America’s Cup: Peyron Brüder bauen AC72 mit Oracle Know How

"Wie wollen alle überraschen"

Die Peyron Brüder an Bord ihres AC45 Katamarans. © Gilles Martin-Raget

Das französische America’s Cup Team Energy hat eine Lizenz-Vereinbarung mit Oracle Racing abgeschlossen, um vom America’s Cup-Verteidiger ein Basis Design Paket für den Bau eines AC72 Katamarans zu kaufen. Es wäre der fünfte Teilnehmer beim 34. America’s Cup.

Der überraschende Deal helfe, verlorene Zeit aufzuholen sagt Energy Chef Bruno Peyron. Und er soll es für die Franzosen möglich machen, für ein 16 Millionen Euro Budget die Louis Vuitton Finals zu erreichen. Bisher wurde angenommen, das gut 80 Millionen Euro investiert werden müssen, um konkurrenzfähig zu sein. Die Peyrons mögen eine sehr sparsame Abkürzung gefunden haben.

Sicher scheint, dass sie nicht das Design Paket erstehen, das für alle potenziellen Herausforderer bereit steht. Vielmehr ist die Kooperation mit Oracle eher ein Deal wie zwischen dem Team New Zealand und Luna Rossa. Sie wollen ihr Schiff jedenfalls bei Multiplast in Vannes bauen, der renommiertesten Werft für Mega-Multihulls.

Der französische AC72 soll im März 2013 fertig sein. Das lässt dem Energy Team gerade einmal drei Monate Zeit um sich auf die Louis Vuitton Cup Rennen vorzubereiten. “Mit dem besten Design zu unserer Verfügung, glauben wir wirklich, alle überraschen zu können”, sagt Bruno Peyron.

“Diese Vereinbarung zwischen Oracle Racing und Energy Team erinnert uns daran, dass sich die Zeiten und die Geisteshaltung bei diesem America’s Cup geändert haben. Ich danke Russell Coutts für das Vertrauen. Wir haben nun alles, was wir für den Erfolg und eine mögliche Überraschung benötigen.”

Energy und Oracle arbeiten jetzt enger zusammen. © Gilles Martin-Raget

Während diese Nachricht positiv für den America’s Cup ist, bleiben andere Teams auf der Strecke. So sollen Green Comm und Aleph nicht mehr bei der America’s Cup World Series starten.

Die totgeglaubten Chinesen sind dagegen offenbar immer noch im Spiel. Sie kündigten jetzt an, mit dem 25-Jährigen Kiwi-Match Racer Phil Robertson nicht nur die World Series zu bestreiten sondern auch die Extreme Sailing Series.

 

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „America’s Cup: Peyron Brüder bauen AC72 mit Oracle Know How“

  1. avatar wm sagt:

    5 Teams sind schon cool.
    Vielleicht kann man mit den Booten im Anschluss ja noch um die Welt (VOR 2014) segeln.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 5

  2. avatar AC 90 sagt:

    Na dann, mit Oracles Hilfe haben sie für den LVC ja doch noch ein Halbfinale zusammen gekriegt.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 5

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