America’s Cup: Wie die Briten mit dem Formel1-Team arbeiten – Mercedes verleiht Flügel

Nicht hübsch aber schnell?

Hübsch sieht der neue Briten-Cupper nicht aus, wenn er auf einen zurast. Aber dieser Eindruck kann sich ändern, wenn er schnell ist. Dafür arbeitet Ben Ainslie mit dem Mercedes Formel1-Team zusammen. Was die Autobauer einbringen.

Wenn man betrachtet, wie langweilig die Formel 1 durch die dauerhafte Überlegenheit von Mercedes geworden ist, sollten sich auch America’s-Cup-Fans vor einer ähnlichen Entwicklung fürchten. Nach sieben Siegen von Lewis Hmilton hintereinander muss man davon ausgehen, dass der britische Rennstall eine gewisse Ahnung hat, wie man dauerhaft gewinnt. Wenn er diese auch in den Segelsport einbringen kann, dürften keine mitreißenden Rennen zu erwarten sein.

Aber so weit ist es noch lange nicht. Schon für den vergangenen Cup hatte sich Ainslie viel von der Formel1-Einbindung erhofft und den ehemaligen McLaren-Chef Martin Whitmarsh sogar zum CEO seines Teams Landrover BAR gemacht. Das Ergebnis war enttäuschend.

Was können die Rennfahrer nun leisten? Sie sind für die Tragflächen zuständig. Zwölf Monate haben bis zu 30 Mitglieder des Teams daran gearbeitet, den neuen Cupper mit schnellen Foils auszurüsten. Sie brachten ihre Kapazität mit Simulations-, Fertigungs- und Kontrollsystemen ein, die bei der Entwicklung der Rennwagen zum Einsatz kommen.

Dabei sei es insbesondere um Zuverlässigkeit, Effizienz bedeutet und Zeitersparnis gegangen sein. Außerdem konnten die Fertigungskapazitäten der Autobauer an ihrem Standort in Brackley eingebunden werden.

Ob das schließlich alles so funktioniert wie geplant, wird sich erst im Rennen zeigen. Den Mut zu ungewöhnlichen Formen haben die Briten mit dem Rumpf zumindest schon bewiesen. Und die ersten Testfahrten scheinen auch zu funktionieren:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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