Andreas John bezieht Stellung zu den neuen Entwicklungen im America’s Cup

Der 34. America’s Cup - eine Riesenchance für den Segelsport

AC45 Helden in der Dauerdusche © ORACLE Racing

Wow, das sind Bilder. Dieses AC Video “High Five” aus San Francisco ist Action pur – Faszination Seglsport. Ich bin gefesselt.

Fast wie in 2003 als ich vor dem Fernseher sitzend über Stunden die Büge der Bleitransporter majestätisch durchs Wasser schieben sehe, etwas für echte Fans. Meiner Freundin konnte ich damals nicht erklären, was so packend daran ist. Diesmal ist es aber anders, die Bilder sprechen für sich, da passiert was. Die Protagonisten haben Helme auf. Es scheint ein Höllenkomando bei guter Brise unterhalb der Golgen Gate Bridge vor San Francisco/USA zu sein. “Ben Hur” Assoziationen mit seinem legendären Wagenrennen flackern auf.

Die Bilder und Videos packen mich. Sehr gut gemacht, für das breite Zuschauerspektrum konzipiert. “I am on, definetly.”

Sehr gespannt bin ich auf die ersten Regatten vor Cascais, die Anfang August starten werden, allerdings noch mit der kleinen Cat-Lösung, dem AC45. Vor 8 Jahren habe ich endlose Zeit vor dem Fernseher verbracht. Jetzt werde ich es am Bildschirm Zuhause verfolgen können, dann wenn ich Zeit habe. Vielleicht life, wenn es passt, ansonsten als Konserve.

Das hier präsentierte Foto und Video Material wurde auf der letzten großen Pressekonferenz von ORACLE Racing in San Francisco am 15.06.2011 verteilt.

Meiner Meinung nach wird hier etwas geschaffen, was den Segelsport stark beeinflussen wird.

Zum 34. America’s Cup wird an vielen entscheidenden Stellschrauben gedreht:
Neue Sportgeräte, die sichtbar körperlich mit kleiner Mannschaft und großem futuristischem High-Tech-Segelgerät atemberaubende Bilder bieten.
Neue, einfach nachvollziehbare Rennformate.
Und alles in Szene gesetzt über das größte Medienspektakel, das es jemals im Segeln bisher gab.

Segeln bekommt dadurch einen ganz anderen Stellenwert, es können vermutlich ganz andere Zielgruppen angesprochen/erschlossen werden. Die Protagonisten produzieren Bilder, mit denen die breite Masse angesprochen wird, viel stärker als in den ACs zuvor.

Und vielleicht, wenn unsere Verbände/Clubs nicht so traditionell und klein-klein handeln, könnten mehr Menschen sich im Nachgang für den Segelsport interessieren oder ihn gar ausüben wollen. Damit könnte dem gefühlten Rückgang im weltweiten Segelsport der letzten Jahre erfolgreich entgegengearbeitet werden. Dazu gilt es neue Angebote zu schaffen, wo die Faszination Segelsport gelebt/erlebt werden kann.

Sich weiter zu entwickeln bedeutet nicht, dass das Vergangene total daneben ist. Es wird immer seinen Reiz, seine Fans haben und das ist auch gut so. Aber vielleicht nicht das Magnet um den natürlichen Schwund an Seglern mittelfristig hier in D auszugleichen.

Ein Beispiel, das die meisten von uns nachvollziehen werden können: Es geht um ein Paar Rollschuhe ! Als ich 10 Jahre alt war, Ende der 60er, war es ein tolles Spielzeug für Kinder. 40 Jahre später gibt es die Inliner mit Präzisionskugellagern, mit denen sich Junggebliebene fit halten, an Happenings wie Blade-Nights zu 10.000en teilnehmen oder Teens in Beton-Parks und Half-Pipes coole Moves üben, oder sogar einer vom Eifelturm hüpft/fliegt und auf einer Rampe, auch auf Inlinern, landet. Das Produkt hat sich an den Zeitgeist und an die aktuelle Technik angepasst – wurde also davon geprägt. Die Zahl der Fans hat sich bestimmt deutlich erhöht.

Steht nicht der Segelsport jetzt auch an einer solchen Evolutionsschwelle?

