezhacken hängen geblieben und leider ertrunken. Als zweites Beispiel möchte ich den Tornado Segler Johannes Haeup bringen welcher sich beim Princess Sofia Cup mit einem Tornado während der Regatta überschlug und nicht mehr unter dem Trampolin raus gekommen ist. Sebastian ist mit seinem Partner alleine auf dem Gardasee gewesen und Rettung hat sehr lange gedauert und mann kann die Frage auf bringen ob man hätte helfen können, wie dubblebubble schon angesprochen hatte. Beim Johannes war es kurz nach der Ersten Anwind Tonne bei einer Regatta passiert, Trainer und Betreuer waren schnell da, aber auch hier war es leider nicht möglich ihn zu Retten.

    Dies sind zwei Tragische Beispiele die ich selbst mit erlebt habe bei Sebastian war zwar nicht auf dem Wasser zum Zeitpunkt aber danach ihm Hafen. Bei Johannes war ich selber mit auf dem Wasser als es passierte und kann mich noch gut an die Situation erinnern. Beim 49er kam danach nicht die Frage auf ob diese Klasse zu gefährlich geworden ist oder zu gefährlich Designed wurde. Beim Tornado könnte man Diskutieren das die Umstellung auf Gennaker das Gefahren Potential unnötig erhöhte, aber auch das geschah nur am Rande.

    Der Grund warum bei Beiden Todesfällen nicht so stak drüber diskutiert wurde liegt daran das der 49er eingeführt wurde um den Segelsport Spektakulärer zu machen, genauso war es dann bei der Umstellung des Tornados. Ich glaube keiner würde sagen das das nicht funktioniert hat, wie viele Segler waren begeistert von den neuen Booten damals und auch heute noch sind es die Segelklassen welche die beste Medienpräsenz haben haben.
    So nun zum AC ich kann mich erinnern das die Medien in der Segelszene in den letzten Monaten und Jahren sehr erfreut über die neuen Spektakulären Aufnahmen vom AC waren auch du Carsten hast viel und Intensiv über die neuen Schiffe berichtet das auch mit Freude und Anspannung, du hast auch daraufhin gewiesen das es sehr gefährlich ist.
    Jedem der die Bilder von einem Überschlagenem AC75 gesehen hat kann sich denken was da los sein muss im Moment wenn es passiert. Dies ist aber auch ein teil des Spektakels welches sich die Segelszene gewünscht hat. Jetzt zu behaupten das wir immer dagegen waren und es doch vielleicht zu gefährlich geworden ist finde ich etwas komisch. Grade von der Medien Seite welche genau mit diesen Spektakulären Aufnahmen ihr Geld verdient. Ich will damit nicht sagen das mit dem Tod anderer Menschen Geld verdienen soll, man sollte aber auch einen Tod nicht nutzen um seine Subjektive Meinung die wahrscheinlich in einer Emotionalen Situation entstanden ist als Artikel zu Veröffentlichen. Ich hatte mir hier etwas mehr Objektivität erhofft. Den wenn man der Argumentation von Carsten bis zu ende folgt, muss man sich Fragen wie viele Fahrtensegler jedes Jahr sterben und ob wir da nicht auch eingreifen müssen um Segeln sicherer zu machen.
    Carsten hat in seinem Artikel sehr schön von den Bilder gesprochen wie Andrew Glücklich und ohne Angst auf einem dieser Modernen Boliden gesegelt ist, vielleicht sollte das das Bild sein an das wir denken wenn wir uns an Andrew erinnern.
    Ich möchte abschliessen noch mal sagen das ich sehr traurig bin über den Tod von Andrew bin und ich mein Beileid der Familie aussprechen möchte.
    Es wäre auch schön wenn man in einer Emotionalen Situation als Reporter doch noch versucht einen Objektiver Artikel zu schreiben und nicht alles gleich in Frage zu stellen.

    Vielen Dank Liebes Segelreporter Team und auch dir Carsten.

