Arkea Ultim Challenge: Erster Boxenstopp nach Schaden – Der große Favorit mit Problemen

"Wir alle sind enttäuscht"

Armel Le Cleac’h hatte seine Fans lange in Unwissenheit gehalten über den Grund seines Rückstandes. Der Top-Favorit nach dem Sieg bei der Transat Jacques Vabre hatte erst durch einen strategischen Fehler bei Madeira gut 40 Meilen verloren, war dann aber auf 20 Meilen wieder an die beiden Spitzenreiter herangesegelt, nur um plötzlich wenige Stunden später gut 200 Meilen zurückzuliegen.

Der Vendée Globe Siege Le Cleac’h hat Probleme bei seiner nächsten Weltregatta. © Vincent Curutchet / BPCE

Während Tom Laperche und Charle Caudrelier vorne im Passat gut 30 Knoten erreichten, schleppte sich Le Cleac’h mit seiner Banque Populaire mit gerade einmal 13 Knoten dahin. Es war klar, dass es irgendein Problem geben musste, auch wenn Thomas Coville auf Sodebeo nach einigen erstaunlichen Schlenkern kaum schneller unterwegs war und an seiner Seite blieb.

Aber Le Cleac’h konnte oder wollte nicht über mögliche Probleme berichten. Es dauerte eineinhalb Tag, bis er preisgab, was ihn am Freitagmorgen ausgebremst hatte. “Ein Problem mit einem Segel hat mich viel Zeit gekostet. Ich musste einige Dinge reparieren, und das hat mich zurückgeworfen. Jetzt habe ich aber Bedingungen vorgefunden, die es mir erlaubten, schnell zu segeln.”

Banque Populaire segelte wieder im hohen 20-Knoten-Bereich, das Problem schien behoben. Aber schließlich erklärte der Skipper, dass sein großes J-Zero Vorsegel beschädigt sei. Es stehe eine längere Reparatur an. Er halte gerade nur einigermaßen den Speed, weil der stärkere Wind aktuell ein kleineres Segel notwendig mache. “Ich hoffe, dass ich zu gegebener Zeit eine Lösung finde, damit ich den J-Zero wieder normal benutzen kann.”

Banque Populaire in voller Fahrt. © Jean-Marie Liot / Alea)

Le Cleac’h nahm wieder den Speed von Sodebo auf, aber der Rückstand zu den ersten beiden Booten wuchs kontinuierlich – auf über 400 Meilen. Dennoch äußerte er sich zuversichtlich: “Wir werden versuchen, die Spitzenreiter davon abzuhalten, zu weit nach vorne zu kommen. Aber diese Strecke ist lang, ich weiß, dass noch viel passieren wird. Wir müssen unser Tempo beibehalten, unsere Strategie den Bedingungen anpassen. Und das sollte uns erlauben, schnell in die 40er zu kommen. Wir wollen mit einem Boot, das zu 100 Prozent einsatzfähig ist, den Indischen Ozean erreichen und den großen Süden angreifen. Dort müssen wir dann allerdings ein paar Gänge herunterschalten.”

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Carsten Kemmling

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