Am Anfang steht die Innovation. Es gehört immer jemand dazu, der den Mut und die Möglichkeiten hat, seine Visionen umzusetzen und damit bestehende Horizonte zu erweitern. Bei ORACLE Racing sind Leute am Werk, die unseren Segelsport weiterentwickeln und auch in Richtung Medien mit breiten Zielgruppen denken.

Natürlich polarisiert der neue America’s Cup. Entweder kann man sich dafür begeistern oder man ist total entsetzt. Jedoch, alle die die AC45er schon life in action gesehen haben, sind fasziniert.

Sinngemäß passt hier gut ein Zitat von einem großen Innovator seiner Zeit, Henry Ford, das auch von Steve Jobs von Apple, ein Innovator unserer Zeit, gerne zitiert wird: „ Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie mir geantwortet: ein schnelleres Pferd.“

Ja, ORACLE Racing schickt sich an, dem Segelsport neue Impulse zu geben. Die Latte liegt hoch: Extreme40 und der AUDI Med Cup sind medial in neue Sphären aufgestiegen. Ocean Racing mit dem Volvo Ocean Race, dem Barcelona World Race und einigen anderen nicht zu vergessen. Aber da bin ich mit sicher, in San Francisco spätestens in 2013 wird das alles getoppt, vielleicht auch schon in Cascais Anfang August 2011.

Mal schauen was die Segelsportgemeinde, im Ausland und in Deutschland, aus dem neuen America Cup 3.0 macht. Meines Erachtens eine Riesenchance für die gesamte Branche. Nur man muss sie auch nutzen wollen.

Dieser Beitrag ist die persönliche Meinung von Andreas.
Carsten ist ohne WLAN irgendwo im kleinen Belt und wartet auf den Mann vom Motorservice.

Lasst die Fotos und das Video wirken, schreibt einen Kommentar und nehmt am TrendCheck bitte teil.


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Andreas John

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17 Kommentare zu „Andreas John bezieht Stellung zu den neuen Entwicklungen im America’s Cup“

  1. avatar JOKER sagt:

    Segeln ist eine Sportart, die schon immer viel Luft nach oben hatte, sich gut zu präsentieren. Wir leben nun in einer Zeit in der das Unmögliche möglich gemacht werden kann bzw. konnte. Die technischen Möglichkeiten bieten dem Segeln den vllt größten Schritt in der Entwicklung zu gehen.

    Keine andere Sportart wird einen so steilen Wandel erleben wie das Segeln, deswegen muss und wird dieser Schritt der Entwicklung erfolgen!

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  2. avatar Marc sagt:

    Zu allererst: Ich finde die neue AC Form höchst spannend und interessant. Jeder der Jolle segelt und schon mal im Trapez über das Wasser geflogen ist kann nachvollziehen, was das für ein Speed und Kick sein muss.

    Aber genau da habe ich meine Bedenken. Ob es Oracle gelingt, dieses Gefühl dem jungen Publikum und dem Otto Normal TV Gucker nahe zu bringen. Zu vermitteln, was da genau passiert, warum und wie es passiert. Ich finde sie sind auf einem guten Weg, mit Livebildern onBoard, Heli, Animationen im Livebild usw.
    Ob dies alles reicht um Segeln der Allgemeinheit nahe zu bringen und motiviert dies selbst zu tun wird sich noch zeigen müssen. Es hängt aber auch nicht nur vom AC ab, sondern dazu gehören auch die Vereine und der DSV die mal in die Puschen kommen müssen mit Tagen der offenen Tür, Schnuppersegeln, Segel AGs in Schulen usw.

    Es gibt viele gute Ansätze, Segeln aus der alten Schublade zu holen: segeln ist nur was für reiche und was elitäres und ich muss erst 2 Befürworter/Paten haben, meinen Kontoauszug vorlegen und 50 Leute in der Warteliste überholen. Selbst der Golfsport hat dies erkannt. Zahlte man früher sechstellige Summen Aufnahmegebühr(Ok so ein riesen Golfplatz kostet Geld, ein Segelheim aber auch), wird einem heute der rote Teppich ausgerollt sobald man einen Schläger hat und Mitglied werden möchte.

