Jules Verne Trophy

Auf der Überholspur

Guck mal wer sich da versteckt – Massiver Spray am Steuerstand der "Groupama 3" © www.cammas-groupama.com

Gestern Morgen ist der 31,50 Meter lange Trimaran „Groupama 3“ an seinem virtuellen Gegner und Jules-Verne-Rekordhalter „Orange II“ vorbei gezogen. Darüber hinaus hat Franck Cammas mit seinem Tri eine neue Bestzeit für die Passage durch den Indischen Ozean aufgestellt.

8 Tage 17 Stunden und 39 Minuten benötigte Cammas mit seiner Crew, um den stets gefürchteten Indischen Ozean zu durchqueren. Tatsächlich hätte sich der Franzose jedoch wohl ab und an ein wenig mehr von den Furcht einflößenden Attitüden des Gewässers gewünscht. Zumindest der Wind hatte ihn zu Beginn dieses Reiseabschnitts mächtig im Stich gelassen. Allein fünf Tage benötigte Cammas, um den teils auf über 450 Seemeilen angewachsenen Rückstand auf seinen virtuellen Gegner Bruno Peyron wieder auszugleichen. Peyron hatte im Jahr 2005 für den Indischen Oean 9 Tage und 11 Stunden benötigt – also 17 Stunden länger als Cammas mit „Groupama 3“.

18. Februar 2008: So endete der letzte Rekord-Versuch der "Groupama 3" im Pazifischen Ozean. Nach Kenterung und dem Wegbrechen des Backbord-Schwimmers kauert die Crew, teils in Überlebensanzügen, auf Rumpf und Trapez und wartet auf Hilfe. © www.cammas-groupama.com

Derzeit segelt der Trimaran mit einer Geschwindigkeit von gut 30 Knoten auf Position 48° 04.02 Süd/151° 24.48 Ost, südöstlich von Tasmanien. Immer noch bewegt sich das Schiff auf deutlich nördlicherem Kurs als „Orange II“ 2005, was eine etwas längere Route um den Erdball bedeutet. Trotzdem hat Cammas seit gestern eine Führung von rund 150 Seemeilen heraus gesegelt.

Die Chancen stehen gut, dass die 10-Mann-Crew diesen Vorsprung in den kommenden Tagen weiter ausbaut. Wenn gleich die Mannen um Skipper Franck Cammas derzeit noch etwas vorsichtig segeln müssen, weil den, bis zu gut 30 Knoten auffrischen Winden aus Südwest, ein Schwell aus nördlicher Richtung entgegen steht, wie Sylvain Mondon von Météo France berichtet. „Weil das so ist, werden die Jungs wohl bis Donnerstag Ruhe bewahren müssen, bevor sie diese schwierige Situation hinter sich lassen, und wieder das volle Potenzial des Tris ausschöpfen können“, sagt Mondon.

Mehr Infos zum Rennen: www.cammas-groupama.com

"Groupama 3" liegt wieder vorn. In den nächsten Tagen wird der Wind sie mit teils über 30 Knoten nach vorne treiben. © Groupama; www.cammas-groupama.com

Mathias Müller
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