    Liebe Grüsse Dino Grobe

    • avatar Leichtmatrose sagt:

      Ich halte es für völlig in Ordnung, einderartig gravierendes Eregnis auch (persönlich) zu kommentieren, und ich kann in Carstens Kommentar nichts Unsachliches finden – anders als in manchen Leserkommentaren.
      vielleicht sollte man folgende Dinge unterscheiden:
      – den Schock und die Betroffenheit über den Tod eines sympathischen (und herausragenden) Seglers
      – die technologischen Fortschritte der moderen Bootsklassen (vgl. z.B. den Nacra- Kommentar an dieser Stelle vor einigen Tagen)
      – den (vermeintlichen oder tatsächlichen) Druck, unseren Sport besser, d.h. auch mediengerechter vermarkten zu müssen.
      Ich meine, das sind zunächst sehr unterschiedliche Dinge, die eine separate Antwort erfordern. Über die Tragik von Andrew Simpsons Unfall dürfte Einigkeit bestehen.
      Wie die erhöhten Risiken moderner Bootsklassen zu beherschen sind, scheint mir weniger offensichtlich. Davon getrennt zu betrachten ist m.E. die Frage nach der Vermarktung und dem ZWang zur Vermarktung. Auch hier wird man differenzieren müssen zwischen Top Events, die (wie der AC) geradezu auf Medien- und Publikumswirkung ausgelegt sind, und einem Heckenfest für Regatta- Normalverbraucher.
      Es bleibt – bei mir zumindest – ein Gefühl der Betroffenheit und Skepsis…
      Grüße

    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      hi dino, ehrlich gesagt bin ich in der situation genauso hilflos wie vermutlich die meisten. das geht mir sehr nahe. simpson ist einer von uns. er war ein aufstrebender junger lasersegler als ich mir mit seinem steuermann percy engste fights im laser geliefert habe.
      ich traue mich ja gar nicht, eine klare position zu beziehen und irgendwelche forderungen zu stellen. dafür gibt es wohl auch noch zu wenige informationen über die umstände. aber mein gefühl sagt mir, dass dieses unglück in eine andere kategorie gehört, als die unfälle, die du angesprochen hast.

      übrigens war ojektivität absolut nicht der sinn dieses artikels. im gegenteil.

      • avatar DIno Grobe sagt:

        Danke Carsten für die Aufklärung, ich verstehe das du einfach deinen Gefühlen freien lauf lassen wolltest und respektiere das auch. Vielleicht könnte man in Zukunft bei solchen Vorfällen wie Dietmar Hund anspricht es deutlicher als Kommentar kennzeichnen, da nicht alle die den Artikel lesen so tief in der Materie drin sind, um das unterscheiden zu können.

        Vielen Dank noch mal

        Gruss Dino

    • avatar Dietmar Hund sagt:

      Sehr gut beobachtet, und ja, es ist richtig: gestern wird das Loblied auf die mediale Action gesungen und heute der Cup ín Frage gestellt. Für mich zeigt das einmal mehr, dass man Berichterstattung und Meinung klarer trennen muss. In jeder Zeitung ist die Meinung zu bestimmten Sachthmene separat als solche ausgewiesen, dann heißt es “Kommentar” oder so etwas. Das würde dem Segelreporter auch gut stehen und es ist sehr traurig, dass dieser Konflikt zwischen sachlicher Berichterstattung und meinungsbezogener Bewertung ausgerechnet jetzt so offenkundig und fast unerträglich zu Tage treten muss.

      Auch dieses Forum wird da so ein wenig wie FAcebook: jemand ist gestorben, jeder postet es weiter, kommentiert seine Anteilnahme und macht sich somit zum Teil des “Guten”, des “Richtigen” – manch einer noch über den “like-button”… In den meisten Fällen wäre es aber besser gewesen, die dem Tode geschuldete Aufmerksamkeit vorher dem Lebendem in gleicher Intensität zukommen zu lassen. Dann hätte nicht nur der Tote, sondern vor allem der Lebende etwas davon gehabt…

  6. avatar Alexander Sebestian sagt:

    Geschockt und fassungslos lese ich über den Tod eines großartigen Seglers.
    Aber dieser Segler, hat das getan was für Ihn am wichtigsten war. Das sollte man auf keinen Fall vergessen.

    Trotzdem frage ich mich, wie weit muss man gehen. Ist es noch in einem kontrollierbaren Risikobereich einen AC72 bei soviel Wind zu segeln, oder nicht.

    Ich selber bin ein Trapezfutzi und bin schon öfters mit dem Thema unter dem Trampolin oder Boot zu ertrinken konfrontiert worden.
    Sei’s daß ich gute Kollegen bei Regatten wegen sowas verloren habe, oder selber beinahe nicht mehr rechtzeitig vom Haken gelöst wurde.