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  3. avatar T.K. sagt:

    Mal sehen ob es was wird…
    Defintiv sind die Bilder der aktuellen AC45 spektakulär, aber natürlich auch brutal zusammengeschnitten. Ich frage mich aber ob dies auch noch bei den 75 Füssern der Fall sein wird. Beim letzten AC zwischen Alinghi und BOR war mehr Spannung vor als während des Rennens. Als die Rennen liefen war ziemlich schnell die Luft raus. Ich denke das lag nicht nur an den unterschiedl. Konzepten sondern besonders daran, dass diese Geräte soooooo gross waren (OK – Wind gabs kaum, den hat man sich selber durch Speed gemacht). Im Hafen waren die Hightechgeräte imposant, beim Segeln eher gaaaaanz ruhig dahin rasende Platformen. Da erreichte die Gischt niemals die Segler. Ich denke, wenn schon Kats dann in der Größe der aktuellen “Testschiffe”, das ist sicher mehr Akton als bei einem 75 Fusser

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    • avatar T.K. sagt:

      AC72 nicht 75 war gemeint

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    • avatar Andreas sagt:

      Guter Punkt, T.K. Einen AC72 heil über den Parcours in der aufgeschäumten S.F. Bay zu bringen, wird aber eine spannende Show werden. Gut ist, dass die Bay überschaubar groß ist und die Cats sich immer wieder begegnen werden.

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  4. avatar Andreas Ju sagt:

    Ergänzung zur Rollschuh-Anekdote: Anfang der 90er hate ich einen australischen Film gesehen: “Wind”. Darin ging es im wesentlichen um ein junges Pärchen und Segeln. Die beiden sind u.a. mit einem 14Footer im Doppeltrapez rumgeknattert. Damals hatte ich bereits mehr als 20 Segeljahre auf dem Buckel (im wesentlichen Opti und Laser) – aber das hat gekickt. Denn Doppeltrapez gab es damals praktisch nicht. Meine damalige Freundin konnte nicht segeln – und so kamen wir zum Hobie 16, später F18. Mein 6-jähriger Sohn Mati hat gerade sein erstes Opti-Camp. Findet er toll, aber Ziel ist schon jetzt klar: 49er – die findet er saucool. Und sein Trainer segelt auch einen und ist ein Held. Die Faszination für Jugendliche ist eine völlig neue – und die könnte der neue AC in der Tat pushen. Gleichzeitig kann passieren, dass dies auch der Tod vieler “normalen” Bootsklassen ist. Aber wäre das so tragisch?

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  5. avatar Holger sagt:

    Na mal nichts durcheinander bringen. Die mediale Aufbereitung hat mal nix mit dem Format des AC34 zu tun, das ist ein normaler technischer Fortschritt, von dem auch ein AC 34 mit Monohuls profitieren würde.

    Das die Kats beeindruckend sind, bestreite ich nicht. Ich glaube aber nicht an die Nachhaltigkeit des Konzepts. Ich befürchte nämlich, dass die Zahl der Teams einen Sonnenschuß macht, wenn die AC72 ins Wasser sollen.

    Erst 14, dann 8 fürs Vorprogramm, das ist schon zu wenig. Bei den 72ern sinds vielleicht noch 5 – das ist viel zu wenig. Und die paar Teams, werden von Oracle abgeschlachtet. Das ganze sieht mir zu sehr nach Trendsport aus. Das kann man natürlich machen und ist auch cool, aber eher für RedBull als für den Americas Cup.

    Ich habe nicht vergessen, dass Ellison häufig sein Wort gebrochen hat. Sowas mag ich einfach nicht und ich gebe zu, dass hat auch Einfluß auf meine kritische Haltung.

    Wir werden sehen. Zum einen wie sich der wirklich attraktive MedCup entwickelt und dann in der Stunde der Wahrheit, wieviele Kat in San Fransisco am Startboot kreuzen. Aber leider werden wie dann nie erfahren, wie sich ein AC 34 mit diesem Aufwand bei Monohulls und fairem Reglement entwickelt hätte.

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    • avatar Egon sagt:

      Holger sagt: “Das ganze sieht mir zu sehr nach Trendsport aus. Das kann man natürlich machen und ist auch cool, aber eher für RedBull als für den Americas Cup.”

