Atlantic Rally for Cruisers: Mastbruch und Mann über Bord auf deutscher “Spock”

Deutsche Crew in Nöten

Bei der Atlantic Rally for Cruisers kam auf der Farr85 "Spock" das Rigg von oben. © ARC

Bei der Atlantic Rally for Cruisers kam auf der Farr85 “Spock” das Rigg von oben. © ARC

Die Farr 585CC “Spock” von Thomas Schumacher ist bei der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) nach einem Mastbruch sicher im Hafen von Mindelo  auf der Kap Verden Insel São Vicente angekommen. Die deutsche Crew hatte am Freitag das Rigg verloren und war zu den Kap Verden motort.

Inzwischen sind in der Szene Einzelheiten über das Unglück bekannt geworden. So soll das Schiff kurz nach einem Wachwechsel eine Patenthalse gesegelt haben, bei dem der massive Rollgroßbaum so heftig auf die andere Seite schlug, dass der Mast von oben kam.

Der Moment des Mastbruchs. "Spock" dreht nach Süden ab und motort zu den Kapverden.

Der Moment des Mastbruchs. “Spock” dreht nach Süden ab und motort zu den Kapverden.

Das Rigg fiel zur Seite, aber niemand verletzte sich. Doch als Hydraulikschläuche im Mast beschädigt wurden, lief Öl aus. Dabei wurde das gesamte Deck von dem auslaufenden Öl so glitschig, dass ein erfahrener Segler ausrutschte und unter der Reling durch ins Wasser glitt.

Dabei rutschte er auch aus seiner Lifebelt-Rettungswesten Kombination und trieb bei hohem Wellengang und Wind über 20 Knoten eine Zeitlang neben dem manövrierunfähigen Yacht im Wasser. Wie weit er sich entfernte, wurde noch nicht bekannt. Er konnte erst geborgen werden, als das Rigg einigermaßen gesichert war.

Erstaunlich. Die Class 40 "Vaquita" mit Andreas Hanakamp liegt auf ihrem nördlichen Kurs vor einer Swan 80 in Führung.

Erstaunlich. Die Class 40 “Vaquita” mit Andreas Hanakamp liegt auf ihrem nördlichen Kurs vor einer Swan 80 in Führung.

Neben weiteren drei ARC-Yachten hat auch die deutsche Swan 51 “Cheri” vom ehemaligen HSV-Präsidenten Ronald Wulf  wegen technischer Probleme einen Zwischenstopp in Mindelo vorgenommen.

Class 40 vor Swan 80

An der Spitze der Atlantic Rally, die eigentlich keine ernsthafte Regatta sein will, wird dennoch hart gesegelt. So gibt der Österreichische ex Volvo Ocean Race Skipper (Team Russia) Andreas Hanakamp mit einer Class 40 auf einer extremen Nordroute in Führung vor einer 80 Fuß Swan den Ton an. Er berichtet in einem Yachtrevue-Blog über das Abenteuer:

“Die letzten Nächte waren wieder so besondere Vollmondnächte, so wie besondere Nächte oft Vollmondnächte sind, auf der ganzen Welt. Unter Gennaker dahinjagen auf einer Silberbahn, nie endende Surfs und wenn du das Ruder übergibst, gehts einfach genauso weiter, weil alle an Bord den gleichen Spaß haben.”

Die deutsche Knieriem 53 “Auiliana II” von Christian Potthoff Sewing liegt auf Rang drei in der Racing Division und in der Gesamtwertung, “Haspa Hamburg” ist neunte.

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Atlantic Rally for Cruisers: Mastbruch und Mann über Bord auf deutscher “Spock”“

  1. avatar hanseatic sagt:

    Nicht zu vergessen: AMR am Steuer der JP 54 The Kid. Immer dicht auf den Fersen der Swan 80 Berenice und berechnet auf Platz 9 sowie der Kieler Peter von Danzig auf Platz 6. Hapsa hat sich mittlerweile auf Platz 8 verholt und hat offensichtlich ne Menge Spass an Bord (siehe blog des HVS). Für eine “Nicht-Regatta” sind da doch eine ganze Menge interessanter Racer aus dem Norden am Start oder?

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  2. avatar Cunnigham sagt:

    Herrlich: Das Zitat von Hanakamp muss O-Ton sein sein, so philosophisch können nur Österreicher sprechen und man lasse sich das ganze nochmal mit etwas Dialekt vorlesen!…herrlich!

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

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