Extreme 40 Serie in Kiel

Audi Sailing Team Germany mit gutem Start

Das Audi Sailing Team Germany mit gutem Start vor erstaunlich vollen Tribünen für einen Donnerstag. © Paul Wyeth/ OC Events

Die zurzeit wohl zuschauerfreundlichste Segelveranstaltung der Welt, die Extreme Sailing Series, hat in Kiel begonnen. Das Audi Sailing Team Germany liegt auf einem nicht für möglich gehaltenen siebten Platz. Das Wirsol Team ist nach prinzipiell guten Rennen bei wenig Wind durch drei Penalties und einer Kollision mit “Groupama” auf den letzten Platz zurückgefallen.

Das Wirsol Team mit Tino Mittelmeier am Steuer wurde durch drei ausgesprochenen Strafen zurückgeworfen. © Paul Wyeth/ OC Events

Einzelheiten in der deutschen Pressemitteilung der Extreme Sailing Series und der folgenden Mitteilung des Audi Sailing Team Germany:

Achtbare Kat-Premiere für das Audi Sailing Team Germany in Kiel

KIEL.  Eine Premiere nach Maß gelang dem Audi Sailing Team Germany am Donnerstag (26. August) zum Auftakt der Extreme Sailing Series™ in Kiel. Nach nur anderthalb Stunden Training überhaupt auf dem pfeilschnellen Extreme 40-Katamaran segelte die Mannschaft um Skipper Johannes Polgar aus Hamburg nach fünf Wettfahrten auf einen nie für möglich gehaltenen siebten Rang, vier Punkte vor der zweiten deutschen Mannschaft vom Wirsol Team Germany mit Tino Mittelmeier (Stuttgart) am Steuer und der französischen Groupama 40 von Yann Guichard. Es führt das britische Syndikat Ecover um Mike Golding vor dem Oman Sail Masirah mit Skipper Loick Peyron.

„Das war ein fantastischer Auftakt, von dem wir nicht zu träumen gewagt haben“, meinte Starboot-Europameister Polgar nach dem letzten Zieleinlauf, der noch einmal einen vierten Rang im internationalen Klassefeld einbrachte. Hatte das Audi Sailing Team Germany die Konkurrenz im ersten Rennen noch vor sich hergetrieben, setzte es im zweiten Anlauf bereits ein erstes Ausrufezeichen. Platz sieben löste auf der Trampolin genannten Sitzfläche des gut zwölf Meter langen Zweirumpfboots schon einen kleinen Freudensturm aus. Doch es sollte noch besser kommen.

Als der anfangs sehr leichte Wind etwas zunahm, mischte die vierköpfige Crew vom Start weg auf Augenhöhe mit und war im Ziel Vierter. „Diese Leistung hätten wir uns nichtmals selbst zugetraut“, so Polgar weiter, aber wir sind auch glücklich, dass wir auf dem Wasser keine ernsthafte Konfliktsituation mit den Gegnern hatten und alles heil geblieben ist.“

Nicht minder stolz war seine Mannschaft aus reinrassigen Einrumpfbootseglern. Der Hamburger Markus Koy (bei Polgar), der zuvor wirklich noch nie Kat gesegelt war, und Timo Jacobs aus Lübeck sind beide Starboot-Vorschoter, Lorenz Huber (München) in der 49er-Gleitjolle. „Nach einer Weile hatten wir uns daran gewöhnt, dass alles viel größer und schwerer zu ziehen ist“, berichtete Huber, „danach hatten wir großen Spaß an der Geschwindigkeit, die schon bei der schwachen Brise phänomenal war.“ Alle vier Aktiven des Audi Sailing Team Germany wollen sich in ihren angestammten Bootsklassen für die Olympischen Segelwettbewerbe 2012 in Weymouth/Großbritannien qualifizieren.

„Unser Auftritt bei der Extreme Sailing Series™ in Kiel war eine einmalige Chance, einen kleinen, aber starken Teil der deutschen Segelnationalmannschaft auf heimischem Parkett über vier Tage mehreren zehntausend Zuschauern und der Medienwelt zu präsentieren“, erklärte Oliver Schwall als Chef des Audi Sailing Team Germany vor Ort. „Und dass wir uns hier nicht nur achtbar aus der Affäre ziehen, sondern gleich bei der Premiere den Mitbewerbern Paroli bieten konnten, ist schon eine außergewöhnliche Leistung“, so der ehemalige Weltmeister im Tornado-Katamaran.

„Der Event ist eine erstklassige Plattform für unseren Sport. Wir danken nochmals ausdrücklich den Organisatoren und allen Beteiligten, die unseren Start hier ermöglicht haben.“ Die Extreme Sailing Series™ dauert noch bis Sonntag (29. August) mit täglich mehreren packenden Kurzrennen ab 14.30 Uhr auf der Innenförde der KIEL.SAILING CITY.

Stand Extreme Sailing Series™ nach vier Wettfahrten in Kiel:
1. Ecover Sailing Team, Mike Golding (GBR), 37 Punkte
2. Oman Sail Masirah , Loick Peyron (FRA/ Oman), 34
3. Groupe Edmond de Rothschild, Yann Guichard (FRA), 32
4. The Wave, Muscat, Paul Campbell James (GBR/ Oman), 27
5. The Ocean Racing Club, Mitch Booth (NL/ Slowenien), 25
6. Red Bull Extreme Sailing, Roman Hagara (AUT), 22
7. Audi Sailing Team Germany, Johannes Polgar (GER), 20
8. Groupama 40, Franck Cammas (FRA), 16
9. Wirsol Team Germany, Tino Mittelmeier (Überlingen) 12

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Carsten Kemmling

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