      Dem schließe ich mich an. Wenn ich brutale Action sehen will, gucke ich mir Vendee Globe, Volvo Ocean oder die neuen MOD70-Tris an.

      Der AC hatte immer den besonderen Mythos der seit 1851 ältesten bestehenden Regatta der Welt. Man muss nicht alles auf modern, cool & hip trimmen. Manches lebt auch einfach von seiner Tradition.

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      • avatar stefan sagt:

        ….was war denn bitte an einem IACC nicht “modern & cool”? Die Boote waren yachtdesign-technisch mit das modernste, was segeln in den letzten 20 Jahren zu bieten hatte. AC-Yachten waren in den letzten 160 Jahren immer technisch “modern, cool & hip”. Der heute oft beschworene “Mythos” ist allerdings ein aus heutiger Sicht eher “nostalgischer”. Der gilt aber z.B. auch für dieses scheinbar so futuristische Konzept der beflügelten Kats. Diese sind allerdings auch schon “alt”, denn diese Kats segeln so schon seit 40 Jahren, seit es die ersten C-Kats mit Flügeln im Little America’s Cup gab.
        Zurück zu den Bleitransportern, sie hatten allerdings ein paar entscheidende Schwächen, die sich medial oft fatal auswirkten. Ich möchte dabei nur an die vielen z.T. tagelangen Startverschiebungen wg. zu wenig Wind erinnern. Das lässt sich medial nicht verkaufen. Kein Sender macht ein Konzept, bucht Satellitenzeit für Liveübertragungen, wenn mehr als einmal die Sendung nicht zustande kommt.

        Ich bin auch ein Anhänger von großen Genuas und schlanken Rümpfen. Dazu bin ich zu viele 6, 8, und 12mR-Regatten gesegelt. Sehe aber auch, das es Anderes gibt, das im Segelsport die Interessen auf sich zieht. Katamarane, mit ihrem hohen Geschwindigkeitspotenzial sind für viele interessant und lassen sich medial deutlich besser verkaufen. Ich denke auch die 72 Füssen werden ein medialer Erfolg. Wer in den letzten 10 Jahren mal die Berichterstattung über ORMA 60″ Tris im französischen TV miterlebt hat, weiss wie eng und spannend mit solch großen Mehrrümpfern gesegelt werden kann.

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  6. avatar Sven sagt:

    Tse,tse,tse….Was soll die disskussion? Es gibt verschiedene arten von Motorsport,und eben auch verschiedene arten von Segelsport.
    So wäre der 12mR mit dem Oltimerrenner zu vergleichen,die Formel 1 mit dem Volvo race,das Cart mit dem 29er und das Motorad mit der Moth…………..es gibt alles nebeneinander,und nicht das einzig richtige…………ausserdem gibt es doch schon fast alles (auch dieser 2Rumpf Wettkampf in diesen dimensionen ist nicht brand neu) habt spass an neuem! und wenn es doch langweilig ist kann man ja immer noch Snooker oder Dart wettkämpfe ansehen 🙂

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    • avatar Lyr sagt:

      Eben!… und das Gefühl ist hier, dass sie aus einem Formel1 Rennen einfach mal eine Ralley Dakar machen, nur um den Actionanteil zu erhöhen…
      Sicherlich alles schön anzuschauen. Aber man hat hier eine komplett anderes Format geschaffen, nur um mehr Leute anzusprechen.
      Mehr Action, vielleicht, aber dafür weniger segeln mit dem Kopf und das ist gerade das für mich Reizvolle gewesen. Die Prioritäten haben sich extrem verschoben und vorher war die Mischung einfach perfekt….
      Die nächste Stufe wären jetzt nur noch Surfbretter gewesen, aber vielleicht kommt das ja im nächsten Cup 😀

      Wie schon von einigen Vorrednern gesagt, die mediale Aufbereitung wäre auch mit monohulls in neue Dimensionen vorgestoßen… nur hat sich die Disziplin vollkommen verändert und das in meinen Augen recht negativ, vielen Anderen mag das gefallen und das ist auch ok.
      Der Segelsport wird einfacher und sicher mehr Leute ansprechen, aber er wird auch dümmer… schade, oder?
      Jeder der die Komponente Schach im Segelsport genießt, wird enttäuscht, denn davon rückt der Cup mehr ab als je zuvor.
      Das kann man gut finden oder nicht…. genauso müßig wäre jetzt ein Diskussion, ob Schach ein Sport ist oder konträr, ob der Cup jetzt wirklich “sportlicher” oder einfach nur “athletischer” geworden ist.

