America’s Cup World Series San Diego: Kiwis siegen vor Spithill. Franzosen segeln stark

America's Cup Auftakt in Amerika

Beim dritten Auftritt der America’s Cup World Series versuchen die Organisatoren, das US-Publikum in San Diego von der neuen Art der Segelsport-Präsentation zu überzeugen. Dabei half das Wetter erst einmal nicht mit. Die Rennen des ersten Tages gingen bei Flaute und strömendem Regen über die Bühne.


Die neun Teams segelten um die “Port Cities Challenge”, wieder eine eigene neue Serie in der Serie. Die Bedeutung soll offenbar nicht so groß sein, wie die am Mittwoch beginnende Match-Race- mit der folgenden Fleet-Race-Serie, aber auch beim Auftakt in Amerika gab es Sieger und Verlierer.

Noch zwei Sekunden bis zum Start...Enge Positionskämpfe beim AC45 Start in San Diego. © Gilles Martin-Raget

Einmal mehr zeigten sich die Kiwis auf der Höhe bei sehr wechselndem Wind, der auch den Underdogs wie China Team, und den Franzosen auf Aleph sowie Energy je einen Rennsieg einbrachte.

Bei Energy scheint sich besonders der Steuermannswechsel von Loick Peyron zu Yann Guichard bezahlt zu machen, der den letzten Lauf der Extreme Sailing Series für Alinghi gewonnen hatte. Damit ist Alinghi dann doch auch wieder irgendwie beim Cup dabei. Ein Hintertürchen?

Das französische Aleph Team kommt zu seinem ersten Rennsieg vor dem ausgemusterten Flugzeugträger USS „Midway. © Gilles Martin-Raget

Aber auch Guichards ex Tornado-Steuermann Pierre Pennec (4. Olympia 2000), der in dieser Saison das Steuer des französischen X40 Rothschild Teams nach Platz zwei 2010 von  Guichard übernommen hat, ist offenbar als neuer Skipper bei Aleph erfolgreicher als Vorgänger Bertrand Pacé. Er landete hinter seinem Kollegen auf Rang fünf.

Noch nicht so überragend verlief der Einstand des Tornado-Promis Darren Bundock als Russell Coutts Ersatz. Nach drei vorletzten Plätzen landete er nur auf Rang sieben. Coutts selber ist ab Mitte der Woche gar nicht mehr in San Diego. Er nimmt an der RC44 Weltmeisterschaft in Puerto Calero teil. Das neue Team von America’s Cup Herausforderer Luna Rossa ist vorerst nur als Beobachter vor Ort.

Die offiziellen live Übertragungen beginnen am Mittwoch ab 22 Uhr unserer Zeit. Am Wochenende wurden die Fleetraces mit einer Webcam begleitet und per Tracker unter anderem vom renommierten America´s Cup Taktiker und Navigator Peter Isler kommentiert

Meike Schmäker im Jet-Bike-Dress für ihren Umpire Einsatz. © Tamra

Auch Meike Schomäker war mit ihrem Jet Bike auf dem Wasser  als Umpire-Hilfe im Einsatz. Im Kurzvideo besteigt Meike Schomäker  in San Diego ihren Jet-Bike für den Umpire Einsatz bei der America’s Cup World Series und fährt kurz danach aus dem Hafen. Sie hilft mit ihren Informationen vom Wasser den Schiedsrichtern an Land dabei, ihre Entscheidungen vom Bildschirm aus zu treffen.

Die Pressemitteilung:

Das Emirates Team New Zealand war zwar am Freitag als letztes Team angereist, und Skipper Dean Barker ist zuvor noch nie in San Diego gesegelt, dennoch gab er sich mit seinem Team keine Blöße und gewann die „Port Cities Challenge” zum Auftakt der America’s Cup World Series in San Diego.

„Die Teams haben mehr und mehr Segelpraxis, entsprechend wird das Niveau immer höher“, sagte Dean Barker. „In einem unberechenbaren Revier wie diesem gibt es viele Positionswechsel, deshalb ist es das Wichtigste, möglichst konstant zu segeln.“ Den Neuseeländern gelang dies zweifelsohne: Die „Kiwis“ gewannen zwar nur ein Fleet Race, kamen aber fünf Mal unter die besten drei und hatten am Ende komfortable sieben Punkte Vorsprung auf ORACLE Racing Spithill. Einen weiteren Zähler zurück kam Artemis Racing auf Rang drei.

Meike Schomäker gibt Vollgas auf ihrem Jet Bike hinter den AC45 Katamaranen. © Gilles Martin-Raget

Nachdem am Samstag das China Team seinen ersten Sieg im Rahmen der AC World Series gefeiert hatte, waren es am Sonntag die französischen Teams, die im Rampenlicht standen. Zunächst sicherte sich Aleph mit seinem neuen Skipper Pierre Pennec am Steuerrad den Sieg in der vierten Wettfahrt. Das sechste Rennen schließlich gewann das Energy Team mit Skipper Yann Guichard nach einer fehlerfreien Leistung.

„Dies ist ein fantastischer Tag für Aleph“, meinte Pennec. „Der Wind hat stark gedreht, aber es war sonnig. Die Brise war stark genug, um auf einem Rumpf zu segeln. Dass wir unseren ersten Sieg feiern konnten, macht diesen Tag zu etwas Besonderem.“

„Ab dem vierten Rennen war unsere Crew etwas müde“, sagte Guichard über den Rennsieg. „Dennoch haben wir keine Fehler gemacht, dieser Erfolg ist eine große Sache für unser Team.“

Eventseite

Ergebnisse – Port Cities Challenge 



 

1.

 

Emirates Team New Zealand

 

2

 

3

 

1

 

7

 

2

 

2

 

49

 

2.

 

ORACLE Racing – Spithill

 

3

 

8

 

2

 

5

 

3

 

3

 

42

 

3.

 

Artemis Racing

 

1

 

4

 

6

 

9

 

1

 

5

 

41

 

4.

 

Energy Team

 

7

 

5

 

3

 

4

 

6

 

1

 

40

 

5.

 

ALEPH

 

8

 

7

 

5

 

1

 

5

 

4

 

36

 

6.

 

Team Korea

 

6

 

9

 

4

 

2

 

4

 

7

 

35

 

7.

 

ORACLE Racing – Coutts

 

4

 

2

 

8

 

3

 

8

 

8

 

33

 

8.

 

China Team

 

5

 

1

 

7

 

8

 

7

 

6

 

32

 

9.

 

Green Comm Racing

 

9

 

6

 

9

 

6

 

9

 

9

 

22


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Carsten Kemmling

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