    Das sind aber alles Situationen, die wir noch in irgendeiner Art und Weise kontrollieren können.
    Wir können, sollte es nicht mehr kontrollierbar sein, abspringen und das Boot kentern oder im schlimmsten Fall an der Kaimauer zerschellen lassen und unser eigenes Leben retten.

    Aber kann man das auf einem AC72?
    Ich weiß nicht ob Andrew wie eine Kanonenkugel vom Boot geschleudert wurde und mit was für einer Wucht er aufs Wasser geprallt ist. Er hätte ja auch ganz wo anders aufgeschlagen sein und nicht durch ertrinken sterben müssen. Ich möchte mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen.
    Trotzdem stelle ich mir die Frage was kann man anders tun? Kann man das verbessern? Kann man die Sicherheit der Segler auf diesem Boot verbessern?

    Ich persönlich bin ganz begeistert von der Technik die diese neuen AmericasCupper verwenden, glaube aber das hier das Risiko zu gering betrachtet wurde und die Grenzen überschritten wurden.

    Nun sollte man sehr schnell sicherstellen, daß die Boote auch in solchen Situationen noch ein gewisses Maß an Sicherheit für die Segler ermöglichen. Soll zum Beispiel bedeuten – Die Dinger dürfen keinen NoseDive mehr machen sodaß eine unglaubliche Katapultkraft entsteht und die Segler darauf wie Geschosse durch die Luft geschleudert werden! Aber: Geht das überhaupt?

    Ich weiß das ist wieder nur so ein weiteres Kommentar eines Hobbyseglers. Aber trotzdem wollte ich auch die Seite der Zukunft hinterfragen. Wir alle sind begeistert wenn der AC wieder live über Webseiten oder TV Stationen gesendet wird und, so denke zumindest ich, wir alle wollen das es weiterhin einen Americas Cup mit spektakulären Bildern gibt. Daher sollte man diese Seite auch betrachten.

    Mein Mitgefühl gehört nun den Hinterbliebenen von Andrew und auch allen Freunden die nun einen geschätzten Menschen verloren haben.

  7. avatar Artemisianer sagt:

    Es ist einfach nur tragisch! Artemis hat die Sicherheiststandards für die AC72 Sessions sehr hoch gehängt, immer war ein Paramedic mit voller Notfallausrüstung an Bord der Chaseboats, spezielle Sicherheitstrainings mit “Spare Air”, die jeder Segler neben anderem Notfallequipment bei sich hatte wurden durchgeführt, Durchtauchen nach Kenterung geübt etc etc.. Das Bewusstsein, dass so etwas passieren kann, war da und es wurde im Vorfeld alles versucht, das zu verhindern. Leider war es nicht genug.

  8. avatar Jens sagt:

    Hallo,
    ich finde es etwas schade, dass sofort über menschliche Fehler und das “Nicht-kennen” der Limits des Teams und des Boots geredet wird. Die Sache ist so schon schlimm genug.
    Ich möchte hier nur auf
    http://www.wired.com/autopia/2013/05/americas-cup-crash/
    verweisen.

    Viele Grüße

  9. avatar Thosi sagt:

    Hallo,

    jeder denkt anders, doch meine Gedanken dazu trifft Karsten recht gut. Es war ein Unfall mit Ansage, wir haben oft darüber gesprochen. Auch nach meinem Gefühl wird hier eine Risikolinie überschritten, wie es bisher nicht der Fall war. Die Triebkraft ist aus meiner Sicht weniger die Faszination an sensationellem Segelsport, der immer schon ausreichend Risiko beinhaltet hat, als mehr die viel zitierte Medienwirksamkeit und die immense Kohle von ein paar Wenigen, die dahinter steht. Dass auf diese Weise ein junger Ausnahmesegler sein Leben verliert ist sehr tragisch.

    Gruß, Thosi

  10. avatar x-claim sagt:

    Zu diesem Thema passt auch ein Bericht im Stern – das traurigste was ich seit langem gelesen habe…

    http://www.stern.de/sport/sportwelt/americas-cup-abschied-unter-wasser-2060776.html

    Dabei geht es mir nicht um die Schuldfrage, die soll beantworten wer sich dazu berufen fühlt. Aber die Tragik hinter diesem Unglück treibt mir das Wasser in die Augen.

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