      grüße jan 🙂

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      • avatar Andreas sagt:

        Das Schach, und das gehört zum Segeln, wird sicher erhalten bleiben. Es wird nur ein bisschen anders, man muss neu dazu lernen, es wird neue Moves geben. Es wird eher komplizierter, da es alles viel schneller geht. Es gibt kaum mehr Zeit zu überlegen, abzuwiegeln wie vor Valencia gibt es nicht mehr.

        Übrigens die AC45 soll schneller wenden als ein Bleitransporter. Felix, der in S.F. war und nicht schlecht staunte, meint, dass es nicht viel länger als 5 Sekunden für eine Wende braucht und der neue Luvschwimmer ist wieder aus dem Wasser. Von den Halsen wollen wir lieber gar nicht reden. Statt 11 kn über 25 kn Speed.

        Warum der Like und Dislike Button bei mir nicht erscheint, kann ich mir nicht erklären. Auf jeden Fall ist das nicht so gewollt. Mal schauen was die Techniker dazu sagen.

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  7. avatar stefan sagt:

    …das die AC45 (und später die AC72) “mit weniger Kopf” zu segeln sind finde ich eine lustige Sichtweise. Ich bin davon überzeugt, das es genau umgekehrt ist. denn waren die Rennen mit den IACC gerade für den Führenden immer deutlich zu kontrollieren. Das wird nun vorbei sein und es wird mit deutlich mehr Kopf und Strategie zu segeln sein, um eine Führung zu behaupten.

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    • avatar Lyr sagt:

      da alles viel schneller geht und die Geschwindigkeitsunterschiede so gravierend sind, die Wenden auch mit 5sec noch zu langsam sind, technische Unterschiede noch mehr ins Gewicht fallen….
      sicher bleiben einige Denksportaufgaben und eine Menge Neue kommen noch hinzu, das will ich auch nicht schlecht machen.
      Aber es bleibt einfach viel weniger Zeit und Raum für taktische Überlegungen, und das wird deutlich sichtbar sein, davon bin ich überzeugt, leider.
      Das der Führende nicht mehr so gut kontrollieren kann, ist ja genau das Argument. Mit anderen Worten kommt ein höherer Glücksfaktor bzw. kaum berechenbarer Faktor hinzu und es kommt mehr auf reine Bootsgeschwindigkeit/technik an. Wo früher ein schlechteres Boot mit besserem Start und guter Verteidigung gewinnen konnte, ist das jetzt kaum noch möglich.
      Also wieder ein Pluspunkt fürs Geld=Technik?

      beste grüße jan

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  8. avatar Manfred sagt:

    Moin,
    man muss ja erstmal unterscheiden, ob die Fleet Races mit den AC45 gemeint sind oder die AC Rennen von zwei AC72 Yachten. Wir ahnen nur ersteres und wissen über letzteres gar nichts. Vermutlich werden die AC45 “Action pur” in Landnähe (mit Glücksfaktor) zeigen, mit Halbwind Starts und ob nachher das Boot gegen Boot Rennen im LVC und im eigentlichen AC nicht einfach eine einseitige (weil technisch überlegene) Partie wird, bleibt abzuwarten. Also ne Chance für den Segelsport ist das noch nicht. Die Frage bleibt natürlich: Was wäre denn eine Chance und was wollen wir? Wer will überhaupt was? Klar, schön wären 20-30% Zuwachs im Segelsport nach dem Cup. Dann würden wir vielleicht auch besser unsere gebrauchten Kisten los werden…

    Ich persönlich möchte im Segelsport nicht diese grausig schnellen Schnitte sehen. Schaut einfach beim “http://www.medcup.org/audimedcuptv/” rein und da sieht man, wie der Segelsport positiv dargestellt werden kann. Was man im AC daraus macht bleibt abzuwarten. Vielleicht kann man sich ein erstes Urteil nach Cascais erlauben, meint ein Flintstoner.

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